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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-98594
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2019/9859/


Sicherheit und Effektivität des EndoBarrier®s bei Patienten mit Adipositas und Diabetes mellitus

Safety and efficiency of the endobarrier® in obese patients with type 2 diabetes mellitus

Lamersdorf, Tobias Anton

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SWD-Schlagwörter: Fettsucht , Diabetes , Diabetes mellitus , Therapie , Endoskopie , Sicherheit , Effizienz , Gewichtsverlust , Fettleber
Freie Schlagwörter (Deutsch): EndoBarrier , Leberabszess , Gewichtsreduktion , DJBS
Freie Schlagwörter (Englisch): duodenal jejunal bypass liner , endobarrier , DJBL
Basisklassifikation: 44.89
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Aberle, Jens (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 10.04.2019
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum: 05.08.2019
Kurzfassung auf Deutsch: Mit dem EndoBarrier® Register wurde eine Möglichkeit geschaffen, Patientendaten strukturiert zu sammeln und auszuwerten. Die ersten Auswertungen zeigen, dass der EndoBarrier® eine effektive Methode für Patienten ist, innerhalb eines Jahres Übergewicht zu reduzieren und im Falle eines bestehenden DM2 den HbA1c-Wert zu senken. Er wirkt sich außerdem positiv auf den Blutdruck, die Blutfette und die Leberenzyme aus. Die Daten des EndoBarrier® Registers bestätigen die bisherige Studienlage. Es sind allerdings weitere Studien zur Langzeitwirkung nötig, um beurteilen zu können, ob der EndoBarrier® einen langfristigen positiven Effekt auf den Gewichtsverlauf, den Blutzuckerspiegel, das Auftreten von mit Adipositas und Diabetes assoziierten Komorbiditäten und damit auf die Lebensqualität der Patienten hat. Diese Analysen sind Gegenstand aktueller und zukünftiger Datenauswertungen des EndoBarrier® Registers.
Nebenwirkungen sind in den meisten Fällen nicht schwerwiegend und transient. Dennoch muss das Auftreten der schwereren Nebenwirkungen und insbesondere das Auftreten von Leberabszessen in weiteren Studien genau beobachtet werden, da diese lebensgefährlich sein können, oftmals mit langen Krankenhausaufenthalten verbunden sind und weitere Komplikationen verursachen können. In diesem Zusammenhang könnte auch eine Diskussion über die Behandlungsdauer sinnvoll sein, da die Leberabszesse eher im späteren Verlauf der Behandlung auftraten.
Eine weitere in Zukunft zu untersuchende Frage wird sein, welcher Zeitpunkt der beste ist, um mit der EndoBarrier® Behandlung zu beginnen. Die Empfehlung der Fachgesellschaften geht in die Richtung, dass erst konsequent alternative, sprich konservative und medikamentöse Methoden der Therapie des DM2 ausgeschöpft werden und über 6 Monate zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis geführt haben sollten, bevor der EndoBarrier® eingesetzt wird. Die Ergebnisse von Vilarrasa et al., (2016) zeigten allerdings, dass das Erreichen eines HbA1c ≤7% während der Behandlung zu einer geringeren Zunahme des Gewichts und des HbA1cs nach der Behandlung führt, was die Frage aufwirft, ob ein früherer Beginn der Therapie, bei niedrigerem Base Line HbA1c mit einem besseren Langzeitergebnis einher gehen könnte.
Zusammenfassend stellte diese Studie mit einem großen Kollektiv die Wirkung und Nebenwirkung des EndoBarrier® vor und zeigt diesen als neue, effektive aber auch mit Nebenwirkungen verbundene Alternative der DM2- und Adipositastherapie.
Kurzfassung auf Englisch: The EndoBarrier register creates an opportunity to structure, collect and analyse data of patients who were treated with the EndoBarrier. The first analyses show that the EndoBarrier is an effective method to reduce overweight and lower the HbA1c in case of diabetes. They also prove the positive effects of the EndoBarrier on blood pressure, blood lipids and liver enzymes. This study confirms earlier studies and analyses. More studies are necessary to allow conclusions about long-term outcome and benefits e.g. about long-term weight loss, reduced blood sugar levels and reduced incidences of diseases linked to diabetes and obesity. These analyses are part of current studies based on the data of the EndoBarrier register.
Side effects were transient and not severe in most cases. Still the appearance of severe side effects, especially of liver abscesses needs more attention in upcoming studies, as they are a potentially life-threatening side effect, connected to long-term hospitalisation which always risks more complications. This could lead to a discussion about treatment duration, because in most cases liver abscesses appeared at the end of the 1-year treatment.
Another question raised by the data analysis could be the timing of implantation of the device. Nowadays recommendations of the German associations of obesity, diabetes, gastroenterology and abdominal surgery suggest starting the treatment with the EndoBarrier after all other options such as diet and drug therapy were not sufficient after a period of 6 months. A new study from the year 2016 shows a lower gain of weight and HbA1c after the explantation of the EndoBarrier in patients that manage to reduce their HbA1c <7% during the treatment. This leads to the question whether an earlier start of the treatment on patients with lower Baseline HbA1c could result in better long-term results.
In conclusion, this study presents a large body of evidence of the effectiveness and the possible side effects for the EndoBarrier. It demonstrates the EndoBarrier as a new effective therapy of diabetes and obesity, but which is linked to some side effects that need further research.

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