| Titel: | Haustierbesitz und psychosoziale Faktoren bei Erwachsenen im Alter von 40 Jahren und darüber | Sprache: | mehrsprachig | Autor*in: | Hansen, Pauline | Schlagwörter: | Hundehaltung; Katzenhaltung; psychosoziale Faktoren | GND-Schlagwörter: | EinsamkeitGND ZufriedenheitGND Isolation <Soziologie>GND DepressivitätGND TierhaltungGND |
Erscheinungsdatum: | 2024 | Tag der mündlichen Prüfung: | 2026-07-09 | Zusammenfassung: | Die vorliegende medizinische Doktorarbeit hatte das Ziel, die Wechselwirkungen zwischen Haustierhaltung und verschiedenen psychosozialen Aspekten – darunter depressive Symptome, Einsamkeit, soziale Isolation und Lebenszufriedenheit – über einen längeren Zeitraum zu analysieren. Die verwendeten Daten stammen aus einer landesweit repräsentativen Erhebung, dem Deutschen Alterssurvey (DEAS). Dieser befragt in Deutschland lebende Erwachsene im Alter zwischen 40 und 85 Jahren zu einem breiten Spektrum an Themen. Die Analyse basiert auf zwei Wellen der Datenerhebung aus den Jahren 2014 und 2017. Zur Erfassung der psychosozialen Faktoren kamen validierte mehrstufige Skalen zum Einsatz. Es wurden sowohl der Erwerb als auch der Verlust von Haustieren berücksichtigt. Die statistische Auswertung erfolgte mittels linearer Regressionen mit fixed effects (FE). Die Ergebnisse der Regressionsanalysen zeigten insgesamt nur wenige signifikante Längsschnittassoziationen. Zwischen dem Sprung im allgemeinen Haustierbesitz (beinhaltet sowohl Katzen, Hunde als auch andere Haustiere) und den untersuchten psychosozialen Faktoren (bezogen auf Männer und Frauen), konnten keine signifikanten Zusammenhänge festgestellt werden. Dennoch ergab die Analyse, dass der Besitz einer Katze/mehrerer Katzen signifikant mit einem Anstieg der Einsamkeit in der Gesamtstichprobe (β=0.10, p<.01) sowie bei Männern (β=0.12, p<.05) korrelierte. Zudem zeigte sich, dass der Besitz einer Katze/mehrerer Katzen auch signifikant mit einer Zunahme der sozialen Isolation bei Männern assoziiert war (β=0.13, p<.05). Bei Frauen hingegen war der Besitz eines Hundes/mehrerer Hunde über den Zeitraum hinweg signifikant mit einer Abnahme der Lebenszufriedenheit assoziiert (β=-0.15, p<.05). Diese Erkenntnisse sind entgegengesetzt zu der erwarteten Richtung der Assoziation. Um die zugrundeliegenden Ursachen für den Zusammenhang zwischen dem Besitz von Haustieren und ungünstigen psychosozialen Faktoren über einen längeren Zeitraum hinweg besser zu verstehen, wäre es sinnvoll, dass sich die Forschung in Zukunft intensiver mit geschlechtsspezifischen Merkmalen, den Unterschieden in der Art des Haustierbesitzes und den zugrundeliegenden Mechanismen auseinandersetzt. |
URL: | https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/12510 | URN: | urn:nbn:de:gbv:18-ediss-139387 | Dokumenttyp: | Dissertation | Betreuer*in: | Hajek, André |
| Enthalten in den Sammlungen: | Elektronische Dissertationen und Habilitationen |
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| Datei | Beschreibung | Prüfsumme | Größe | Format | |
|---|---|---|---|---|---|
| Hansen Pauline 13.07.2026.pdf | Dissertation | 5c968e03f06dcf142aec3c784bf58242 | 12.68 MB | Adobe PDF | ![]() Öffnen/Anzeigen |
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