FAQ
© 2019 Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg, Carl von Ossietzky

Öffnungszeiten heute09.00 bis 24.00 Uhr alle Öffnungszeiten

Eingang zum Volltext in OPUS

Hinweis zum Urheberrecht

Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-96378
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2019/9637/


Die Umwandlung des Ordensstaates in ein weltliches Fürstentum Preußen (1525) in der Darstellung der Apologie (Christiana responsio) Herzog Albrechts von Brandenburg-Ansbach von 1526

The Conversion of the State of the Teutonic Order into a Secular Pricipality (1525) in the Presentation of the Apology (Christiana responsio) of 1526 by Duke Albrecht of Brandenburg-Ansbach

Hentrich, Volker

pdf-Format:
 Dokument 1.pdf (15.998 KB) 


SWD-Schlagwörter: Deutscher Orden , Preußen , Apologie , Fürstentum , Herzogtum , Reformation , Albrecht <Preußen, Herzog>
Freie Schlagwörter (Deutsch): Konversion , Christiana responsio , Christliche Verantwortung , Hochmeister , Vertrag von Krakau , Ordensstaat
Freie Schlagwörter (Englisch): Teutonic Order , Conversion , Apology
Basisklassifikation: 15.34
Institut: Philosophie und Geschichtswissenschaft
DDC-Sachgruppe: Geschichte
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Sarnowsky, Jürgen (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 09.01.2019
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum: 22.03.2019
Kurzfassung auf Deutsch: Die Umwandlung des Deutschordensstaates Preußen in ein weltliches Fürstentum im April 1525 durch den Hochmeister des Deutschen Ordens Albrecht von Brandenburg-Ansbach gehört zu den fesselnden Umwälzungen der Zeit des ausgehenden Mittelalters und der frühen Neuzeit. Albrecht brach seinen Ordenseid, trat aus dem Orden aus und wurde als Vasall Polens Herzog dieses neuen Fürstentums. Kurz danach schloss er sich mit dem Fürstentum der Reformation an. So entstand im Norden ein erstes „evangelisches“ Herzogtum.

Ein Jahr nach dem erfolgten Schritt der Umwandlung verteidigt und erläutert Herzog Albrecht Kaiser Karl V. und Ferdinand I. sowie anderen Fürsten und deutschem Adel seinen Schritt in einer Apologie (Christiana responsio). Sie war die direkte Antwort auf eine Anklageschrift des Deutschmeisters Dietrich von Cleen, die dieser auf dem Reichstag in Speyer im Sommer 1526 den Reichsständen vorgelegt hatte. Albrecht wurde von ihm angeklagt, seinen Ordenseid gebrochen zu haben und dem Deutschen Orden eigennützig dies ihm rechtmäßig gehörende Land Preußen gestohlen zu haben.

In der Dissertation ist der Frage nachgegangen worden, wie Albrecht in seiner Apologie die Umwandlung des Ordenslandes erläuterte, begründete und darstellte und sich zu den Vorwürfen des Deutschmeisters äußerte. War Albrecht mehr Getriebener oder mehr Gestalter der Entwicklung? Geschah die Umwandlung „zwangsläufig“ aufgrund der Kulmination der vielen Probleme des Ordensstaates oder verfolgte Albrecht schon früh einen Plan, der sich aus seiner Apologie erschließen lässt. Stimmen Chronologie und Inhalt der Apologie überein, zeigt diese ein realistisches Bild der Ereignisse und Gründe oder spiegelt sie lediglich die Wahrnehmung Albrechts wider? Was war der Zweck dieser Apologie. Ziel der Dissertation ist es, einen Beitrag zur „Wahrnehmungsgeschichte“ der Ereignisse, Gründe und auch Zwänge zu leisten, die Anlass waren für den 1525 erfolgten Schritt Albrechts.
Die Apologie ist, neben Albrechts Rechtfertigung, auch ein politischer Schachzug, mit der Intention, die Gegner der Umwandlung von militärischen und politischen Schritten gegen das junge Fürstentum abzuhalten, um Zeit zu gewinnen und das junge politische und religiöse Staatsgebilde zu konsolidieren. Albrechts Apologie war ein wesentlicher Baustein zum Gelingen dieses Vorhabens.
Kurzfassung auf Englisch: The conversion of the Teutonic Order state Prussia into a secular principality in April 1525 by its High master (sometimes Grandmaster) Albrecht von Brandenburg-Ansbach was a major upheaval at the end of the middle ages and the beginning of the early modern era. Albrecht broke his oath, left the Teutonic Order and became the duke of the new principality and, at the same time, vassal of the Polish kingdom. Shortly after the conversion he joined the protestant reformation, together with his duchy. So, the first protestant duchy was formed here in the North.
One year after the conversion Albrecht defends and explains his step to Emperor Karl V. and Ferdinand I. as well as to other German nobility in an apology (Apologie - Christiana responsio). This apology was the direct answer to a bill of indictment of Deutschmeister Dietrich von Cleen, who presented this bill to the imperial estates who met at Speyer in the spring/summer of 1526. Von Cleen accused Albrecht for breaking his oath and having stolen the Prussian state selfishly from the Teutonic Order, who lawfully owned it.
The doctoral thesis pursues the question, how Albrecht explains, justifies and defends the conversion of the state and how he responds to the accusations of the Deutschmeister. Was he more driven or rather shaper of the development towards the conversion? Did he convert the state because of the accumulation of the problems that the Teutonic Prussian state was facing, or had he planned this conversion at an earlier stage? Can such an early plan perhaps be detected from inside his apology. Is the chronology of events in spring 1525 identical to Albrecht’s description in the apology, does it show a realistic picture of the reasons or does it merely reflect Albrecht’s perception? What was the purpose of the apology? The objective of the thesis is to contribute to history perception of the events, reasons and constraints that led to Albrecht’s step in 1525.
The apology is, besides being Albrecht’s justification for the conversion, a strategical political document with the intention to keep the enemies of the conversion from political or military steps against the new duchy. Albrecht wanted to gain time to consolidate his young political and religious regime. In this he succeeded, the apology was an important milestone in this attempt.

Zugriffsstatistik

keine Statistikdaten vorhanden
Legende