| Titel: | Bibliometrische Untersuchung der Publikationsleistung von Chef- und Oberärzt:innen der deutschen universitären Neurochirurgie | Sprache: | Deutsch | Autor*in: | Ghalib, Jonas | GND-Schlagwörter: | BibliometrieGND NeurochirurgieGND RankingGND |
Erscheinungsdatum: | 2025 | Tag der mündlichen Prüfung: | 2025-12-17 | Zusammenfassung: | Die Bibliometrie ist ein wissenschaftliches Methodenfeld, welches sich mit der Erhebung und Auswertung von Publikationen befasst. Studien zu anderen operativen Fachdisziplinen konnten bereits erhebliche Unterschiede in den erbrachten Publikationsvolumina von Chef- und Oberärzten deutscher Universitätskliniken belegen. Die bereits etablierte Methodik sollte nun zur Auswertung der universitären deutschen Neurochirurgie herangezogen werden. Hierzu wurden mittels einer PubMed Recherche sämtliche Erst- und Letztautorschaften von Chef- und Oberärzten der universitären Neurochirurgie in Deutschland erhoben. Die 345 Mitarbeiter, welche an den 41 Kliniken beschäftigt waren, kamen in Summe auf 2962 Publikationen (Doppelautorschaften ausgeschlossen) mit einem kumulierten Impact-Faktor von 8072,0. Die Publikationen waren ungleich auf die Kliniken verteilt und reichten von 247 der erstplatzierten bis zu 16 Publikationen der letztplatzierten Klinik. Die Publikationen pro Mitarbeiter reichten von 21,4 bis 2,3. Die häufigsten Fachgebiete zu welchen publiziert wurden war die Neuroonkologie (31 %), Allgemeine Neurochirurgie (26 %) und Vaskuläre Neurochirurgie (20,5 %). Frauen machten 23,2 % der untersuchten Mitarbeiter aus. Sie publizierten signifikant weniger als ihre männlichen Kollegen, erzielten jedoch in der individuellen Bewertung der Arbeiten anhand des Impact-Faktors gleiche Werte. Die Spannweite der untersuchten Kliniken konnte für die Neurochirurgie in ähnlichem Maße bereits in anderen Ländern nachgewiesen werden. Auch in anderen operativen Fachbereichen deutscher Universitätskliniken konnte eine enorme Ungleichheit in den Publikationszahlen festgestellt werden. Im Vergleich mit diesen Fächern konnte sich die Neurochirurgie insbesondere hinsichtlich des Anteils publizierender Mitarbeiter, dem Frauenanteil sowie der durchschnittlichen Impact-Faktoren pro Publikation mit überdurchschnittlichen Werten beweisen. Die Ursachen für die aufgezeigten Differenzen konnten nicht identifiziert werden, unterschiedliches Engagement zur wissenschaftlichen Arbeit an den Kliniken kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Weitere Untersuchungen zu der Forschungsmotivation an Universitätskliniken wären angebracht. Es sollten Bestrebungen seitens der Politik sowie der Kliniken erfolgen, um ein Angleichen der Leistungen inaktiverer Kliniken zu bewerkstelligen, und somit schlussendlich eine Stärkung der neurochirurgischen Forschung in Deutschland zu erreichen. |
URL: | https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/12099 | URN: | urn:nbn:de:gbv:18-ediss-133764 | Dokumenttyp: | Dissertation | Betreuer*in: | Debus, Eike Sebastian Grundmann, Reinhart Thomas |
| Enthalten in den Sammlungen: | Elektronische Dissertationen und Habilitationen |
Dateien zu dieser Ressource:
| Datei | Prüfsumme | Größe | Format | |
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| Dissertation.pdf | 6aef6b49ce9c8b08648e8dac0cf17d1b | 3.03 MB | Adobe PDF | Öffnen/Anzeigen |
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