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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-33130
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2007/3313/


Die Entwicklung einer Moderationsmethode für Ethikkommissionen

Development of a moderation method for ethics commissions

Heitkamp, Imke

Originalveröffentlichung: (2007) Witte, E. H. & Heitkamp, I. (2005). Empirical research on ethics: The influence of social roles on decisions and on their ethical justification. (Hamburger Forschungsbericht zur Sozialpsychologie Nr. 61). Hamburg: Universität Hamburg, Arbeitsgruppe Sozialpsychologie. Witte, E. H. & Heitkamp, I. (2005). Die Aufgabe von Ethik-Komitees: eine komplexe Gruppenleistung. Erwägen, Wissen, Ethik, 16 (1), 73-74.
pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Ethik-Kommission , Sozialpsychologie , Gruppenforschung , Praktische Ethik , Moderation , Wirtschaftsethik , Nationaler Ethikrat
Freie Schlagwörter (Deutsch): Empirische Ethikforschung , Prozedurale Moderation (PROMOD)
Freie Schlagwörter (Englisch): Empirical ethics research , ethics commission , social psychology , small group research
Basisklassifikation: 77.60
Institut: Psychologie
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Witte, Erich H. (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 25.04.2007
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 29.05.2007
Kurzfassung auf Deutsch: Zunehmend werden Ethikkommissionen zur Lösung drängender ethischer Probleme eingesetzt. Deren aus sozialpsychologischer Sicht komplexen Gruppenleistungen werden bisher aber nicht evaluiert. In der vorliegenden Untersuchung wurde eine Moderationsmethode entwickelt, die die Leistung von Ethikkommissionen steigern soll, da Grund zu der Annahme besteht, dass die Leistungen unter ihrem Potential bleiben. Zudem wurden Evaluationskriterien erarbeitet, mit denen die Güte der Gruppenleistung getestet wurde. Es wurden 50 Dreiergruppen gebildet (N = 150), die darüber diskutierten, ob eine fiktive Handyfirma ihre Produktion von Deutschland ins Ausland verlagern sollte. Gegenüber der Kontrollgruppe (n = 25), die das wirtschaftsethische Problem unter realen Bedingungen diskutiert hatte, zeigte die Versuchsgruppe (n = 25), die dasselbe Problem unter Anleitung bearbeitet hatte, einen effizienteren Problemlöseprozess und bessere Leistungen in der sachlichen Begründung wie in der ethischen Rechtfertigung ihrer getroffenen Entscheidung. Durch die Gruppenmoderation ließ sich erreichen, dass verschiedene ethische Positionen bei den Rechtfertigungen ausgeglichener berücksichtigt werden und unabhängig von der Entscheidungsrichtung genannt werden. Bei der Realgruppe war die Entscheidungsrichtung einer Gruppe mit einem bestimmten Rechtfertigungsmuster verknüpft. Keinen Einfluss hatte die Moderation auf die Entscheidungsrichtung der Gruppen. Auf individueller Ebene hingegen konnte gezeigt werden, dass die Moderation den Einfluss von sozialen Rollen bei der Entscheidung schmälert. Die Ergebnisse sprechen dafür, Ethikkommissionen von einem geschulten Moderator anleiten zu lassen, um deren Effizienz zu steigern und den Umgang mit moralischen Problemen zu erleichtern. Besonders bei der Entwicklung von Evaluationskriterien wären weitere Forschungsaktivitäten wünschenswert.
Kurzfassung auf Englisch: Ethics commissions are constituted to solve ethical problems. However, the performance of ethics commissions has not been evaluated yet. From a social psychological point of view, their task is a complex group performance. The following dissertation deals with the development of a method of leading groups through the process of discussing an ethical problem. This moderation method should increase the group performance which in all probability does not tap the full potential. In addition, criteria were developed to evaluate the quality of group performance. A total of 50 triads (N = 150) discussed the ethical problem if a fictive mobile company should transfer its production abroad or not. The experimental group (n = 25) discussed the ethical problem while being leaded whereas the control group (n = 25) discussed on normal group conditions. The led group showed a more efficient process of problem solving and better performances as to the factual and ethical justification of their decision. The leading of groups resulted in a balanced justification by means of different ethical positions. Additionally, the justification of led groups was independent of the direction of the decision. In contrast to that showed the control group decisions that were dependent on patterns of justification. The leading of the group had no influence on group decisions. Nevertheless, on an individual level could be proved that the leading of groups decreased the influence that social roles have on the direction of a decision. The results of the investigation allowed to draw the conclusion that ethics commissions should be led in order to increase their performance and to make the handling of ethical problems easier. Especially a further development of evaluation criteria is desirable.

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