| Titel: | Qualität und Wahrnehmung der präoperativen Anästhesieaufklärung bei älteren Patienten | Sprache: | Deutsch | Autor*in: | Baumer, Julia | Schlagwörter: | Ältere Patienten; Narkoseaufklärung | Erscheinungsdatum: | 2025 | Tag der mündlichen Prüfung: | 2026-02-12 | Zusammenfassung: | Hintergrund und Ziel der Studie Das Konzept des „informed Consent“ hat in der modernen Medizin nicht nur ethische und forensische Bedeutung, sondern auch das Potential, das postoperative Ergebnis und die Zufriedenheit von Patienten zu verbessern. Inwiefern „informed Consent“ bei älteren Patienten durch das Prämedikationsgespräch mit Anästhesisten erreicht wird, ist bisher nicht untersucht. Auch zur unterschiedliche Wahrnehmung des Prämedikationsgespräches durch Ärzte und geriatrische Patienten fehlen bisher Studien. Material und Methoden Patienten über 65 Jahren, welche ein Prämedikationsgespräch im Universitätsklinikum Eppendorf hatten, wurden präoperativ per Fragebogen (nach dem Arztgespräch) und sowie eine Woche postoperativ telefonisch befragt. Der „informed Consent“ wurde durch validierte Fragebögen sowie selbst formulierte Fragen erfasst. Zusätzlich wurden präoperativ Autonomiebedürfnis, Gesundheitskompetenz, Gebrechlichkeit und Funktionsstatus und der Vergleich der Wahrnehmung durch Ärzte und Patienten untersucht. Die Auswertung erfolgte mittels Korrelationstest nach Spearman und zweiseitigem T-Test. Ergebnisse und Diskussion In dieser Arbeit wurden 150 Patienten und 37 Ärzte befragt. Den präoperativen Fragebogen beantworteten 113 Patienten, den postoperativen Fragebogen 106 Patienten und den Ärztefragebogen 37 Ärzte. Die Bewertung und Wahrnehmung eines „informed consent“ war aus Patientenperspektive postoperativ schlechter als präoperativ (p= 0,03). Es lag eine Korrelation der Bewertung des „informed consent“ mit Bildungsgrad (p=0,008), sozialer Situation (p 0,025) und Gesundheitskompetenz (p<0,01) vor. Patienten und Ärzte nahmen das Aufklärungsgespräch unterschiedlich wahr. Gesundheitskompetenz sowie geistige Leistungsfähigkeit ihrer Patienten stuften die Ärzte positiver ein als die Patienten selbst, das Informationsbedürfnis hingegen wurde durch die Ärzte unterschätzt. Schlussfolgerung Der „informed consent“ bei älteren Patienten wird bisher nur teilweise erreicht und die Kommunikation zwischen Ärzten und älteren Patienten weist Defizite auf. Weitere Studien sollten den „informed consent“ besonders mit Blick auf Partizipation durch die Patienten näher untersuchen und die Wahrnehmung der Aufklärung von Ärzten und älteren Patienten im Detail evaluieren. |
URL: | https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/12217 | URN: | urn:nbn:de:gbv:18-ediss-135262 | Dokumenttyp: | Dissertation | Betreuer*in: | Olotu, Cynthia |
| Enthalten in den Sammlungen: | Elektronische Dissertationen und Habilitationen |
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|---|---|---|---|---|---|
| Myrau_Julia_16_02_2026.pdf | 2998d38133c44e3d350bc5baf69488e3 | 1.16 MB | Adobe PDF | ![]() Öffnen/Anzeigen |
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