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dc.contributor.advisorWilkens, Horst (Prof. Dr.)
dc.contributor.authorChristier, Hartmut
dc.date.accessioned2020-10-19T12:25:01Z-
dc.date.available2020-10-19T12:25:01Z-
dc.date.issued2008
dc.identifier.urihttps://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/2750-
dc.description.abstractDie gebietsmonographische Untersuchung des Höhbeck, eines Höhenrückens im östlichen niedersächsischen Tiefland ergab 140 Pflanzengesellschaften, sowie 18 ZEH und fünf Subassoziationen aus 21 Klassen. Hinzu kommen sieben Forstgesellschaften und fünf Gesellschaften aus dem Formationskreis der „Anthropogenen Gehölz- und Ruderalfluren“. Damit weist das Untersuchungsgebiet weit mehr als doppelt so viele synsystematische Einheiten auf als ein angrenzendes, für die Elbtalaue typisches Niederungsgebiet etwa gleicher Größe, die „Untere Seegeniederung“. Es wurden 681 Gefäßpflanzen, 109 Moosarten, 30 Flechtenarten und 380 Pilzarten determiniert. Weiterhin konnten 150 Vogel-, 14 Reptilien- und Amphibien- und 47 Säugetierarten sowie 71 Laufkäfer-, 32 Heuschrecken-, 35 Libellen-, 262 Hymenopteren-, 122 Schmetterlings-, 198 Spinnen- und 146 Wanzenarten ermittelt werden. Insgesamt ergaben die Untersuchungen etwas mehr als 2300 Arten. Unter diesen Arten finden sich viele, welche in der Elbtalaue sonst nur sehr wenige oder keinerlei Vorkommen aufweisen, da die entsprechenden Lebensräume (nahezu) nicht vorhanden sind. Darüber hinaus kommen mit 681 Pflanzenarten deutlich mehr als die Hälfte aller im LKR Lüchow-Dannenberg nachgewiesenen Arten (ca. 1200 (KALLEN, 2002)) auf dem Höhbeck vor. Das Untersuchungsgebiet zeichnet sich durch verschiedene Charakteristika aus. Es weist eine außergewöhnlich hohe Struktur- und Artenvielfalt auf kleinem Raum auf. Zudem bietet es diversen seltenen und gefährdeten Arten und Gesellschaften, sowie solchen mit besonderen (klein)-klimatischen Ansprüchen, insbesondere wärmeliebenden, Lebensraum. Die biogeographische Bedeutung als Insel- und Trittsteinbiotop für wandernde und sich ausbreitende Arten ist als höchst bedeutsam einzustufen. Darüber hinaus finden sich auf dem Höhbeck zahlreiche Arten der Roten Liste sowie national und international geschützte Arten, Pflanzengesellschaften und Biotoptypen. Von überregionaler floristischer Bedeutung sind die Vorkommen von Epipactis purpurata, Fragaria moschata, Silene otites, Polygonatum odoratum, Myosotis sparsiflora und Vincetoxicum hirundinaria. Bezüglich der Pflanzengesellschaften sind insbesondere das Senecionetum fluviatilis und der Flechten-Kiefernforst von größter Wichtigkeit. Mykologisch ist das Auftreten von Leucopaxillus rhodoleucus niedersachsenweit einmalig. Faunistisch sind Gryllus campestris, Prostemma guttula, Polymerus microphthalmus, Spiris striata, Boloria dia und Catocala fraxini unter den Wirbellosen besonders hervorzuheben. Unter den Wirbeltieren stellen die Brutvorkommen von Wanderfalke und Sperbergrasmücke eine große Besonderheit dar, aber auch das Vorkommen von Rotbauchunke, Zauneidechse und zahlreichen Fledermausarten ist höchst bedeutsam. Die Existenz einer seit fast 100 Jahren per Sensenmahd bewirtschafteten Streuobstwiese ist sowohl unter Naturschutzaspekten als auch kulturhistorisch von überregionaler Bedeutung. Unter naturschutzfachlicher Betrachtungsweise ist der Wert des Höhbeck von erheblichem, für die Region nahezu einzigartigem Ausmaß. Zugleich ist festzustellen, dass in vielen Bereichen dringender Handlungsbedarf besteht, um die heutige Arten- und Strukturvielfalt zu erhalten. Bleiben entsprechende Maßnahmen auch weiterhin langfristig aus, wird die rezent noch vorhandene Biodiversität in absehbarer Zeit zusammenbrechen. Der Höhbeck ist als Landschaftselement der Region Untere Mittelelbe als höchst schutzwürdig und von überregionaler Bedeutung für Arten- und Lebensraumvielfalt, Biogeographie und Geomorphologie sowie als Standort alter Kulturlandschaftselemente zu bewerten.de
dc.language.isodede
dc.publisherStaats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
dc.rightshttp://purl.org/coar/access_right/c_abf2
dc.subjectNaturschutzde
dc.subjectÖkologiede
dc.subjectBiologiede
dc.subject.ddc580 Pflanzen (Botanik)
dc.titleDer Höhbeck: Vegetationskundliche, faunistische und biogeographische Bedeutung einer glazialen Geestinsel im Mittleren Elbetalde
dc.typedoctoralThesis
dcterms.dateAccepted2008-10-31
dc.rights.ccNo license
dc.rights.rshttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
dc.subject.bcl43.31 Naturschutz
dc.type.casraiDissertation-
dc.type.dinidoctoralThesis-
dc.type.driverdoctoralThesis-
dc.type.statusinfo:eu-repo/semantics/publishedVersion
dc.type.thesisdoctoralThesis
tuhh.opus.id4310
tuhh.opus.datecreation2009-10-27
tuhh.type.opusDissertation-
thesis.grantor.departmentBiologie
thesis.grantor.placeHamburg
thesis.grantor.universityOrInstitutionUniversität Hamburg
dcterms.DCMITypeText-
tuhh.gvk.ppn62401925X
dc.identifier.urnurn:nbn:de:gbv:18-43102
item.creatorOrcidChristier, Hartmut-
item.creatorGNDChristier, Hartmut-
item.languageiso639-1other-
item.fulltextWith Fulltext-
item.advisorGNDWilkens, Horst (Prof. Dr.)-
item.grantfulltextopen-
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen
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