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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-98273
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2019/9827/


Morphologische Untersuchungen zum Vergleich des Syndesmosenkomplexes mit dem Seitenbandkomplex des oberen Sprunggelenkes

Morphological examinations to compare the tibiofibular syndesmosis with the lateral ligament complex of the ankle

Muro Bushart, Nele

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SWD-Schlagwörter: Oberes Sprunggelenk , Seitenband , Anatomie , Histologie
Freie Schlagwörter (Deutsch): Syndesmose , Tibiofibular , Lateraler Seitenbandkomplex , Faserknorpel , Enthesis
Freie Schlagwörter (Englisch): syndesmosis , tibiofibular , lateral ligament complex , fibrocartilage , enthesis
Basisklassifikation: 44.34
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Wening, Volker (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 04.06.2019
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum: 01.07.2019
Kurzfassung auf Deutsch: Nach einer umfassenden Literaturanalyse zur Anatomie der Syndesmose und lateralen Seitenbänder am oberen Sprunggelenk bis 2018 wurden zur Untersuchung der Feinstruktur 24 Präparate aus dem Syndesmosen- und Außenbandkomplex von 2 männlichen und 2 weiblichen verstorbenen Patienten im Alter zwischen 42 und 81 Jahren entnommen. Die Präparate wurden an den Enden markiert, in Formaldehyd fixiert, für die lichtmikroskopische Untersuchung in Kunststoff eingebettet und zu histologischen Präparaten aufgearbeitet. Zwölf Bänder wurden zusätzlich elektronenmikroskopisch untersucht, bei zwei Bändern wurde die Kollagenstruktur spektroskopisch analysiert.
Unter dem Lichtmikroskop wiesen alle untersuchten Bänder straffes, fibröses Bindegewebe mit zwischen den Kollagenfaserbündeln eingebetteten Fibrozyten sowie kapillaren Blutgefäßen in kleinen Lücken auf.
Beim jüngsten Patienten 2 fiel eine größere Zellzahl in den Stichproben auf. Die vordere Syndesmose war durchgehend gefäßarm, das Lig. fibulotalare anterius erwies sich am gefäßreichsten. Innerhalb der Syndesmose zeigte das Lig. interosseum die beste Vaskularisierung.
An den Ansatzpunkten der Bänder gibt es einen fließenden Übergang der Fasern in den Knochen, welcher in bis zu 4 Zonen eingeteilt wird. Hier findet sich Faserknorpel. In der vorliegenden Arbeit waren in 18 von 24 Bändern alle 4 Zonen in einer Enthesis nachzuweisen.
Bei 17 von 24 Bändern war eine Seite bezüglich der Anzahl an Faserknorpelzellen
der anderen überlegen.
Der Faserverlauf ist in jedem Band individuell. Die Fasern strahlen zonenübergreifend an bzw. in den Knochen ein.
Im Rahmen der REM- und Spektroskopie-Untersuchungen konnten keine bandspezifischen Unterschiede gefunden werden. Es gibt Hinweise, dass Faserknorpel zum regelhaften Aufbau der Bandstrukturen am oberen Sprunggelenk gehört.
Erschwert wird eine endgültige Aussage durch die kleine Stückzahl der Proben sowie
fehlende Proben junger Individuen. Somit lassen sich die Beobachtungen bisher nicht verallgemeinern. Auch sollten weiterführende Analysen der Sprunggelenksbänder zur molekularen Feinstrukturen der Kollagenfasern Gegenstand zukünftiger Studien sein.
Die erstmalig in der vorliegenden Arbeit durchgeführten Untersuchungen zeigten Unterschiede in den einzelnen Bandstrukturen auf. Es konnten jedoch keine Merkmale gefunden werden, die nachweislich Rückschlüsse auf eine mikrostrukturell bedingte Rupturanfälligkeit einzelner Bänder zulassen, so dass diese Rupturanfälligkeit den anatomisch-biomechanischen Gegebenheiten zugeschrieben werden muss.


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