| Titel: | Anogenital high-risk HPV prevalence and screening considerations in female transplant recipients: A cross-sectional study | Sonstige Titel: | Anogenitale Prävalenz von high-risk-HPV und Screening-Überlegungen bei organtransplantierten Frauen: Eine Querschnittsstudie | Sprache: | Englisch | Autor*in: | Sachs, Charlotte Lara Marie | Schlagwörter: | hr-HPV; Anogenital | GND-Schlagwörter: | Humanes PapillomavirusGND TransplantationGND PrävalenzGND ImmunsuppressionGND VorsorgeuntersuchungGND |
Erscheinungsdatum: | 2025 | Tag der mündlichen Prüfung: | 2026-01-22 | Zusammenfassung: | Diese Studie untersuchte die Prävalenz von anogenitalen hrHPV-Infektionen bei organtransplantierten Patientinnen und untersuchte relevante Risikofaktoren. Es wurden Frauen einbezogen, die sich einer Nieren- und/oder Lebertransplantation unterzogen hatten, und sowohl zervikale als auch anale Abstriche wurden auf HPV getestet, während demografische, klinische und Verhaltensdaten mittels Fragebögen und Krankenakten erhoben wurden. Die Analyse von 201 Frauen ergab, dass die cervicale hrHPV Prävalenz bei 15,9 % und die anale hrHPV Prävalenz bei 20,3 % lag, wobei eine hohe Rate an Koinfektionen zu verzeichnen war, da fast 69 % der Frauen, die im Gebärmutterhals hrHPV-positiv waren, auch im Analbereich hrHPV trugen. Es konnte kein Zusammenhang zwischen der hrHPV-Prävalenz und transplantationsspezifischen Faktoren wie Art, Dauer oder Intensität der immunsuppressiven Therapie gezeigt werden. Der einzige Risikofaktor scheint die Immunsuppression selbst zu sein. Stattdessen wurden etablierte Risikofaktoren wie Sexualverhalten, eine höhere Anzahl von Sexualpartnern und ein jüngeres Alter als signifikante Faktoren für eine hrHPV-Infektion bestätigt. Bei Nachuntersuchungen von Patientinnen mit hrHPV-positiven Abstrichen wurden vier Fälle von hochgradiger intraepithelialer Neoplasie festgestellt, die durch den Pap-Abstrich allein nicht immer erkannt worden waren. Die HPV-Impfquote war sehr niedrig, nur 12,4 % der Teilnehmerinnen gaben an, geimpft zu sein. Im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung war die Prävalenz von hrHPV im Gebärmutterhals bei Transplantationsempfängerinnen, insbesondere bei Frauen über 30, mehr als doppelt so hoch. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die aktuellen Screening-Strategien für diese Hochrisikogruppe möglicherweise angepasst werden müssen. HrHPV-positive transplantierte Patientinnen könnten unabhängig von den zytologischen Ergebnissen von einer kolposkopischen Untersuchung profitieren. Eine hrHPV-Positivität im Gebärmutterhals, insbesondere mit HPV16, könnte als Grund für ein gezieltes Analscreening verwendet werden. Insgesamt haben transplantierte Patientinnen eine erhöhte Prävalenz von hrHPV-Infektionen und intensive Vorsorgeuntersuchungen in Kombination mit verbesserten Impfstrategien könnten für diese gefährdete Gruppe von Vorteil sein. |
URL: | https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/12167 | URN: | urn:nbn:de:gbv:18-ediss-134566 | Dokumenttyp: | Dissertation | Betreuer*in: | Wölber, Linn |
| Enthalten in den Sammlungen: | Elektronische Dissertationen und Habilitationen |
Dateien zu dieser Ressource:
| Datei | Prüfsumme | Größe | Format | |
|---|---|---|---|---|
| Charlotte Sachs Dissertation EDISS.pdf | fe157edb0c89cabfe80549ab049760a1 | 1.62 MB | Adobe PDF | Öffnen/Anzeigen |
Info
Seitenansichten
Letzte Woche
Letzten Monat
geprüft am null
Download(s)
Letzte Woche
Letzten Monat
geprüft am null
Werkzeuge