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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-99721
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2019/9972/


Prognostische Faktoren und Risikoprofil von Patienten mit Invasiver Aspergillose nach Lebertransplantation

Prognostic factors and risk profile of patient with invasive aspergillosis following liver transplantation

Meier, Helen Theresa

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SWD-Schlagwörter: Aspergillose , Lebertransplantation , Infektion , Schimmelpilze , Mykose , Risikofaktor
Freie Schlagwörter (Deutsch): Antimykotika , Dissemination
Freie Schlagwörter (Englisch): invasive aspergillosis , liver transplant , fungal
Basisklassifikation: 44.75 , 44.43 , 44.65
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Fischer, Lutz (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 14.08.2019
Erstellungsjahr: 2019
Publikationsdatum: 16.09.2019
Kurzfassung auf Deutsch: Das Ziel der vorliegenden Studie bestand darin, klinische Charakteristika, diagnostische Befunde sowie therapeutische Strategien bei Patienten mit IA nach LTX zusammenzutragen und diese Daten hinsichtlich einer prognostischen Relevanz bezüglich des Krankheitsverlaufes zu untersuchen. Darüber hinaus wurden in der Literatur bereits beschriebene Risikofaktoren bei dem vorliegenden Patientenkollektiv identifiziert und hinsichtlich eines Einflusses auf das Überleben dieser Population evaluiert. Die Daten von 23 Patienten mit IA wurden retrospektiv aus Patientenakten der Jahre 2006-2015 erhoben und statistisch ausgewertet. Die Ergebnisse wurden vor dem Hintergrund zahlreicher Studien interpretiert und diskutiert.
Es wurden vier Patienten mit gesicherter und 19 Patienten mit wahrscheinlicher IA in die Studie eingeschlossen. Die IA trat im Median sieben Tage nach LTX auf. In den meisten Fällen (N=18) war die Lunge von IA betroffen. Nur bei 17,4% der Patienten kam es zu einem disseminierten Organbefall. Im Rahmen der Therapie der IA wurden Caspofungin und Voriconazol am häufigsten eingesetzt. Die Behandlungsdauer von Echinocandinen und Caspofungin korrelierte mit einer höheren Überlebensdauer nach LTX (p=0,037 und p=0,045). In der Überlebenszeitanalyse zeigte sich ein längeres Überleben von Patienten mit Echinocandin-Therapie (p=0,009). Es gelang folgende signifikante, prognostisch ungünstige Faktoren bei LTX-Patienten mit herauszuarbeiten:
⎯ Dialyse vor LTX (N=6, p=0,010)
⎯ Dialyse nach LTX (N=21, p=0,013)
⎯ Re-Laparatomie (N=13, p=0,009).
Insgesamt zeigen die Ergebnisse die Bedeutsamkeit einer Überwachung der perioperativen Nierenfunktion im Hinblick auf die Vermeidung einer prä- oder postoperativen Dialyse und somit Reduzierung des Infektionsrisikos für IA. Darüber hinaus sollten Patienten mit erneuter Laparatomie nach LTX frühzeitig als Hochrisikopatienten im Hinblick auf IA eingestuft werden. Die Therapie mit Echinocandinen hatte einen positiven Effekt auf die Überlebenszeit. Ob LTX-Patienten mit HU-Status, Retransplantation und Diabetes mellitus als Risikopatienten einzustufen sind, konnte diese Studie nicht ausschließen. Dies sollte in Zukunft Zustand weiterer Forschung sein.
Kurzfassung auf Englisch: The aim of the present study was to collect clinical characteristics, diagnostic findings and therapeutic strategies in patients with IA after LTX and to investigate these data with respect to their prognostic relevance for the outcome of IA. Risk factors were identified and evaluated with regard to survival of the population. The data of 23 patients with IA was collected from patient files of the years 2006-2015 and statistically evaluated. The results were discussed on the basis of numerous studies.
Four patients with confirmed IA and 19 patients with probable IA were included in the study. The IA occurred median seven days after LTX. In most cases (N=18) the lung was affected. Only 17.4% of the patients had a disseminated disease. Caspofungin and Voriconazole were most frequently used in IA therapy. The treatment duration of echinocandins and caspofungin correlated with a higher survival time after LTX (p=0.037 and p=0.045). Furthermore, the survival analysis showed a longer survival of patients with echinocandin therapy (p=0.009). The following significant negative prognostic factors were identified:
⎯ Dialysis before LTX (N=6, p=0.010)
⎯ Dialysis after LTX (N=21, p=0.013)
⎯ Re-laparatomy (N=13, p=0.009).
Overall, the results show the importance of monitoring perioperative renal function in order to avoid pre- or post-operative dialysis and thus reduce the risk of IA-infection. In addition, patients with laparatomy after LTX should be classified early as high-risk patients with regard to IA. Therapy with echinocandins had a positive effect on survival time. This study could not show that LTX patients with HU status, retransplantation or diabetes mellitus should be classified as risk patients. This should be the state of further research.

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