
Titel: | Thrombopoetin bei pädiatrischen Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen | Sonstige Titel: | Thrombopoietin in pediatric patients with inflammatory bowel disease | Sprache: | Deutsch | Autor*in: | Stute, Fridrike | Schlagwörter: | Morbus Crohn; Colitis ulcerosa; Pädiatrie; Thrombopoetin; Chronisch entzündliche Darmerkrankungen; Crohns disesae; Ulcerative colitis; Thrombopoietin; Pediatrics; Inflammtory bowel disease | Erscheinungsdatum: | 2006 | Tag der mündlichen Prüfung: | 2006-10-31 | Zusammenfassung: | Das Glykoprotein Thrombopoetin (TPO) ist der Hauptmediator der Thrombopoese. TPO wird zum großen Teil in der Leber exprimiert. Die TPO-mRNA-Expression in der Leber wurde lange Zeit als konstant angesehen. Thrombozyten sind am Abbau des Hormons beteiligt, was zu einer inversen Korrelation zwischen dem TPO-Serumspiegel und der Thrombozytenzahl führt. Abweichend hierzu führen Entzündungsreaktionen allerdings sowohl zu einer Erhöhung des TPO-Spiegels, alsauch der Thrombozytenzahl. Eine TPO-mRNA-Expression im Kolon ist bei Ratten beschrieben. Anhand von PCR-Untersuchungen von Kolonbiopsaten soll im Rahmen dieser Arbeit untersucht werden, inwieweit das Kolon als extrahepatischer Produktionsort für die gesteigerte Thrombopoese in Frage kommt. Mittels kompetitiver PCR wurde die Korrelation zwischen TPO-mRNA-Expression im Kolon und dem Serum-TPO untersucht. ELISA-Techniken dienten der Bestimmung des TPO-Spiegel im Serum, der mit weiteren Entzündungsparametern verglichen wurde. Erstmals konnte eine TPO-mRNA-Expression im menschlichen Darm nachgewiesen werden. Spleißvariantenanalysen zeigten weiterhin, dass die TPO-Isoformen des Darms und der Leber weitgehend übereinstimmen. In der statistischen Auswertung fand sich kein signifikanter Zusammenhang zwischen TPO-mRNA-Expression und klinischen Daten der Patienten bzw. der Krankheitsaktivität. Aus diesem Grund ist davon auszugehen, dass die TPO-Expression im Kolon nicht für die Thrombozytose bei CED verantwortlich ist. Die Funktion des im Kolon gebildeten Thrombopoetins ist nicht geklärt. Wir konnten jedoch zeigen, dass keine Thrombopoetinrezeptoren (cMpl-Rezeptor) in der Kolonscheimhaut exprimiert werden und das Hormon damit keine parakrine oder autokrine Wirkung in der Mukosa besitzt. Der Einsatz von ELISA-Techniken erbrachte den Nachweis einer positiven Korrelation zwischen TPO-Spiegel und der Entzündungsaktivität bei Morbus Crohn, aber nicht der bei der Colitis ulcerosa. Dieses Ergebnis stimmt mit der Beobachtung überein, dass ein Schub eines MC mit einem stärkeren Anstieg der Entzündungsparameter einhergeht. Darüber hinaus ließ sich eine positive Korrelation zwischen TPO und verschiedenen Akutephaseproteinen (APP) nachweisen, so dass TPO selbst als APP angesehen werden kann. |
URL: | https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/1532 | URN: | urn:nbn:de:gbv:18-30957 | Dokumenttyp: | Dissertation | Betreuer*in: | Burdelski, Martin (Prof. Dr.) |
Enthalten in den Sammlungen: | Elektronische Dissertationen und Habilitationen |
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Dissertation.pdf | 955b7f6d62b8e71e1939273622e0cde5 | 306.46 kB | Adobe PDF | Öffnen/Anzeigen |
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