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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-99531
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2019/9953/


Untersuchungen zur Expression von Nestin und Glykoprotein nmb in kindlichen Ependymomen

Investigations of the expression of nestin and glycoprotein nmb in childhood ependymomas

Pein, Anna von

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Basisklassifikation: 44.97
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Hagel, Christian (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 19.08.2019
Erstellungsjahr: 2019
Publikationsdatum: 05.09.2019
Kurzfassung auf Deutsch: Das Ziel der vorliegenden Arbeit bestand darin, die prognostische Relevanz von GPNMB und Nestin bei Gehirntumoren und insbesondere bei kindlichen Ependymomen zu untersuchen. Hierfür wurde Nestin an einer Kohorte von kindlichen Ependymomen immunhistochemisch untersucht und die Ergebnisse in Beziehung zu verschiedenen klinischen Daten gesetzt.
Weiterhin sollte die subzelluläre Expression von GPNMB in Gehirntumoren licht- und elektronenmikroskopisch dargestellt und eine Quantifizierbarkeit erreicht werden. Für dieses Ziel sollte die Immunogold-Methode im Institut für Neuropathologie des UKE etabliert werden.
Mit der Immunogold-Methode konnten, in dem zur Verfügung stehenden Zeitraum, keine zufriedenstellend verwertbaren Ergebnisse erzielt werden. Zusätzlich traten Schwierigkeiten mit dem GPNMB-Antikörper auf, sodass das Ziel, die subzelluläre Lokalisation von GPNMB zu bestimmen und den Antikörper an einer Kohorte kindlicher Ependymome zu testen, innerhalb dieser Arbeit nicht erreicht werden konnte.
Die immunhistochemischen Nestin-Färbungen zeigten eindeutige Ergebnisse, die in der statistischen Auswertung keinen signifikanten Unterschied zwischen der Nestin-Expression von supratentoriellen vs. infratentoriellen Ependymomen, keine Korrelation zwischen Nestin-Expression und dem Patientenalter, dem Ependymom-Grad oder der Überlebenszeit der Patienten erbrachten. Eine signifikante Korrelation der klinischen Parameter zeigte sich zwischen Patientenalter und Ependymom-Grad.
Schließlich wurden die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit mit den Daten einer voran-gegangene Studie, die an derselben Kohorte kindlicher Ependymome durchgeführt wurde, zusammengeführt. Dabei wurde überprüft, ob die Expression von Nestin mit der anderer Antigene korreliert und eine Korrelation mit CD44 festgestellt. Bei beiden Proteinen handelt es sich um Stammzellmarker, die in malignen Tumoren vermehrt exprimiert werden und deren prognostische Bedeutung noch nicht eindeutig geklärt ist.
Bei Ependymomen zeigt das derzeitige histologische Grading im Vergleich zu anderen Gliomen keine zufriedenstellende Korrelation mit der Prognose, sodass neue Faktoren und Kriterien gesucht werden, die eine bessere Beurteilung und Einschätzung der Prognose von Patienten mit Ependymomen ermöglichen. Trotz vielversprechender Erkenntnisse aus dem Bereich der Methylomanalyse sind weitere immunhistochemische Untersuchungen sinnvoll, da diese Methodik in der Routinediagnostik nahezu überall verfügbar ist.
Kurzfassung auf Englisch: The aim of the present study was to investigate the prognostic relevance of GPNMB and nestin in brain tumors, especially in childhood ependymomas. Therefore, nestin was immunohistochemically examined in a cohort of pediatric ependymomas and the results were related to various clinical data.
Furthermore, the subcellular expression of GPNMB in brain tumors was to be visualized by light and electron microscopy and a quantifiability was to be achieved. For this purpose, the immunogold method was supposed to be established at the Institute of Neuropathology of the UKE.
The Immunogold method failed to produce satisfactory, usable results. In addition, difficulties were encountered with the GPNMB antibody, so that the goal of determining the subcellular location of GPNMB and testing the antibody on a cohort of infant ependymomas could not be achieved within the framework of this thesis.
The immunohistochemical nestin staining clearly showed that there is no significant difference between the nestin expression of supratentorial vs. infratentorial ependymomas. Moreover, no correlation between nestin expression and patient age, ependymoma grade, or patient survival could be found. A significant correlation of clinical parameters was, however, found between patient age and ependymoma grade.
Finally, the results of the present study were merged with data from a previous study conducted on the same cohort of pediatric ependymomas. It was examined whether the expression of nestin correlated with the one of other antigens and a correlation with CD44 was discovered. Both proteins are stem cell markers that can be found to an increasing degree in malignant tumors and whose prognostic significance has not yet been entirely clarified.
In ependymal tumors current histologic grading is not satisfactorily correlated with prognosis compared to other gliomas. Therefore, new factors and criteria are sought to better evaluate and estimate the prognosis of patients with ependymomas.
Despite promising findings in the field of methylomanalysis, further immunohistochemical investigations should be performed since this methodology is available almost everywhere in routine diagnostics.

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