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Titel: Diagnostische Methoden im Vergleich bei angstnahen Persönlichkeitsstörungen
Sonstige Titel: Comparison of diagnostic methods for Cluster C personality disorders
Sprache: Deutsch
Autor*in: Schröder, Katrin
GND-Schlagwörter: Persönlichkeitsstörung; Diagnostik; Validität
Erscheinungsdatum: 2004
Tag der mündlichen Prüfung: 2005-03-09
Zusammenfassung: 
Zur Überprüfung der konvergenten und diskriminanten Validität von Methoden zur Diagnose von Persönlichkeitsstörungen werden drei Instrumente miteinander verglichen. Die Ergebnisse der Untersuchung der Validität der drei Methoden ähneln weitgehend den Resultaten der referierten Studien. Die Übereinstimmung der Diagnosen ist höher, wenn die Diagnostik mit der dimensionalen Betrachtungsweise erfolgt. Die Überprüfung der Abgrenzung der einzelnen Persönlichkeitsstörungen in und zwischen den Instrumenten ergibt in mehreren Fällen sehr starke Beziehungen zwischen den Persönlichkeitsstörungen, insbesondere zwischen der Ängstlichen und der Abhängigen Persönlichkeitsstörung. Da die Persönlichkeitsstörungen aber nicht ohne weiteres als voneinander abgrenzbare Entitäten zu verstehen sind, bilden diese Zusammenhänge möglicherweise zum Teil die Realität der nicht distinkten Krankheitsbilder ab. Des weiteren muß auch berücksichtigt werden, daß die Methoden nur eine so gute diskriminante Validität besitzen können, wie die zugrundeliegenden Klassifikationen. Vor diesem Hintergrund kann die Übereinstimmung der Methoden hinsichtlich sechs der neun untersuchten Persönlichkeitsstörungen bei der Verwendung der dimensionalen Klassifikation als für klinische und wissenschaftliche Zwecke ausreichend bezeichnet werden.
Bei der Erfassung der Dimensionen des NEOCAR-Systems ergeben sich Persönlichkeitsprofile der Cluster C Persönlichkeitsstörungen, die weitgehend den gängigen Beschreibungen in der wissenschaftlichen Literatur entsprechen. In dieser Studie wurde ein starker Zusammenhang der Anankastischen Persönlichkeitsstörung mit der Dimension Conscientiousness gefunden, der sich in dieser ausgeprägten Form in den Studien, in denen das herkömmliche Five-Factor Model erhoben wurde, nicht ergab.
Eine Beeinflussung der Erfassung der Persönlichkeitsstörungen durch gleichzeitig vorhandene Achse-I-Störungen kann nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Der Vergleich der Über¬ein¬stim¬mung der Methoden zur Diagnostik von Persönlichkeitsstörungen und die Korrelation mit den Symptomskalen zeigt jedoch in den meisten Fällen, daß die Koeffizienten zwischen den drei Methoden zur Diagnostik der Persönlichkeitsstörungen höher sind, als die der Korrelationen mit den Symptomskalen. Dabei fällt vor allem die Symptomskala der Sozialen Gehemmtheit heraus. Hinsichtlich der Ängstlichen Persönlichkeitsstörung ist dies aufgrund des postulierten Kontinuums zwischen dieser und der Sozialen Phobie nur folgerichtig. Bei der Abhängigen Persönlichkeitsstörung spiegelt es die hohen Korrelationen dieser mit der Ängstlichen Persönlichkeitsstörung wider.
Die möglicherweise zugrundeliegenden Ursachen der Unterschiede des Korrelationsverhaltens der drei Methoden werden diskutiert.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/1005
URN: urn:nbn:de:gbv:18-25294
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Naber, Dieter (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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