| Titel: | Einfluss organisatorischer Faktoren und unterschiedlicher Medikamente auf die Komplikationsrate bei prozeduralen Analgosedierungen von Kindern | Sprache: | Deutsch | Autor*in: | Schmidt, Maike | Schlagwörter: | prozedurale Kinderanalgosedierung; medikamentöse Risikofaktoren; organisatorische Risikofaktoren; Komplikationen; spezialisiertes Team | GND-Schlagwörter: | AnalgosedierungGND KinderheilkundeGND AnästhesieGND QualitätsmanagementGND PatientensicherheitGND |
Erscheinungsdatum: | 2025 | Tag der mündlichen Prüfung: | 2026-04-27 | Zusammenfassung: | Einleitung und Fragestellung: Analgosedierungen von Kindern werden am UKE durch ein interdisziplinäres Kinderanalgosedierungsteam (KAST) durchgeführt. Für das 1. Jahr konnte eine mit internationalen Datenbanken vergleichbare Komplikationsrate ermittelt werden. Die Analyse der Folgejahre soll die Entwicklung der Komplikationsrate bei personeller Ausweitung des Teams betrachten sowie strukturelle und personelle Risikofaktoren für Komplikationen identifizieren. Material und Methode: Es handelt sich um eine retrospektive Studie, welche die Anästhesieprotokolle aller Patienten, die im Zeitraum vom 20.08.2014-19.08.2019 am UKE durch das KAST sediert wurden, einschließt. Es wurden 5317 Protokolle bei 2575 Patienten in einer deskriptiven Analyse und einer binär logistischen Regressionsanalyse ausgewertet. Ergebnisse: Die 5-Jahres-Komplikationsrate lag bei 3,7%. Mit 2,7% trat am häufigsten eine respiratorische Komplikation auf. Ab dem 4. Jahr wurde ein signifikanter Rückgang der Komplikationsrate beobachtet (p=0,001) und das Durchführungsjahr der Sedierung konnte als signifikanter Risikofaktor für Komplikationen (p=0,001) identifiziert werden. Durch eine Zunahme an MRT-Sedierungen im 5-Jahreszeitraum nahm der Anteil an nicht-schmerzhaften Prozeduren (1. Jahr: 40%, 5. Jahr: 65,4%) im Verhältnis zu schmerzhaften Prozeduren (1. Jahr: 60%; 5. Jahr: 34,6%) zu. Die gemeinsame Gabe von Propofol mit Midazolam (p=0,014) im Vergleich zur Mono-Sedierung mit Propofol und die Verwendung von Propofol mit Remifentanil (p=0,005) im Vergleich mit der Verwendung von Propofol und S-Ketamin erhöhten die Komplikationsrate. Diskussion und Schlussfolgerung: Der signifikante Rückgang der Komplikationen ab dem 4. Jahr sowie die Identifikation des Durchführungsjahrs als Risikofaktor für Komplikationen zeigen den positiven Effekt des Erfahrungszuwachs im KAST sowie die gute Einarbeitung der neuen Teammitglieder. Dies verdeutlicht die Bedeutung der Erfahrung und der Fähigkeiten des sedierenden Arztes. Die standardmäßige Kapnographie-Überwachung während einer MRT-Sedierung ermöglicht die frühzeitige Detektion einer Beeinträchtigung der Atmung und eine Reduktion respiratorischer Komplikationen. Die Zunahme von MRT-Sedierungen mit Kapnographie-Überwachung könnte daher zur Reduktion der respiratorischen Komplikationsrate beigetragen haben. Das vermehrte Auftreten von Komplikationen bei der Gabe von Propofol mit Midazolam/Remifentanil steht im Einklang mit der Beschreibung höherer Komplikationsraten bei Anwendung von Medikamentenkombinationen in der internationalen Literatur. |
URL: | https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/12438 | URN: | urn:nbn:de:gbv:18-ediss-138360 | Dokumenttyp: | Dissertation | Betreuer*in: | Singer, Dominique |
| Enthalten in den Sammlungen: | Elektronische Dissertationen und Habilitationen |
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| Datei | Beschreibung | Prüfsumme | Größe | Format | |
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| Dissertation_KAST_Maike_Schmidt_elektronische_Fassung.pdf | 17f5feede8810fb8c3dab6cb9ab2982c | 1.45 MB | Adobe PDF | ![]() Öffnen/Anzeigen |
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