Titel: Prävention kindlicher Zahngesundheit - routinemäßige Kontrollen unabhängig des elterlichen Engagements
Sonstige Titel: Routine dental examinations as a preventive measure for childhood oral health, regardless of parental involvement
Sprache: Deutsch
Autor*in: Sedighian, Soraya
GND-Schlagwörter: KinderzahnheilkundeGND
Public HealthGND
PräventionGND
KindGND
Früherkennung / UnternehmenGND
VorsorgeuntersuchungGND
Erscheinungsdatum: 2025
Tag der mündlichen Prüfung: 2026-05-13
Zusammenfassung: 
Die Studie untersucht die Mundgesundheit von Kindern in Deutschland und zeigt eine höhere Kariesprävalenz bei Kindern aus sozial schwächeren Familien, was auf eine „Kariesschieflage“ hindeutet. Eine Interviewstudie mit 42 Teilnehmenden analysiert den Einfluss der Berufsgruppe auf die Bewertung der kindlichen Mundgesundheit, die Zustimmung zu verpflichtenden zahnärztlichen Untersuchungen und die Selbsteinschätzung des Wissens über Dental Neglect.
Die Ergebnisse zeigen keinen signifikanten Einfluss der Berufsgruppe auf die Einschätzung der Mundgesundheit, jedoch Unterschiede in der Zustimmung zu verpflichtenden Kontrolluntersuchungen: Zahnärzt:innen und Erzieher:innen befürworten diese weitgehend, Kinder- und Jugendärzt:innen sind zurückhaltender. Die Selbsteinschätzung des Wissens über Dental Neglect ist bei Zahnärzt:innen und Kinder- und Jugendärzt:innen ähnlich, während Erzieher:innen geringere Kompetenz angeben, jedoch ohne statistische Signifikanz.
Die qualitative Inhaltsanalyse identifiziert drei zentrale Präventionsstrategien: (1) verpflichtende Früherkennungsuntersuchungen, (2) gezielte Aufklärung von Risikogruppen durch mehrsprachige Informationsangebote und sozialpädagogische Maßnahmen sowie (3) verstärkte prophylaktische Maßnahmen in Bildungseinrichtungen, insbesondere Gruppenprophylaxe.
Die Ergebnisse verdeutlichen die Notwendigkeit eines umfassenden, multidisziplinären Präventionsansatzes zur nachhaltigen Verbesserung der kindlichen Mundgesundheit in Deutschland.

The study examines children's oral health in Germany, highlighting a higher prevalence of caries among socioeconomically disadvantaged families, indicating a "caries imbalance." An interview study with 42 participants analyzes the influence of professional groups on the assessment of children's oral health, approval of mandatory dental examinations, and self-assessment of knowledge regarding dental neglect. The results show no significant impact of the professional group on the evaluation of oral health but reveal differences in the approval of mandatory check-ups: while dentists and educators largely support this measure, pediatricians are more hesitant. Self-assessment of knowledge on dental neglect is similar among dentists and pediatricians, whereas educators report lower competence, though these differences are not statistically significant. The qualitative content analysis identifies three key prevention strategies: (1) mandatory early detection examinations, (2) targeted education of at-risk groups through multilingual informational materials and social pedagogical measures, and (3) strengthened prophylactic measures in educational institutions, particularly group prophylaxis. The findings emphasize the need for a comprehensive, multidisciplinary prevention approach to sustainably improve children's oral health in Germany.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/12432
URN: urn:nbn:de:gbv:18-ediss-138257
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Pawils, Silke
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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