Volltextdatei(en) vorhanden
DC ElementWertSprache
dc.contributor.advisorOechsle, Karin (Prof. Dr.)
dc.contributor.authorWais, Marie Carlotta
dc.date.accessioned2020-10-19T13:14:09Z-
dc.date.available2020-10-19T13:14:09Z-
dc.date.issued2015
dc.identifier.urihttps://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/6665-
dc.description.abstractHintergrund: Ein Sterben in Würde ist das erklärte Ziel der meisten Menschen. Eine besondere Rolle spielt Würde für die Palliativmedizin. In palliativmedizinischer Behandlung befinden sich zumeist Menschen, die an einer fortgeschrittenen onkologischen Erkrankung leiden. Diese Patienten sind häufig einer hohen Belastung durch körperliche und seelische Symptome ausgesetzt. Zusammenhänge zwischen Einschränkungen des Würdeempfindens und der Symptomlast sind von höchstem Interesse für eine umfassende palliativmedizinische Versorgung. Ziel der vorliegenden Studie ist es, den Einfluss von Symptomlast, Belastung und Befinden sowie individueller Patientenmerkmale auf das Würdeempfinden von terminal erkrankten Krebspatienten zu untersuchen. Methoden: In dieser prospektiven Querschnittstudie wurden 61 unheilbar kranke Krebspatienten der Palliativstation des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorfs befragt. Die Patienten beantworteten einen validierten Fragebogen zum Würdeempfinden, den Patient Dignity Inventory (PDI); eine modifizierte Version der Memorial Symptom Assessment Scale (MSAS); das National Comprehensive Cancer Network Distress Thermometer; sowie eine Skala zur Bewertung des subjektiven Gesamtbefindens am Befragungstag. Sozio-demografische und Krankheits-spezifische Faktoren wurden den Patientenakten entnommen. Ergebnisse: Es zeigte sich eine höhere Symptomlast durch körperliche als durch seelische Symptome. Dennoch ließ sich gerade für psychische Symptome ein großer Einfluss auf das Würdeempfinden der Patienten nachweisen. Der Zusammenhang zwischen Würdeempfinden und primär körperlichen Symptomen war weniger ausgeprägt, aber ebenfalls signifikant. Das Gesamtwürdeempfinden korrelierte am stärksten mit den Symptomen Schwäche (p<0,001), Angstgefühlen (p<0,001), Traurigkeit (p=0,002), Schmerzen (p=0,009), Atemnot (p=0,019), Gereiztheit (p=0,023), Durst (p=0,029) und Müdigkeit (p=0,041). Körperliche Beschwerden zeigten vor allem einen Zusammenhang mit den würdebeeinflussenden Aspekten „Symptombelastung“ und „Abhängigkeit“, während psychische Symptome vor allem mit den Dimensionen „Soziale Unterstützung“ und „Innerer Frieden“ korrelierten. Sowohl körperliche als auch psychische Symptome waren signifikant mit „Existentieller Belastung“ assoziiert. Körperliche und seelische Symptome unterscheiden sich somit in der Art ihrer Auswirkung auf das Würdeempfinden: Körperliche Symptome wirken sich vor allem auf würdebeeinträchtigende Faktoren aus, die direkt auf Belastungen im Zusammenhang mit der Erkrankung zurückzuführen sind. Seelische Symptome zeigen dagegen einen starken Zusammenhang mit würdebewahrenden persönlichen und sozialen Ressourcen der Patienten. Die psychische Belastung der Patienten gemessen mit dem Distress Thermometer korrelierte nicht nur mit dem Gesamtwürdeempfinden (p<0,001), sondern auch mit allen Dimensionen des Würdeempfindens: „Symptombelastung“ (p<0,001), „Existentielle Belastung“ (p<0,001), „Abhängigkeit“ (p=0,020), „Innerer Frieden“ (p<0,001) und „Soziale Unterstützung“ (p=0,024). Das subjektive Gesamtbefinden der Patienten am Befragungstag korrelierte signifikant mit „Existentieller Belastung“ (p=0,013), aber nicht mit „Symptombelastung“, „Abhängigkeit“, „Innerem Frieden“ oder „Sozialer Unterstützung“. Auch eine Korrelation mit dem Gesamtwürdeempfinden zeigte sich nicht. Der körperliche Gesamtzustand zeigte einen signifikanten Zusammenhang mit der Würdedimension „Abhängigkeit“ (p=0,001). Schlussfolgerung: Das Würdeempfinden palliativ erkrankter Krebspatienten weist einen signifikanten Zusammenhang mit körperlichen und psychischen Symptomen, der Belastung, dem Gesamtbefinden und dem körperlichen Zustand auf. Im Sinne einer möglichst hohen Lebensqualität in der letzten Phase des Lebens sollte dies zentrale Beachtung bei der Betreuung von Palliativpatienten erfahren.de
dc.description.abstractContext: Maintaining a sense of dignity in terminally ill patients and enabling a dignified dying are important aims of palliative care. Objectives: To evaluate the impact of symptom burden, distress, overall condition, and individual patient characteristics on self-perceived dignity in terminally ill cancer patients. Methods: In this cross-sectional study, 61 patients were recruited through a palliative care inpatient ward within 48 hours after admission. Patients completed the Patient Dignity Inventory, a modified version of the Memorial Symptom Assessment Scale, the National Comprehensive Cancer Network Distress Thermometer, and a single-item scale rating subjective of overall condition. Sociodemographic parameters and performance status were taken from the patients’ records. Results: Dignity total score correlated highest with lack of energy (P<0.001), anxiety (P<0.001), sadness (P=0.002), pain (P=0.009), shortness of breath (P=0.019), irritability (P=0.023), thirst (P=0.029), and tiredness (P=0.041). Psychological symptoms showed more consistent associations with the different dignity dimensions than physical symptoms except for the dependency dimension. Psychological distress correlated with all dignity dimensions: symptom distress (P<0.001), existential distress (P<0.001), dependency (P=0.020), peace of mind (P<0.001), and social support (P=0.024). Overall condition was significantly associated with existential distress (P=0.013), but not with symptom distress, dependency, peace of mind, or social support. Performance status showed significant association with dependency (P=0.001). Conclusion: Self-perceived dignity in terminally ill cancer patients is significantly associated with physical as well as psychological symptoms, distress, overall condition, performance status, and comorbidities. Knowledge of these specific interactions is essential for adequate, comprehensive palliative care.en
dc.language.isodede
dc.publisherStaats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
dc.rightshttp://purl.org/coar/access_right/c_abf2
dc.subjectSymptomlastde
dc.subjectWürdeempfindende
dc.subjectSymptom Burdenen
dc.subjectself -percieved dignityen
dc.subject.ddc610 Medizin, Gesundheit
dc.titleWürdeempfinden sterbenskranker Krebspatienten und der Einfluss von Symptomen, Belastung und soziodemographischen Faktorende
dc.title.alternativeRelationship Between Symptom Burden, Distress, and Sense of Dignity in Terminally Ill Cancer Patientsen
dc.typedoctoralThesis
dcterms.dateAccepted2016-02-15
dc.rights.ccNo license
dc.rights.rshttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
dc.subject.bcl44.81 Onkologie
dc.subject.bcl44.97 Medizinische Spezialfächer: Sonstiges
dc.subject.gndWürde
dc.subject.gndSterbender
dc.subject.gndUnheilbar Kranker
dc.subject.gndPalliativmedizin
dc.subject.gndBelastung
dc.type.casraiDissertation-
dc.type.dinidoctoralThesis-
dc.type.driverdoctoralThesis-
dc.type.statusinfo:eu-repo/semantics/publishedVersion
dc.type.thesisdoctoralThesis
tuhh.opus.id7810
tuhh.opus.datecreation2016-03-29
tuhh.type.opusDissertation-
thesis.grantor.departmentMedizin
thesis.grantor.placeHamburg
thesis.grantor.universityOrInstitutionUniversität Hamburg
dcterms.DCMITypeText-
tuhh.gvk.ppn859972410
dc.identifier.urnurn:nbn:de:gbv:18-78107
item.fulltextWith Fulltext-
item.creatorOrcidWais, Marie Carlotta-
item.grantfulltextopen-
item.advisorGNDOechsle, Karin (Prof. Dr.)-
item.languageiso639-1other-
item.creatorGNDWais, Marie Carlotta-
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen
Dateien zu dieser Ressource:
Datei Beschreibung GrößeFormat  
Dissertation.pdf4.01 MBAdobe PDFÖffnen/Anzeigen
Zur Kurzanzeige

Diese Publikation steht in elektronischer Form im Internet bereit und kann gelesen werden. Über den freien Zugang hinaus wurden durch die Urheberin / den Urheber keine weiteren Rechte eingeräumt. Nutzungshandlungen (wie zum Beispiel der Download, das Bearbeiten, das Weiterverbreiten) sind daher nur im Rahmen der gesetzlichen Erlaubnisse des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) erlaubt. Dies gilt für die Publikation sowie für ihre einzelnen Bestandteile, soweit nichts Anderes ausgewiesen ist.

Info

Seitenansichten

52
Letzte Woche
Letzten Monat
geprüft am 09.05.2021

Download(s)

57
Letzte Woche
Letzten Monat
geprüft am 09.05.2021
Werkzeuge

Google ScholarTM

Prüfe