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Titel: Multimodale Verhaltenstherapie versus Paroxetin-Behandlung bei Trichotillomanie
Sonstige Titel: Multimodal behavioural therapy and treatment with paroxetine in trichotillomania
Sprache: Deutsch
Autor*in: Neudecker, Annett
GND-Schlagwörter: Trichotillomanie; Multimodale Verhaltenstherapie; Pharmakotherapie
Erscheinungsdatum: 2005
Tag der mündlichen Prüfung: 2006-02-08
Zusammenfassung: 
Trichotillomanie („Zwanghaftes Haareausreißen“) ist eine Störung des Zwangsspektrums, die jahrzehntelang eher unbekannt und damit natürlich auch unerforscht blieb. Erst im Zuge der Beschäftigung mit der Zwangserkrankung richtete sich die Aufmerksamkeit vermehrt auf Trichotillomanie, da man viele Gemeinsamkeiten zu entdecken meinte. Obwohl aber nach und nach auch eine Reihe von nicht unwesentlichen Unterschieden deutlich wurde, galten die Behandlungsmethoden, die bei der Zwangsstörung erfolgversprechend waren, überwiegend als „Methode der Wahl“ bei Trichotillomanie. Es handelt(e) sich hierbei um Verhaltenstherapie und Behandlung mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern. Überzeugende Studien zur Wirksamkeit dieser Verfahren blieben jedoch aus, da, sollte ein erfolgversprechender Ansatz gefunden worden sein, dieser in einer anderen Studie gleich wieder relativiert wurde. Vor allem die wenigen Katamnesedaten, die bisher verfügbar sind, stimmen eher pessimistisch. Aus der Widersprüchlichkeit der Ergebnisse der oft nach klassisch-strengem Forschungsdesign aufgebauten Studien kann man aber auch schließen, dass im Grunde genommen auf inhaltlicher Ebene noch viel zu wenig über Trichotillomanie bekannt ist, um schon Behandlungen zu erproben, so dass die Ergebnisse schwer interpretierbar und damit wenig aussagekräftig sind.
Das Ziel dieser Studie ist daher nicht, die Wirksamkeit von Verhaltenstherapie und/oder SSRI-Behandlung nachzuweisen, sondern stellt einen Zwischenschritt zwischen Analyse der Störung und Entwicklung von Behandlungsbausteinen dar. In erster Linie geht es dabei um Praxisnähe, was sowohl durch die Einbindung der Untersuchung in die sogenannte „beforschte Versorgung“ der Verhaltenstherapie-Ambulanz des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf wie auch ein nicht-randomisiertes Studiendesign gewährleistet wurde. 40 Trichotillomanie-Patientinnen entschieden sich für ambulante Verhaltenstherapie bzw. Behandlung mit Paroxetin, wobei zunächst interessierte, welche demografischen und/oder psychopathologischen Merkmale diese Wahl mitbestimmten. Im zweiten Schritt wurden die durchgeführten Behandlungen anhand verschiedener Erfolgskriterien, die sowohl die Trichotillomanie wie auch den klinischen Gesamteindruck erfassten, beurteilt und gegenübergestellt. Der dritte Teil der Arbeit beschäftigte sich dann mit der Suche nach Prädiktoren für Therapieerfolg. Die Interpretation der Ergebnisse erfolgte mit zweierlei Intentionen: Zum einen ging es um das Schließen der oben genannten Lücke an Erkenntnissen über die Pathogenese und Aufrechterhaltung der Störung, zum anderen um die entsprechende Ableitung von Therapieempfehlungen, sowohl was die grundsätzliche Art der Behandlung betrifft als auch die einzelnen Schwerpunktinterventionen innerhalb der Verhaltenstherapie nach multimodalem Ansatz. Es geht dabei, was noch einmal hervorgehoben werden soll, weniger um allgemeingültige Behandlungsempfehlungen, sondern eher um einen differenzierteren Blick auf die Störung und ihre Behandlung.

Trichotillomania ("compulsive hairpulling") is an impulse control disorder characterized by the urge to pull out hair from the scalp or other places. Up to now, behavioural therapy and pharmacotherapy are the most sufficient therapy methods. Aim of this study was to compare the effects of multimodal behaviour therapy, following an individual concept, and pharmacological treatment with the SSRI paroxetine.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/1249
URN: urn:nbn:de:gbv:18-28060
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Dahme, Bernhard (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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