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Titel: Explorative Studie zur Pathophysiologie von persistierend idiopathischem Gesichtsschmerz
Sprache: Deutsch
Autor*in: Pape, Natascha
Erscheinungsdatum: 2025
Tag der mündlichen Prüfung: 2026-04-28
Zusammenfassung: 
Der persistierend idiopathische Gesichtsschmerz (PIFP) stellt diagnostisch und therapeutisch eine anspruchsvolle Schmerzerkrankung dar, da er weder mit strukturellen Läsionen noch mit eindeutig abgrenzbaren pathophysiologischen Mechanismen einhergeht.
Ziel dieser Arbeit war es, die periphere Trophik und Nervenaktivität in den intraoralen trigeminalen Versorgungsgebieten des zweiten und dritten Asts bei betroffenen Patient:innen im Vergleich zu einer gesunden Kontrollkohorte zu untersuchen.
Hierzu wurde die Gewebeperfusion der intraoralen Schleimhaut sowohl in schmerzhaften als auch in nicht-schmerzhaften Arealen zunächst unter Ruhebedingungen und anschließend nach topischer Capsaicin-Applikation gemessen, um über die durch C-Faser- Aktivierung vermittelte Hyperämie (via Calcitonin Gene-related Peptide) Rückschlüsse auf die Nervenfunktion zu ermöglichen.
Die Ergebnisse wurden sowohl interindividuell als auch intraindividuell im Seitenvergleich analysiert. Es zeigte sich eine signifikant reduzierte basale Durchblutung im betroffenen Quadranten bei unilateralen PIFP-Patient:innen im Vergleich zur kontralateralen Seite, während zwischen Patient:innen und gesunden Kontrollen keine signifikanten Unterschiede in der Perfusion oder der Capsaicin-Reaktion festgestellt wurden.
Dies spricht gegen eine primär periphere Ursache des Schmerzes und unterstützen vielmehr die Annahme zentral vermittelter Mechanismen innerhalb des trigeminalen Systems.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/12514
URN: urn:nbn:de:gbv:18-ediss-139433
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: May, Arne
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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