| Titel: | Bedeutung der hochauflösenden Ösophagusmanometrie für die Diagnostik achalasieartiger Erkrankungen - Vergleich des internationalen Standardverfahrens mit der 24h-Impedanzmanometrie | Sonstige Titel: | Significance of High-Resolution Esophageal Manometry for the Diagnosis of Achalasia-Like Disorders – Comparison of the International Standard Procedure with 24-Hour Impedance Manometry | Sprache: | Deutsch | Autor*in: | Boedler, Marek Ivo | Schlagwörter: | Manometrie; Langzeitmanometrie; 24h-Manometrie; Chicago-Klassifikation; Ösophagusmotilitätsstörung | GND-Schlagwörter: | AchalasieGND DruckmessungGND MotilitätsstörungGND ImpedanzmessungGND DysphagieGND |
Erscheinungsdatum: | 2024 | Tag der mündlichen Prüfung: | 2025-12-15 | Zusammenfassung: | Ösophagusmotilitätsstörungen können mit Dysphagie, retrosternalen Schmerzen, beeinträchtigtem Nahrungstransport und einer erheblichen Reduktion der Lebensqualität einhergehen. Die Diagnosestellung erfolgt über die hochauflösende Ösophagusmanometrie (HRM). Standardverfahren verwenden definierte Wasserschlucke (W-HRM) und ggf. eine Testmahlzeit (z.B. Reis, R-HRM). Da jedoch Symptome hypertensiv-spastischer Motilitätsstörungen oft nur intermittierend auftreten, ist anzunehmen, dass die HRM über 24 Stunden (LZ-HRM) mit einer erhöhten Sensitivität einhergeht und zusätzlich Erkenntnisse zur zirkadianen Variabilität der Ösophagusmotilität liefern kann. Hierfür wurden Daten von 75 Patienten mit nicht kardialem Thoraxschmerz bzw. nicht obstruktiver Dysphagie, die im Abstand von maximal sechs Monaten eine W-, R- und LZ-HRM unterliefen, ausgewertet und verglichen. Dabei wurden die Diagnosekriterien der Chicago-Klassifikation 3.0 angewandt (adaptiert für R-/LZ-HRM). Die R-HRM konnte die diagnostische Ausbeute hypertensiv-spastischer Motilitätsstörungen im Vergleich zur W-HRM um 74 % steigern. Die LZ-HRM verbesserte die Ausbeute um weitere 64 % (vs. R-HRM) bzw. um 184 % (vs. W-HRM) und wies bei etwa 50 % der Patienten mit Achalasie Typ I oder II laut Standardverfahren wiederholte Spasmen im Tagesverlauf nach. Abgesehen vom integrierten Relaxationsdruck (IRP) existierte für alle Parameter eine mindestens moderate Korrelation über die Verfahren hinweg. Innerhalb der LZ-HRM zeigte sich im Vergleich von prandialen und interdigestiven Phasen und im Vergleich von Tag und Nacht stets eine starke Korrelation für alle Parameter. Eine Unterteilung in Vier-Stunden-Intervalle ergab für alle Parameter eine signifikante zirkadiane Variabilität. Die Kontraktilität des ösophagogastralen Übergangs war während der Mahlzeiten am höchsten, nachts (22 bis 2 Uhr) am niedrigsten, auch der IRP war nachts (2 bis 6 Uhr) am geringsten. Die stärkste tubuläre Kontraktilität fand sich interdigestiv (6 bis 10 Uhr). Die distale Latenz war nachts (2 bis 6 Uhr) am kürzesten. Die LZ-HRM scheint Kurzzeituntersuchungen in der Erkennung von hypertensiv-spastischen Motilitatsstörungen deutlich überlegen zu sein und führt bei einem Teil der Patienten mit Achalasie Typ I bzw. II laut W-/R-HRM zu einer Verschiebung der Diagnose zu Typ III. Ein wichtiger Grund hierfür könnte in der zirkadianen Variabilität der Ösophagusmotilität liegen, die durch Kurzzeituntersuchungen nicht ausreichend erfasst wird. Mögliche klinische Konsequenzen müssen weiter untersucht werden. |
URL: | https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/12154 | URN: | urn:nbn:de:gbv:18-ediss-134397 | Dokumenttyp: | Dissertation | Betreuer*in: | Rösch, Thomas |
| Enthalten in den Sammlungen: | Elektronische Dissertationen und Habilitationen |
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| Dissertation_Marek_Boedler_EDiss.pdf | 8357492fdd7a0480292bf5aa5c8ccda7 | 11.26 MB | Adobe PDF | Öffnen/Anzeigen |
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