Titel: Stellenwert der Kardio-MRT zur Beurteilung der diastolischen linksventrikulären Funktion bei kompetitiven männlichen Triathleten
Sprache: Deutsch
Autor*in: Jungesblut, Johanna
GND-Schlagwörter: Kardio-MRT
Erscheinungsdatum: 2022
Tag der mündlichen Prüfung: 2023-02-21
Zusammenfassung: 
Mithilfe der kardialen Magnetresonanztomographie (CMR) und der Late- Gadolinium-Enhancement (LGE) Technik wurde im Rahmen mehrerer Studien eine erhöhte Inzidenz von fokaler Myokardfibrose bei Ausdauersportlern beobachtet, wobei die Folgen für die Herzfunktion nur unzureichend untersucht sind. Das Ziel dieser Arbeit war es Veränderungen der diastolischen linksventrikulären Funktion von männlichen Triathleten im Vergleich zu nicht- sportlichen Probanden mittels CMR zu charakterisieren. Das Patientenkollektiv umfasste 101 männliche Triathleten und 28 männliche Nicht-Sportler, die mittels Leistungsdiagnostik und CMR untersucht wurden. Dabei wurden das Auftreten einer fokalen Myokardfibrose, die Herzvolumina und -funktion sowie die links ventrikuläre diastolische Funktion analysiert.
Die LV-Masse war bei Triathleten größer als bei Kontrollen (82 ±12 vs. 65 ±9 g/m2, P<0,0001). 20% der Triathleten (LGE+) und kein Proband wiesen eine fokale Myokardfibrose auf. Im Leistungstest erreichten LGE+ Triathleten einen signifikant höheren maximalen systolischen Belastungs-Blutdruck als LGE- Triathleten (218 ±24 vs. 196 ±29 mmHg, P<0,01) und hatten eine signifikant höhere LV-Masse (88 ±10 vs. 80 ±12 g/m2, P<0,01). LGE- Triathleten zeigten eine supranormale verbesserte diastolische LV-Funktion im Sinne einer leichteren Füllung des linken Ventrikels bei geringerem Widerstand durch das linksventrikuläre Myokard, während die LGE+ Triathleten eine pseudonormale diastolische LF Funktion mit erniedrigter Ratio der Füllungsraten (1,6 ±0,7) im Vergleich zu den LGE+ Triathleten mit 2,1 ±1,0 (P<0,05) zeigten, was auf eine Einschränkung der linksventrikulären diastolischen Füllung im Sinne einer diastolischen Dysfunktion Grad 2 in Ruhe bei den LGE+ Triathleten zurückschließen lässt.
Es wird deutlich, dass eine linksventrikuläre Hypertrophie und ein erhöhter Blutdruck unter Belastung einen negativen Effekt auf die diastolische LV- Funktion bei LGE+ Triathleten hat. Die Langzeitfolgen und die klinischen Konsequenzen dieser Befunde sind zurzeit unklar, sodass Nachfolgeuntersuchungen und weitere Studien bei kompetitiven Athleten mit und ohne LGE sinnvoll sind.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/10112
URN: urn:nbn:de:gbv:18-ediss-107290
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Tahir, Enver
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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