Titel: Untersuchung der Zellteilung von Herzmuskelzellen bei Kindern mit angeborenen Herzfehlern
Sprache: Deutsch
Autor*in: Haniel, Franziska
Schlagwörter: Kardiomyozytenproliferation; zyanotische Herzfehler; regenerative Medizin; Zellteilung
Erscheinungsdatum: 2023
Tag der mündlichen Prüfung: 2023-10-10
Zusammenfassung: 
Zusammenfassend wurde in dieser Arbeit Proben von Kindern mit angeborenen Herzfehlern, unterschiedlichsten Alters, Ätiologie des Herzfehlers und Sauerstoffsättigungen untersucht und deren Kardiomyozytenproliferation mittels immunhistochemischer Untersuchung gegeneinander verglichen. Die Grundlagenforschung um die Kardiomyozytenregeneration ist ein viel erforschtes und auch heutzutage noch viel diskutiertes Thema. Jedoch beziehen sich die Ergebnisse meist auf in vitro Untersuchungen und Tiermodelle. Die in vivo Untersuchung der Aktivität von Herzmuskelzellen bei Kindern mit angeborenen Herzfehlern ist zum jetzigen Zeitpunkt nach wie vor eine absolute Rarität. Ergebnisse können aufgrund der fehlenden Datenlage und kleinen Probandenanzahl aufgrund der schwierigen Verfügbarkeit von humanen Proben nur spekulativ betrachtet werden. Trotzdem ist die Untersuchung der humanen Kardiomyozyten von elementarer Bedeutung für die zukünftige bestmögliche Therapie dieser Patienten. Innerhalb dieser Arbeit konnte ich die Hypothese, dass die Zellzyklusaktivität in jüngeren Patienten gesteigert ist, im Vergleich zu älteren Kindern, bestätigen. Zudem wurden in diesem Patientenkollektiv, wenn auch nur wenige, jedoch sehr junge Patienten < 4 Wochen eingeschlossen. Nach meinem besten Wissen gibt es bisher keine publizierte Studie, die Herzmuskelgewebe von so jungen Patienten mit angeborenen Herzfehlern untersucht hat. Aufgrund des jungen Alters und der Studienergebnisse in Tiermodellen, die zeigen, dass es kurz postnatal noch eine gesteigerte Proliferationsfähigkeit von Herzmuskelzellen gibt, gehen wir davon aus, dass unsere Daten eine überdurchschnittlich hohe Anzahl von proliferierenden Kardiomyozyten gezeigt haben. Auch die „Hypoxie-Frage“ habe ich mir in dieser Arbeit gestellt und auch hier stimmen die Ergebnisse dieser Arbeit mit der aktuellen Studienlage überein. Es gibt Hinweise dafür, dass eine moderate Hypoxie auch bei Kindern mit angeborenen Herzfehlern, förderlich für die Stimulation von Herzmuskelzellen sein könnte. Um gefestigte Aussagen und Empfehlungen für die optimale Therapie von Kindern mit angeborenen Herzfehlern machen zu können, braucht es jedoch noch viele ausführlichere Studien. Nichtsdestotrotz gibt diese Arbeit Mut und Hoffnung darauf, dass das Feld der
regenerativen Medizin, im Hinblick auf die Versorgung von Kindern mit angeborenen Herzfehlern, noch vielversprechende Ergebnisse und Erkenntnisse mit sich ziehen wird.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/10560
URN: urn:nbn:de:gbv:18-ediss-113188
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Kozlik-Feldmann, Rainer
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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