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dc.contributor.advisorBussche, Hendrik van den (Prof. Dr.)
dc.contributor.authorBurlon, Marc
dc.date.accessioned2020-10-19T12:26:08Z-
dc.date.available2020-10-19T12:26:08Z-
dc.date.issued2009
dc.identifier.urihttps://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/2986-
dc.description.abstractDiese Arbeit stellt die „Euthanasie“ an Kindern im „Dritten Reich“ in den beiden Hamburger Kinderfachabteilungen umfassend dar. Die Ergebnisse lassen über den regionalen Charakter Rückschlüsse auf Organisation und Struktur der „Euthanasie“ an Kindern im Rahmen des „Reichsausschusses zur wissenschaftlichen Erfassung von erb- und anlagebedingter schwerer Leiden“ zu. In Hamburg wurden zwei Kinderfachabteilungen unabhängig voneinander ge-gründet, die für die Untersuchung und Tötung der Kinder zuständig waren. Die Geschichte der Kinderfachabteilung in der Heil- und Pflegeanstalt Langenhorn und dem Kinderkranken-haus Rothenburgsort werden beschrieben und die verantwortlichen Ärzte, Pflegepersonal und Verwaltungsangestellte dargestellt. Das erstmalig beschriebene „Reichsausschussverfahren“, das den organisatorischen Ablauf zwischen Kinderfachabteilung, Gesundheitsbehörde und Gesundheitsämtern sowie dem „Reichsausschuss“ in Berlin regelte, wird in seinen einzelnen Schritten erläutert. Die das „Reichsausschussverfahren“ regelnden Erlasse und Meldebögen wurden dargestellt, erläutert und deren Bedeutung vor dem Hintergrund diskutiert, dass sie alleine nicht ausreichend waren, dieses komplexe Gebilde zu formen. Die Hamburger Akten geben Hinweise darauf, dass so genannte „Richtlinien“ das eigentliche „Reichsausschussver-fahren“ regelten und den Beteiligten z.B. vorgaben, wie die Eltern aufzuklären seien und wie die Kinder getötet werden sollten. Der Darstellung der Beteiligung der Amtsärzte und der Gesundheitsämter wurde besondere Bedeutung beigemessen, da sie eine Hauptfunktion im „Reichsausschussverfahren“ inne hatten und diese willfährig ausführten. Die Kinder wurden anhand der vorhandenen Akten quantitativ untersucht und einzelne Schicksale ausführlich dargestellt. Dabei wurde beschrieben, wie die Kinder erfasst, eingewiesen, untersucht, beo-bachtet, beforscht und getötet wurden. Unter anderem wurde untersucht, ob die Meldekrite-rien des „Reichsausschusses“ eingehalten wurden, wie die Alters- und Geschlechterverteilung war, wer die Kinder einwies und woher sie kamen. Den Aussagen der betroffenen Eltern wur-de besondere Aufmerksamkeit gewidmet, da ihre Beteiligung an den Tötungen bis dato nicht eindeutig schien. Dabei wurde der Versuch unternommen darzustellen, mit welchen Mitteln es die Kinderfachabteilungsärzte und Amtsärzte bewerkstelligten, die Kinder aus den Eltern-häusern in die Kinderfachabteilungen zu überweisen und zu töten. Dabei fiel der Aufklärung der Eltern eine besondere Rolle zu. Zuletzt stellt diese Arbeit die juristische Nachkriegsaufar-beitung der „Euthanasie“ an Kindern in Hamburg dar und zeigt die Verstrickung von Justiz und Medizin, die letztlich zu keiner Verurteilung der Hamburger Angeschuldigten führte und allen Vorgaben und Mahnungen von außen durch die englische Militärregierung oder Fritz Bauer trotzte.de
dc.description.abstractThe history of the two "Kinderfachabteilungen" in Hamburg is shown. Not only the doctors were responsible for murder, a lot more people were involved in recruiting, in nursing and in selecting the kids. From its regional character, the results of this study give new hints on the overall structure of the work and plan of the "Reichsausschuss" in Berlin. For the first time the "Reichsausschussverfahren", the way how the different persons an institutions worked together, is written down. Furthermore the work of the "Amtsarzt", the public health officer, is prescribed in detail, because up to now, their role was unclear. The destiny of the murdered kids can be shown with their origin, age and illnesses. This study is based on the preliminary investigation held by German public persecutor and the entanglement of medicin an justice in the post war area can be shown.en
dc.language.isodede
dc.publisherStaats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
dc.rightshttp://purl.org/coar/access_right/c_abf2
dc.subjectKinderfachabteilungde
dc.subjectEuthanasie an Kindernde
dc.subjectHamburgde
dc.subject.ddc610 Medizin, Gesundheit
dc.titleDie „Euthanasie“ an Kindern während des Nationalsozialismus in den zwei Hamburger Kinderfachabteilungende
dc.typedoctoralThesis
dcterms.dateAccepted2010-04-15
dc.rights.ccNo license
dc.rights.rshttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
dc.subject.bcl44.01 Geschichte der Medizin
dc.subject.gndEuthanasie
dc.subject.gndNationalsozialismus
dc.type.casraiDissertation-
dc.type.dinidoctoralThesis-
dc.type.driverdoctoralThesis-
dc.type.statusinfo:eu-repo/semantics/publishedVersion
dc.type.thesisdoctoralThesis
tuhh.opus.id4578
tuhh.opus.datecreation2010-04-22
tuhh.type.opusDissertation-
thesis.grantor.departmentMedizin
thesis.grantor.placeHamburg
thesis.grantor.universityOrInstitutionUniversität Hamburg
dcterms.DCMITypeText-
tuhh.gvk.ppn634264176
dc.identifier.urnurn:nbn:de:gbv:18-45780
item.advisorGNDBussche, Hendrik van den (Prof. Dr.)-
item.grantfulltextopen-
item.languageiso639-1other-
item.fulltextWith Fulltext-
item.creatorOrcidBurlon, Marc-
item.creatorGNDBurlon, Marc-
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen
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