DC ElementWertSprache
dc.contributor.advisorBindt, Carola-
dc.contributor.authorBarton, Charlotte Sophia-
dc.date.accessioned2026-10-29T12:56:44Z-
dc.date.available2026-10-29T12:56:44Z-
dc.date.issued2026-
dc.identifier.urihttps://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/12692-
dc.description.abstractDie medizinische Versorgung von transgender und genderdiversen Individuen (TGDI) und die entsprechend Rechtslage haben sich in den letzten Jahrzehnten zunehmend in Richtung Selbstbestimmung entwickelt. Diese Promotion befasst sich mit dem Unteraspekt der reproduktiven Selbstbestimmung, die bewusste Entscheidung für oder gegen eine Elternschaft von TGDI. Unter der Anwendung geschlechtsaffirmativer Hormone ist die Fertilität zwar eingeschränkt, jedoch nicht vollständig supprimiert. Dadurch ergibt sich ein kontrazeptiver Versorgungsbedarf. Die aktuelle kontrazeptive Versorgungslage für TGDI wurde in Deutschland bislang nicht untersucht. US amerikanische Studien weisen auf zahlreiche Barrieren hin. Ziel unserer Studie war es, die aktuelle Versorgungssituation für TGDI in Deutschland zu explorieren. Wir führten eine Interviewstudie mit 30 Versorgenden von TGDI unterschiedlicher Fachrichtungen in Deutschland durch. Die Befragung erfolgte mittels semi-strukturierter Interviews und die nachfolgende Datenanalyse anhand der strukturierten qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz. Ein Großteil der Interviewten sah den Bedarf für kontrazeptive Versorgung, jedoch individuell abhängig von Faktoren wie Gender, Alter, geschlechtsaffirmativer Maßnahmen, Sexualpraktiken, Wunsch nach Kontrazeption und Menstruationsunterdrückung von TGDI, Bewusstsein für die Notwendigkeit von Kontrazeption unter TGDI sowie den Bedarf an Prävention von sexuell übertragbaren Infektionen. Hervorgehoben wurde die Bedeutung der gezielten kontrazeptiven Beratung jüngerer TGDI. Inhalte der kontrazeptiven Beratung waren die Bedarfserörterung sowie die Aufklärung über kontrazeptive Optionen, mit besonderem Fokus auf Gestagen-Pille und Kondome. Die Hauptverantwortung der Versorgung wurde mehrheitlich bei der Gynäkologie gesehen, gleichzeitig wurden Vorzüge einer interdisziplinären Beteiligung genannt. Die Interviewten nannten zahlreiche strukturelle und individuelle Barrieren, deren Abbau unter anderem durch mehr Sichtbarkeit geschlechtlicher Vielfalt, TGDI-sensibles Training, spezifische und transparente Versorgungsangebote sowie interdisziplinäre Vernetzung gefördert werden kann. Für eine adäquate kontrazeptive Versorgung ist die Berücksichtigung individueller Einflussfaktoren des Versorgungsbedarfs hilfreich sowie die Identifikation und der Abbau von Barrieren unerlässlich. Durch den qualitativen Charakter und die einseitige Exploration der Versorgungslage aus Sicht der Versorgenden geben die Studienergebnisse Einblick in erste Tendenzen. Um ein umfassendes Bild der Versorgungslage zu erfassen, ist es essenziell, TGDI-Perspektiven in zukünftige Forschung zu integrieren. Auch weitere gynäkologische Versorgungsbedürfnisse sollten in Zukunft systematisch erforscht werden, um die nötige Versorgung bedarfsgerecht anbieten zu können. Durch die aktuellen Entwicklungen in den USA kommt Europa eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung der Forschung zu dieser Subgruppe zu.de
dc.language.isomulde_DE
dc.publisherStaats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzkyde
dc.rightshttp://purl.org/coar/access_right/c_abf2de_DE
dc.subject.ddc610: Medizinde_DE
dc.titleKontrazeptive Versorgung von transgender und genderdiversen Individuen aus der Perspektive von Behandelnden in Deutschlandde
dc.typedoctoralThesisen
dcterms.dateAccepted2026-10-14-
dc.rights.cchttps://creativecommons.org/licenses/by/4.0/de_DE
dc.rights.rshttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/-
dc.subject.bcl44.14: Gesundheitsvorsorgede_DE
dc.subject.gndNichtbinäre Geschlechtsidentitätde_DE
dc.subject.gndTransgender <Motiv>de_DE
dc.subject.gndEmpfängnisverhütungde_DE
dc.subject.gndMedizinische Versorgungde_DE
dc.type.casraiDissertation-
dc.type.dinidoctoralThesis-
dc.type.driverdoctoralThesis-
dc.type.statusinfo:eu-repo/semantics/publishedVersionde_DE
dc.type.thesisdoctoralThesisde_DE
tuhh.type.opusDissertation-
thesis.grantor.departmentMedizinde_DE
thesis.grantor.placeHamburg-
thesis.grantor.universityOrInstitutionUniversität Hamburgde_DE
dcterms.DCMITypeText-
dc.identifier.urnurn:nbn:de:gbv:18-ediss-141836-
item.creatorGNDBarton, Charlotte Sophia-
item.advisorGNDBindt, Carola-
item.creatorOrcidBarton, Charlotte Sophia-
item.grantfulltextopen-
item.fulltextWith Fulltext-
item.languageiso639-1other-
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen
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