| Titel: | Risikofaktoren und Verlaufscharakteristik für Patient:innen mit retroperitonealen Hämatomen in der Klinik für Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg- Eppendorf | Sprache: | Deutsch | Autor*in: | Lübben, Niklas Frederik | Erscheinungsdatum: | 2025 | Tag der mündlichen Prüfung: | 2026-03-24 | Zusammenfassung: | Das Retroperitoneale Hämatom (RPH) ist eine seltene Erkrankung. Sie kann stumm und ohne Komplikationen verlaufen. Jedoch gibt es auch Fälle mit fatalen Komplikationen, die eine lange intensivmedizinischen Versorgung nach sich zieht und zum Tode führen kann. Diese Studie dient zum besseren Verständnis und Informationsgewinn dieser Erkrankung. Es sollten 2 Kohorten verglichen werden: Eine mit einem RPH gegen eine ohne ein RPH. Untersucht werden sollten nun mögliche Gründe und Risiken, warum ein Teil der Patient:innen ein RPH entwickelte und der andere Teil nicht. Die Fälle wurden durch eine CT-Untersuchung erkannt. So konnten 426 Fälle untersucht werden, die alle notwendigen Einschlusskriterien erfüllten. 295 Patient:innen hatten ein RPH, bei 131 Patient:innen wurde ein RPH ausgeschlossen. Es wurden dann systematisch Daten zu den Fällen erfasst. Hier wurde das Geschlecht, Alter, Größe, Gewicht und der BMI erfasst. Laborparameter wurden zum Zeitpunkt der CT-Diagnostik ausgewertet. Bestimmte Grunderkrankungen wurden erfasst, sowie gerinnungshemmende Medikamente. Die Behandlungstage, Mortalitätsraten, Transfusionen, Operationen oder Eingriffe und die Gründe für ein RPH wurden analysiert. Alle Daten wurden aus der digitalen Patientenakte entnommen, in Excel übertragen und mit SPSS von IBM ausgewertet. Die Datenanalyse ergab, dass eine klare Differenzierung von Risikofaktoren in diesem Kollektiv nicht möglich ist. Die erneute Überprüfung des Studiendesigns ergab einen Selektionsbias bei der Probandenauswahl, der zu einem Collider-Bias führte. Die Kohorten waren sich zu ähnlich. Der Vergleich hätte mit dem gesamten Kollektiv der behandelten Patient:innen auf den Intensivstationen des UKE erfolgen müssen. Die erfassten Daten zu Patient:innen mit einem RPH auf einer Intensivstation stellen weiterhin einen großen informativen Zugewinn zu dem bisher unterrepräsentierten Krankheitsbild in der Literatur dar. Endovaskuläre Eingriffe waren der häufigste Grund für ein RPH, wobei Patientinnen seltener betroffen waren. Patient:innen mit einem RPH mussten umfassend behandelt werden, und es wurde eine hohe Mortalitätsrate beobachtet. Das 295 Patient:innen umfassende Kollektiv ist das bisher größte seiner Art, aber es musste ein langer Beobachtungszeitraum angewendet werden. Das retroperitoneale Hämatom stellte sich als eine seltene, aber regelhaft auftretende Erkrankung im intensivmedizinischen Alltag des UKE dar. Die geringen Fallzahlen erschweren weitere Analysen, und es sollte in Erwägung gezogen werden, das RPH-Kollektiv gegen das Gesamtkollektiv der ICU-Patient:innen im UKE zu vergleichen. |
URL: | https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/12302 | URN: | urn:nbn:de:gbv:18-ediss-136478 | Dokumenttyp: | Dissertation | Betreuer*in: | Burdelski, Christoph |
| Enthalten in den Sammlungen: | Elektronische Dissertationen und Habilitationen |
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|---|---|---|---|---|---|
| Lübben, Niklas 20250804.pdf | 73e141978a92e30b02829caaf5b2453d | 1.17 MB | Adobe PDF | ![]() Öffnen/Anzeigen |
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