| Titel: | Frühe versus späte Entfernung der Silikonöltamponade nach rhegmatogener Amotio retinae: eine retrospektive Vergleichsstudie | Sonstige Titel: | Early versus late silicone oil tamponade removal after rhegmatogenous retinal detachment: a retrospective real world comparative study | Sprache: | Deutsch | Autor*in: | Kounatidou, Nefeli Eleni | Schlagwörter: | Rhegmatogene Netzhautablösung; Pars-plana-Vitrektomie; Silikonöl-Tamponade; Netzhautchirurgie | GND-Schlagwörter: | NetzhautablösungGND SiliconeGND ChirurgieGND SehschärfeGND KunststofflinseGND |
Erscheinungsdatum: | 2025 | Tag der mündlichen Prüfung: | 2026-05-18 | Zusammenfassung: | Hintergrund: Ziel dieser Studie war die Untersuchung postoperativer Ergebnisse, insbesondere der Rate erneuter Netzhautablösungen, bei Augen mit rhegmatogener Netzhautablösung (RRD) nach früher oder später Entfernung der Silikonöltamponade (Removal of Silicone Oil, ROSO). Methoden: In diese retrospektive monozentrische Studie wurden 58 pseudophake Augen eingeschlossen, die mittels 23-Gauge-Pars-plana-Vitrektomie (ppV) mit Silikonölendotamponade behandelt worden waren. Die Patienten wurden in zwei Gruppen eingeteilt: Gruppe I (ROSO ≤ 12 Wochen) und Gruppe II (ROSO > 12 Wochen). Die mittlere Dauer der Silikonöltamponade betrug 2,3 ± 0,7 Monate in Gruppe I bzw. 5,2 ± 1,9 Monate in Gruppe II. Analysiert wurden klinische Endpunkte einschließlich der Rate erneuter Netzhautablösungen, der bestkorrigierten Sehschärfe (BCVA), des Auftretens eines zystoiden Makulaödems (CME), epiretinaler Membranen (ERM) sowie Veränderungen des intraokularen Drucks (IOD). Zur Analyse der Re-Amotio-Raten wurden Kaplan-Meier-Schätzungen und Log-Rank-Tests verwendet. Ergebnisse: Bei insgesamt 13 Augen (22 %) trat nach ROSO eine erneute Netzhautablösung auf (Gruppe I: 7 Augen [21 %], Gruppe II: 6 Augen [23 %]; p = 1,00). Die kumulative Inzidenz einer Re-Amotio unterschied sich nicht signifikant zwischen den Gruppen (Log-Rank-Test: p = 0,88). Auch die bestkorrigierte Sehschärfe beim letzten Nachuntersuchungstermin zeigte keinen signifikanten Unterschied zwischen Gruppe I (0,8 ± 0,5 logMAR) und Gruppe II (0,8 ± 0,7 logMAR; p = 0,36). Die Häufigkeit postoperativer Komplikationen war ebenfalls vergleichbar: CME trat bei 13 Augen (41 %) in Gruppe I und bei 9 Augen (35 %) in Gruppe II auf (p = 0,78), ERM bei 13 Augen (41 %) bzw. 7 Augen (27 %) (p = 0,40) sowie ein erhöhter IOD bei 7 Augen (22 %) bzw. 7 Augen (27 %) (p = 0,76). Schlussfolgerungen: Eine frühe Entfernung der Silikonöltamponade (≤ 3 Monate) scheint weder das Risiko einer erneuten Netzhautablösung zu erhöhen noch die funktionellen oder anatomischen Ergebnisse nachteilig zu beeinflussen. Die Ergebnisse unterstützen die Durchführbarkeit einer früheren Silikonölentfernung bei ausgewählten Patienten und könnten dazu beitragen, das Risiko silikonölassoziierter Komplikationen zu reduzieren. |
URL: | https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/12425 | URN: | urn:nbn:de:gbv:18-ediss-138235 | Dokumenttyp: | Dissertation | Betreuer*in: | Skevas, Christos |
| Enthalten in den Sammlungen: | Elektronische Dissertationen und Habilitationen |
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| Datei | Beschreibung | Prüfsumme | Größe | Format | |
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