Titel: Der Einfluss von körperlicher Aktivität und dem Neurotrophin Brain-derived neurotrophic factor auf das Hippocampusvolumen bei Schizophreniepatienten und gesunden Kontrollen
Sprache: Deutsch
Autor*in: Meyer, Mathea Henriette
Schlagwörter: Schizophrenie; BDNF; FFKA; cMRT; Hippocampusvolumen
GND-Schlagwörter: SchizophrenieGND
Körperliche AktivitätGND
Brain-derived neurotrophic factorGND
HippocampusGND
KernspintomografGND
Erscheinungsdatum: 2025
Tag der mündlichen Prüfung: 2026-03-06
Zusammenfassung: 
In der vorliegenden Arbeit wurde der Zusammenhang von körperlicher Aktivität und BDNF Plasmaspiegeln und dem HCV bei Schizophreniepatienten und gesunden Kontrollen untersucht. In die Studie wurden Männer und Frauen im Alter zwischen 18-55 Jahren eingeschlossen. Die Stichprobe umfasste insgesamt N = 143 Teilnehmer, davon n = 74 Patienten mit Schizophrenie und n = 69 gesunde Probanden. Die Probanden der Patientengruppe wurden in der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf rekrutiert und hatten eine nach den Kriterien der ICD-10 diagnostizierte schizophrene Störung (F20.0-20.9 und F25). Die Hippocampusvolumina wurden mit Hilfe T1-gewichteter MRT-Bilder und der Computational Anatomy Toolbox 12 ermittelt. Die BDNF-Plasmaspiegel wurden mit einem ELISA Kit in einem externen Labor analysiert. Die körperliche Aktivität wurde anhand eines Selbsterhebungs-Fragebogens, dem FFKA, erhoben. Die Kontroll- und Patientengruppe unterschieden sich nicht signifikant in Alter, Geschlecht, Größe, Gewicht, BMI und BDNF Plasmaspiegel. Signifikante Unterschiede zeigten Patienten- und Kontrollgruppe bei dem FFKA-Gesamtwert, wo bei gesunden Probanden signifikant mehr körperliche Aktivität erhoben wurde als bei Patienten (U = 3416,0, p < 0,001). In der linearen Regression zeigte sich ein signifikanter Unterschied im HCV in der Patientengruppe im Vergleich zu der Kontrollgruppe (t = -2,111, p = 0,037) unter Berücksichtigung des Einflusses vom Gesamthirnvolumen (t = 9,486, p < 0,001). Es ließ sich zudem eine signifikante Korrelation von körperlicher Aktivität und dem HCV feststellen (t = 2,104, p = 0,037). Die Korrelation zwischen BDNF-Plasmaspiegel und HCV war nicht signifikant (t = -0,478, p = 0,634). Es wurde eine Moderationsanalyse durchgeführt, um zu bestimmen, ob die Interaktion zwischen BDNF und körperlicher Aktivität das HCV signifikant vorhersagt. Der Interaktionseffekt war nicht signifikant (t = -1,236, p = 0,218). Das vorliegende Ergebnis, dass bei Schizophreniepatienten im Vergleich zu gesunden Probanden ein signifikant geringeres HCV sowie einen positiven Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und HCV zeigte, steht im Einklang mit der Mehrheit bisheriger Studien. Der in mehreren Studien festgestellte Zusammenhang zwischen BDNF-Spiegel und HCV konnte allerdings nicht bestätigt werden. Schlussendlich sollten weitere Studien mit größerer Stichprobe, standardisierter Bewegungsintervention und kürzerer Lagerungszeit der BDNF Plasmaproben sowie einheitlichen Blutentnahmebedingungen durchgeführt werden, um die Rolle von BDNF als Moderator des Zusammenhangs von körperlicher Aktivität und dem HCV weiter zu untersuchen.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/12550
URN: urn:nbn:de:gbv:18-ediss-139917
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Gallinat, Jürgen
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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