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dc.contributor.advisorFehr, Burkhard (Prof. Dr.)
dc.contributor.authorPrehn, Winfried
dc.date.accessioned2020-10-19T13:19:47Z-
dc.date.available2020-10-19T13:19:47Z-
dc.date.issued2018
dc.identifier.urihttps://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/7556-
dc.description.abstractWinfried Prehn Sehen oder Gesehenwerden? Narziss in der pompejanischen Wandmalerei Zusammenfassung Nicht nur Texte, auch Bilder erzählen Geschichten. Aber sie erzählen sie manchmal anders. Im Gegensatz zur literarischen Überlieferung des Narzissmythos zeigen die pompejanischen Bilder ein erstaunlich geringes Interesse an der Spiegelung und am Spiegelbild. An den Wänden der Vesuvstädte ist Narziss in einer Körperhaltung wiedergegeben, die nicht auf sein Abbild im Wasser, sondern auf den Betrachter vor dem Bild bezogen ist. Die römischen Maler haben sich gegen ein Haltungsschema entschieden, in dem sich Narziss über die Quelle beugt, um sein Spiegelbild zu betrachten. Stattdessen verwendeten sie Figurentypen mit aufgerichtetem Oberkörper, die seine körperlichen Vorzüge möglichst vorteilhaft zur Geltung bringen. Die Maler und ihre Auftraggeber haben nicht das Sehen, sondern das Gesehenwerden in den Mittelpunkt gestellt. In immer neuen Variationen wird die Schönheit des Narziss, seine sexuelle Attraktivität vor Augen geführt. Seine helle Körperfarbe, das sorgfältig frisierte Haar, Schmuck und bunte, teils durchscheinende Stoffe sowie seine Körperproportionen legen Narziss auf ein Schönheitsideal fest, das sich am Auftreten und den Darstellungskonventionen von Frauen orientiert. Als Instrument weiblicher Schönheitspflege fügt sich der Spiegel des Narziss nahtlos in diesen Zusammenhang ein. Narziss verhält sich so, wie es von einer römischen Frau erwartet wird: Er inszeniert sich als Objekt für den männlichen Blick. Bedingt ist diese Akzentuierung des Narzissmythos in den pompejanischen Bildern durch die römische Institution der Päderastie, der Liebe zu unfreien Jungen vor Erreichen ihrer Pubertät. Zugrunde liegt eine Geschlechterdifferenzierung, die sich nicht am biologischen Geschlecht (sex), sondern an den sozial konstruierten Geschlechterrollen (gender) orientiert. Definiert wird das männliche bzw. weibliche Geschlecht durch die Gegensatzpaare von Herrschaft und Unterlegenheit, Freiheit und Unfreiheit, Aktivität und Passivität. Nach dieser Einteilung nahmen die pueri dieselbe Rolle wie Frauen ein, denen sie deshalb in ihrer äußeren Erscheinung angeglichen sind. Nicht die Treue gegenüber den literarischen Vorbildern, sondern der Anschluss an soziale Normen und Wertvorstellungen ihrer Entstehungszeit hat die bildliche Gestaltung des Narzissthemas bestimmt.de
dc.language.isodede
dc.publisherStaats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
dc.rightshttp://purl.org/coar/access_right/c_abf2
dc.subjectNarzissde
dc.subjectPompejide
dc.subjectIkonographiede
dc.subjectGender Studiesde
dc.subjectKlassische Archäologiede
dc.subjectRömische Wandmalereide
dc.subjectKunsttheoriede
dc.subject.ddc750 Malerei
dc.titleSehen oder Gesehenwerden? Narziss in der pompejanischen Wandmalereide
dc.typedoctoralThesis
dcterms.dateAccepted2015-11-12
dc.rights.ccNo license
dc.rights.rshttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
dc.subject.bcl15.17 Klassische Archäologie
dc.type.casraiDissertation-
dc.type.dinidoctoralThesis-
dc.type.driverdoctoralThesis-
dc.type.statusinfo:eu-repo/semantics/publishedVersion
dc.type.thesisdoctoralThesis
tuhh.opus.id8986
tuhh.opus.datecreation2018-02-13
tuhh.type.opusDissertation-
thesis.grantor.departmentKulturgeschichte und Kulturkunde
thesis.grantor.placeHamburg
thesis.grantor.universityOrInstitutionUniversität Hamburg
dcterms.DCMITypeText-
tuhh.gvk.ppn1015902847
dc.identifier.urnurn:nbn:de:gbv:18-89864
item.languageiso639-1other-
item.creatorOrcidPrehn, Winfried-
item.grantfulltextopen-
item.creatorGNDPrehn, Winfried-
item.advisorGNDFehr, Burkhard (Prof. Dr.)-
item.fulltextWith Fulltext-
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen
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