| Titel: | Ungleichheiten in der Behandlung und dem Ausgang von Nierenersatztherapien bei Kindern mit Begleiterkrankungen: Eine ESPN/ERA Registry Studie | Sprache: | mehrsprachig | Autor*in: | Dupont, Simeon | Erscheinungsdatum: | 2024 | Tag der mündlichen Prüfung: | 2025-10-28 | Zusammenfassung: | Die Nierentransplantation (NT) bei Kindern mit Bedarf einer Nierenersatztherapie (NET) gilt wegen besseren Langzeitüberlebens und höherer Lebensqualität als der Dialyse überlegen. Kinder mit terminalen Nierenerkrankungen haben häufig Begleiterkrankungen, die andere Organsysteme betreffen. Diese erhöhen nicht nur die Krankheitslast und Mortalität, sondern beeinflussen häufig auch die NET, mit direkter Relevanz für die Behandlung und Prognose der renalen Grunderkrankung. Für die Studie wurde aus dem europäischen Register für Kinder mit Nierenerkrankungen (''ESPN/ERA Registry'' (European Society for Paediatric Nephrology/European Renal Association)) eine Datenanalyse erstellt, in der der Krankheitsverlauf und Therapieentscheidungen (Dialyse vs Transplantation) sowie deren Konsequenzen, zwischen Patienten mit und ohne Begleiterkrankungen verglichen wurden. Als klinische Endpunkte wurden Mortalität, der Zugang zur Transplantation, sowie (funktionelles) Transplantatüberleben beobachtet und ausgewertet. Wir konnten Daten von insgesamt 4127 Patienten aus 22 europäischen Ländern, im Alter von unter 20 Jahren zum Beginn der NET, über den Zeitraum von 2007 bis 2017 einbeziehen. Ein Drittel der Patienten (33%, Tendenz steigend), mit noch größerem Anteil in den höheren Einkommensländern (43%), wiesen Begleiterkrankungen auf. Diese Patienten haben seltener und später eine NT erhalten (aHR 0.67, 95% CI: 0.61 - 0.74) und hatten eine höhere Mortalität unter Dialysetherapie (aHR 1.60; 95% CI: 1.21-2.13) als Patienten ohne Begleiterkrankungen. Beide Effekte waren besonders ausgeprägt in Ländern mit niedrigerem Einkommen. Nach einer erfolgten NT hingegen zeigten die Kinder mit Begleiterkrankungen über einen Beobachtungszeitraum von 5 Jahren eine ähnliche Mortalität und Transplantatüberleben wie die Kohorte ohne Begleiterkrankungen. Diese Ergebnisse unterstreichen die Wichtigkeit einer frühen Evaluation für eine Nierentransplantation auch, und insbesondere, bei Kindern mit Begleiterkrankungen. Besonders in Ländern mit geringeren Ressourcen können verzögerte Transplantationen eine modifizierbare Hürde bei diesen Patienten darstellen, welche vermutlich das Gesamtüberleben sowie auch die Lebensqualität dieser Patienten einschränken. Weitere Untersuchungen sollten unternommen werden, um die spezifischen Hindernisse dieser Patienten für die Eignung einer Nierentransplantation herauszufinden und behandeln zu können. |
URL: | https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/12097 | URN: | urn:nbn:de:gbv:18-ediss-133758 | Dokumenttyp: | Dissertation | Betreuer*in: | Oh, Jun |
| Enthalten in den Sammlungen: | Elektronische Dissertationen und Habilitationen |
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| Dissertation Publikationspromotion_Comorbidities_final_20251223.pdf | 28d4f0e28936b559d1a9fa69b1690dc2 | 8.46 MB | Adobe PDF | ![]() Öffnen/Anzeigen |
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