| Titel: | Langzeitprognose und Lebensqualität nach biologischem Aortenklappenersatz im jungen Erwachsenenalter | Sonstige Titel: | Long-Term Outcome and Quality of Life After Biological Aortic Valve Replacement in Nonelderly Adults | Sprache: | Deutsch | Autor*in: | Krogmann, Henry Rudolf | Schlagwörter: | junge Erwachsene; biologischer Aortenklappenersatz; Bio-AKE; Aortenklappenstenose; Herzklappenprothese; Aortenklappeninsuffizienz | GND-Schlagwörter: | AortenklappenersatzGND HerzchirurgieGND Langfristige PrognoseGND LebensqualitätGND ErwachsenerGND AortenklappenfehlerGND |
Erscheinungsdatum: | 2026 | Tag der mündlichen Prüfung: | 2026-05-27 | Zusammenfassung: | Einleitung: Auch wenn der kathetergestützte Aortenklappenersatz (TAVI) seit mehreren Jahren an Bedeutung gewinnt, bleibt der biologische Aortenklappenersatz (Bio-AKE) in der Therapie schwerer, symptomatischer Aortenklappenvitien bei jungen Erwachsenen Goldstandard. Der Bio-AKE wird zunehmend auch in jüngerem Alter dem mechanischen Aortenklappenersatz vorgezogen. Ziel der Studie war es, das langfristige Ergebnis und die Lebensqualität (QoL) nach Bio-AKE bei jungen Erwachsenen zu bewerten. Methoden: 354 Patient:innen wurden konsekutiv eingeschlossen, die sich in unserer Einrichtung im Zeitraum von 2005-2015 einem Bio-AKE unterzogen und zum Zeitpunkt der Operation unter 60 Jahre alt waren. Primäre Endpunkte waren das Überleben, die Freiheit von Tod oder Reinterventionen an der Aortenklappe sowie die Freiheit von Tod oder kardialen und zerebrovaskulären Ereignissen (MACCE). Sekundäre Endpunkte waren die mentale und körperliche QoL. Ergebnisse: Das Durchschnittsalter betrug 52 ± 7 Jahre, die mittlere Follow-up-Periode 6,6 ± 3,2 Jahre. Das Gesamtüberleben nach 5, 10 bzw. 12 Jahren betrug 87,6%, 76,3% bzw. 63,5%, die Freiheit von Tod oder Reintervention 90,7%, 54,2% bzw. 37,5%, die Freiheit von Tod oder MACCE 90,5%, 53,2% bzw. 34,7%. Das Vorhandensein einer KHK und ein erhöhter präoperativer Kreatininspiegel zeigten sich als unabhängige Prädiktoren für die primären Endpunkte. Die körperliche QoL war ähnlich (p = 0,427) und mentale QoL (p = 0,005) war signifikant besser als die veröffentlichten altersgerechten Kontrollen. Schlussfolgerung: Der Bio-AKE zeigte bei jungen Erwachsenen ein zufriedenstellendes Langzeitergebnis nach 10-12 Jahren. Dennoch bleiben die Ergebnisse suboptimal, Überleben und Freiheit von Reinterventionen ist gegenüber der Allgemeinbevölkerung vermindert. Die mentale QoL war hingegen im Vergleich zu gesunden Kontrollen überlegen. Angesichts der suboptimalen Langzeitergebnisse nach Bio-AKE und der geringeren Lebensqualität bei jüngeren Patient:innen (<50 Jahre) sollte die chirurgische Strategie klappenschonende Verfahren bevorzugen. Eine evidenzbasierte und patient:innenzentrierte Entscheidungsfindung ist entscheidend, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Insgesamt sollte die Auswahl der geeigneten Therapieoption individuell im Rahmen eines gemeinsamen Entscheidungsprozesses getroffen werden. |
URL: | https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/12522 | URN: | urn:nbn:de:gbv:18-ediss-139135 | Dokumenttyp: | Dissertation | Betreuer*in: | Reichenspurner, Hermann |
| Enthalten in den Sammlungen: | Elektronische Dissertationen und Habilitationen |
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| Datei | Beschreibung | Prüfsumme | Größe | Format | |
|---|---|---|---|---|---|
| Krogmann_Henry_20251218.pdf | 23ac50840c57dafffb37676711718d18 | 1.57 MB | Adobe PDF | ![]() Öffnen/Anzeigen |
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