Titel: Mediated Public Trust in Science: Tracing Trust Cues Between Media Content About Science and Its Audiences
Sprache: Englisch
Autor*in: Schröder, Justin Tim
Schlagwörter: Trust in Science; Epistemic Trust; Trust Cues; Methodological Triangulation; Gender Differences; Digital Communication
GND-Schlagwörter: WissenschaftskommunikationGND
VertrauenGND
GenderGND
InhaltsanalyseGND
GruppeninterviewGND
FragebogenGND
Erscheinungsdatum: 2025
Tag der mündlichen Prüfung: 2026-02-26
Zusammenfassung: 
Scientific information often serves as the basis for both individual and collective decision-making. In this sense, most people engage with science not directly, but indirectly – primarily through media. To engage with scientific information, trust in science is essential. This trust is mediated through media and its content, positioning the media as an intermediary of trust that facilitates trust relationships between subjects of trust (publics) and objects of trust (science). To provide a structured overview of the research landscape, this dissertation first defines mediated public trust in science and conceptually distinguishes it from related constructs such as trustworthiness and credibility (Chapter 2). For a better understanding, an analytical framework was developed: the Model of Mediated Public Trust in Science Evaluation (Chapter 3). This model reveals a significant research gap: There is currently no systematic research on how trust is conveyed on the information level in media content and how it is perceived by audiences. Consequently, the central research question guiding this work is: How is public trust in science mediated in content about science and its audiences?
To investigate this question, the concept of trust cues is introduced. Trust cues are defined as linguistic markers and information that signal reasons to trust in science. Based on this concept, the model, and the theoretical groundwork, five subordinate research questions have been developed (Chapter 4). These research questions focus on the identification of trust cues, their comparison across media types, gender-specific differences in trust cues referring to female and male scientists (as central actors in content about science), the effects of trust cue exposure, and the perception and evaluation of trust cues by audiences. These questions are addressed using a methodological triangulation, combining both qualitative and quantitative approaches and address this subject from two perspectives: the media content perspective and the audience perspective. In this way, a comprehensive understanding of mediated public trust in science via trust cues can be reached. The findings (Chapter 5) show that trust cues refer to different aspects of scientific actors, signaling expertise, integrity, benevolence, transparency, and dialogue. Scientists are identified as the most central objects of trust, with notable gender differences in how they are represented. Furthermore, the media uses trust cues in distinct ways, which have different effects on various trust groups within the general German population. Audiences recognize and actively use these trust cues as a basis for trust conclusions, yet a mismatch becomes evident between the cues that are most frequently used in media and those that audiences perceive as most relevant. This dissertation contributes to the field of science communication research by enabling an in-depth discussion of mediated public trust in science (Chapter 6). It helps close an important research gap by clarifying how trust in science can be analyzed at the level of information conveyed through media content.

Wissenschaftliche Informationen dienen häufig als Grundlage für individuelle und kollektive Entscheidungen. Die meisten Menschen kommen nicht direkt, sondern vor allem indirekt – und dabei primär über Medien – mit Wissenschaft in Kontakt. Um sich aktiv mit wissenschaftlichen Informationen auseinanderzusetzen, ist Vertrauen in Wissenschaft eine zentrale Voraussetzung. Dieses Vertrauen wird durch Medien und ihre Inhalte vermittelt, wodurch Medien als Vertrauensintermediäre agieren, die die Beziehung zwischen den Vertrauenssubjektiven (hier: Öffentlichkeiten) und den Vertrauensobjekten (hier: Wissenschaft) ermöglichen. Um einen strukturierten Überblick über das Forschungsfeld zu schaffen, definiert diese Dissertation zunächst das Konzept des medienvermittelten öffentlichen Vertrauens in Wissenschaft und grenzt es konzeptionell von verwandten Begriffen wie Vertrauenswürdigkeit und Glaubwürdigkeit ab (Kapitel 2). Zur besseren Einordnung wird ein analytischer Bezugsrahmen entwickelt: das Modell der Mediated Public Trust in Science Evaluation (Kapitel 3). Dieses Modell zeigt eine zentrale Forschungslücke auf: Bislang gibt es keine systematische Untersuchung darüber, wie Vertrauen auf der Informationsebene in Medieninhalten vermittelt wird und wie diese Vermittlung von Rezipient:innen wahrgenommen wird. Daraus ergibt sich die leitende Forschungsfrage dieser Arbeit: Wie wird öffentliches Vertrauen in Wissenschaft durch Inhalte über Wissenschaft und deren Rezeption vermittelt?
Zur Beantwortung dieser Frage wird das Konzept der Trust Cues eingeführt, also sprachlicher Marker und Informationen, die Gründe für Vertrauen in Wissenschaft aufzeigen. Aufbauend auf diesem Konzept, dem theoretischen Rahmen und dem Modell werden fünf untergeordnete Forschungsfragen entwickelt (Kapitel 4). Diese befassen sich mit der Identifikation von Trust Cues, deren Vergleich über verschiedene Medientypen hinweg, geschlechtsspezifischen Unterschieden in der Darstellung männlicher und weiblicher Wissenschaftler:innen – als zentrale Akteure in Medienbeiträge über Wissenschaft –, den Effekten von Trust Cue Exposure sowie der Wahrnehmung und Bewertung dieser Trust Cues durch das Publikum. Zur Bearbeitung dieser Fragen wird eine Methodentriangulation angewendet, die qualitative und quantitative Verfahren kombiniert und sowohl aus der Perspektive der Medieninhalte als auch aus der der Rezipient:innen betrachtet, um ein umfassendes Verständnis für medienvermitteltes öffentliches Vertrauen in Wissenschaft durch Trust Cues zu ermöglichen. Die Ergebnisse (Kapitel 5) zeigen, dass Trust Cues unterschiedliche Aspekte bzgl. Expertise, Integrität, Wohlwollen, Transparenz und Dialogbereitschaft wissenschaftlicher Akteure vermitteln. Wissenschaftler:innen werden als die zentralen Vertrauensobjekte (im Vergleich zu Organisationen und Systemen) identifiziert, wobei sich signifikante Unterschiede in der geschlechtsspezifischen Darstellung zeigen. Darüber hinaus nutzen verschiedene Medientypen Trust Cues in unterschiedlicher Weise, was wiederum unterschiedlich starke Effekte auf verschiedene Vertrauensgruppen innerhalb der Bevölkerung hat. Das Publikum erkennt Trust Cues und bezieht sie aktiv in seine Vertrauensurteile mit ein. Gleichzeitig wird jedoch ein Missverhältnis deutlich zwischen den medial genutzten Trust Cues und jenen, die vom Publikum als besonders vertrauensrelevant eingeschätzt werden.
Diese Dissertation leistet einen Beitrag zur Forschung im Bereich Wissenschaftskommunikation, indem sie eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Konzept des medienvermittelten öffentlichen Vertrauens in Wissenschaft ermöglicht (Kapitel 6). Sie trägt dazu bei, eine zentrale Forschungslücke zu schließen, indem sie aufzeigt, wie Vertrauen in Wissenschaft auf der Ebene medial vermittelter Informationen analysiert und verstanden werden kann.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/12274
URN: urn:nbn:de:gbv:18-ediss-136152
Dokumenttyp: Dissertation
Bemerkung: Bei der fünften Publikation dieser kumulativen Dissertation handelt es sich um eine Arbeitsversion.
Betreuer*in: Brüggemann, Michael
Taddicken, Monika
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

Dateien zu dieser Ressource:
Datei Beschreibung Prüfsumme GrößeFormat  
Dissertation_Publikationsausgabe_JustinTSchröder.pdfDissertation9a0c9e2c47fbafb32f78f8caf5c4823b5.08 MBAdobe PDFMiniaturbild
Öffnen/Anzeigen
Zur Langanzeige

Info

Seitenansichten

Letzte Woche
Letzten Monat
geprüft am null

Download(s)

Letzte Woche
Letzten Monat
geprüft am null
Werkzeuge

Google ScholarTM

Prüfe