DC ElementWertSprache
dc.contributor.advisorLangebrake, Claudia-
dc.contributor.authorBerger, Vivien-
dc.date.accessioned2026-09-24T15:32:39Z-
dc.date.available2026-09-24T15:32:39Z-
dc.date.issued2026-
dc.identifier.urihttps://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/12620-
dc.description.abstractHintergrund In einer zunehmend komplexen medizinischen Versorgung ist ein sicherer Medikationsprozess essenziell. Pharmazeutische Interventionen (PI) von Stationsapothekern können hier einen wichtigen Beitrag leisten. Ein bislang wenig untersuchtes Patientenkollektiv sind Enterostoma-Patienten, welche aufgrund ihrer veränderten Anatomie und einer potenziell gestörten Arzneistoffresorption ein erhöhtes Risiko für arzneimittelbezogene Probleme (AbP) aufweisen. Ziel dieser Arbeit war es, die Art, die klinische Relevanz sowie die Messbarkeit von PI in verschiedenen Kontexten zu untersuchen. Die Arbeit gliedert sich in drei Projekte: I. Systematische Evaluation von PI im Closed Loop Medication Management (CLMM) und deren Auswirkungen auf die Arzneimitteltherapiesicherheit. II. Untersuchung des Nutzens eines intensivierten Medikationsmanagements bei Enterostoma-Patienten. III. Deutschlandweite Validierung des CLEO-Tools (Clinical, Economic, Organisational) als Klassifizierungssystem zur Messung der Relevanz von PI. Methoden In einer prospektiven, systematischen Evaluation wurden die durchgeführten PI von Stationsapothekern innerhalb einer repräsentativen Arbeitswoche analysiert (Projekt I). Die Klassifizierung der PI erfolgte nach ADKA-DokuPIK, während die Schwere der Medikationsfehler mittels des National Coordinating Council for Medication Error Reporting and Prevention (NCC MERP) Index bewertet wurde. In einer prospektiven, interventionellen Kohortenstudie wurde ein intensiviertes Medikationsmanagement für Enterostoma-Patienten mittels strukturierter Patientengespräche und Typ-3-Medikationsanalysen evaluiert (Projekt II). Zur Messung der Relevanz von PI wurde das CLEO-Tool deutschlandweit von Krankenhausapothekern validiert und die Interrater- (Krippendorff’s α) sowie die Intrarater-Reliabilität (Intraklassenkorrelationskoeffizient, ICC) berechnet (Projekt III). Ergebnisse Im Rahmen der Evaluation (Projekt I) wurden 1.329 PI dokumentiert (Akzeptanzrate: 91,9 %). Es erfolgte bei jedem fünften Patienten eine PI. Bei Stationsapothekern innerhalb des CLMM dominierten „B-Fehler“ (Fehler hat den Patienten nicht erreicht; 56,5 %), während in der Vergleichsgruppe der Stationsapotheker, die losgelöst vom CLMM arbeiten, der Anteil an „C Fehlern“ (Fehler erreicht den Patienten; 68,2 %) überwog. Der Unterschied in der Schwere der Medikationsfehler zwischen den Gruppen war hochsignifikant (p < 0,001). In der interventionellen Studie (Projekt II) wurden 80 Enterostoma-Patienten (davon 54 Ileostoma, 26 Kolostoma) eingeschlossen. Es wurden 288 PI dokumentiert (3,6 PI pro Patient) bei einer Akzeptanzrate von 94,0 %. Die häufigsten AbP waren fehlende Verordnungen (26,4 %) sowie ungeeignete Darreichungsformen (14,9 %). Ileostoma-Patienten wiesen dabei einen signifikant höheren Anteil stomaspezifischer PI auf als Kolostoma-Patienten (p = 0,025). Die Validierung des CLEO-Tools (Projekt III) erfolgte in zwei Runden mit 79 Krankenhausapothekern aus 56 Einrichtungen in der ersten und davon 27 Ratern in der zweiten Runde. Während die Interrater-Reliabilität in beiden Runden über alle Dimensionen hinweg unzureichend war (Krippendorff’s α < 0,67), wies die Intrarater-Reliabilität nach 14-tägiger Auswaschphase für alle Dimensionen gute Werte (ICC > 0,60) auf. Schlussfolgerung Die Ergebnisse belegen, dass der Einsatz von Stationsapothekern innerhalb des CLMM das Potenzial hat, die Arzneimitteltherapiesicherheit zu verbessern. Medikationsfehler können frühzeitig identifiziert werden, bevor sie die Patienten erreichen. Insbesondere bei vulnerablen Kollektiven wie Enterostoma-Patienten erweist sich ein intensiviertes Medikationsmanagement aufgrund stomaspezifischer Risiken als relevant. Die unzureichende Reliabilität bei der Validierung des CLEO-Tools deutet auf heterogene klinisch-pharmazeutische Arbeitsweisen in Deutschland hin. Für einen flächendeckenden Einsatz von Bewertungsinstrumenten wie dem CLEO-Tool sind eine stärkere Standardisierung sowie weitere Forschung erforderlich.de
dc.language.isomulde_DE
dc.publisherStaats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzkyde
dc.relation.haspartdoi:10.3389/fphar.2022.1030406de_DE
dc.relation.haspartdoi:10.1371/journal.pone.0305047de_DE
dc.relation.haspartdoi:10.1007/s11096-025-02085-wde_DE
dc.rightshttp://purl.org/coar/access_right/c_abf2de_DE
dc.subjectArzneimitteltherapiesicherheitde
dc.subjectPharmazeutische Interventionde
dc.subjectArzneimittelbezogenes Problemde
dc.subjectMedikationsfehlerde
dc.subjectCLEO-Toolde
dc.subjectEnterostomade
dc.subject.ddc610: Medizinde_DE
dc.titleRelevanz pharmazeutischer Interventionen im Krankenhaus: Implikationen für die Arzneimitteltherapiesicherheitde
dc.typedoctoralThesisen
dcterms.dateAccepted2026-08-20-
dc.rights.cchttps://creativecommons.org/licenses/by/4.0/de_DE
dc.rights.rshttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/-
dc.subject.gndKlinische Pharmaziede_DE
dc.subject.gndEnterostomatherapiede_DE
dc.subject.gndResorptionde_DE
dc.subject.gndInterventionde_DE
dc.subject.gndValidierungde_DE
dc.type.casraiDissertation-
dc.type.dinidoctoralThesis-
dc.type.driverdoctoralThesis-
dc.type.statusinfo:eu-repo/semantics/publishedVersionde_DE
dc.type.thesisdoctoralThesisde_DE
tuhh.type.opusDissertation-
thesis.grantor.departmentMedizinde_DE
thesis.grantor.placeHamburg-
thesis.grantor.universityOrInstitutionUniversität Hamburgde_DE
dcterms.DCMITypeText-
dc.identifier.urnurn:nbn:de:gbv:18-ediss-140906-
item.creatorGNDBerger, Vivien-
item.advisorGNDLangebrake, Claudia-
item.creatorOrcidBerger, Vivien-
item.grantfulltextopen-
item.fulltextWith Fulltext-
item.languageiso639-1other-
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen
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