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Titel: Barrierefreiheit im World Wide Web : Analysen zu Bedarf und Umsetzbarkeit
Sonstige Titel: Accessibility in the World Wide Web : Analyzing Demand and Feasibility
Sprache: Deutsch
Autor*in: Meron, Michael
GND-Schlagwörter: Barrierefreiheit; World Wide Web; Bedarf; Trichter
Erscheinungsdatum: 2007
Tag der mündlichen Prüfung: 2007-06-13
Zusammenfassung: 
Im Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) steht, barrierefrei seien „bauliche und sonstige Anlagen [...], wenn sie für behinderte Menschen in der allgemein üblichen Weise [...] und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind“. In der Öffentlichkeit jedoch ist der Begriff der Barrierefreiheit noch immer klischeehaft mit „Rollstuhlfahrer“ und „Blinde“ assoziiert. Die Barrierefreiheit im World Wide Web, die sich mit barrierefreien Internetseiten beschäftigt, macht da keine Ausnahme. Deshalb wird zunächst gezeigt, dass barrierefreie Seiten solche sind, die leichteren Zugriff für alle bieten – egal ob behindert oder nicht. Hierzu wird das Thema ganzheitlich, d. h. von allen beteiligten Seiten betrachtet: politisch, medizinisch, betriebswirtschaftlich und freilich aus Sicht des Informatikers. Eine betriebswirtschaftliche Betrachtung leitet eine Erklärung dafür ab, warum die Barrierefreiheit bislang für Großfirmen noch nicht so interessant ist. Eine große Fallstudie berichtet über die Vorgehensweise eines Projektteams zur Umstellung der eigenen Website auf Barrierefreiheit.
Für Firmen, die sich einen solchen Aufwand nicht erlauben können, wird eine neue Methode vorgestellt, der Trichter-Test (TT). Der TT ermöglicht eine zuverlässige Aussage über die Barrierefreiheit einer gegebenen Website in nur wenigen Minuten. Er wird in Form des Expertensystems ESRA in Software entworfen und implementiert. Nun kann sich jeder Laie von ESRA durch ein Interview führen lassen und die Barrierefreiheit seiner Website selbst ermitteln: Ist sie barrierefrei, -arm, -reduziert oder -behaftet? Für fachliche Rückfragen enthält ESRA ein Erklärungsmodul.
Zum Schluss wird die Barrierefreiheit-Pyramide vorgestellt, die zeigt, wie sich alle interdisziplinären Ansätze zu einem systematischen und harmonischen Ganzen zusammenfügen.

According to the German Behindertengleichstellungsgesetz (Disabilities Act), things are accessible if they can be used by disabled people in exactly the same ‚usual‘ way as by non-disabled people. In the general public, however, the term accessibility is still associated with ‚wheelchair users‘ and ‚blind people‘. Unfortunately this association applies just as well to accessible web sites, the term that this thesis is dealing with. So the first thing to do is to show that accessible web sites are ones that are easy to cope with for everybody. They are neither different nor special in any way; they just do not lock anybody out. Consequently, it has to be found out why only so few web sites are already accessible. In order to find both the cause and the cure, accessibility must be approached in a new, holistic way, that regards it from all possible sides – politically, medically, economically and, of course, from the view of the computer scientist. The political aspects of accessibility in Germany are being researched and compiled into a very comprehensive list, which provides a profound knowledge of both historical and current regulations. The medical aspect is considered. The term indication classes is first defined, then matched against ‚live‘ statistical data, to verify that accessibility in theory and in practice are not different. The economical aspects are approached from two sides: First, a big case study shows how a big global company managed to make their web sites accessible. Second, the introduction of a new tool called the Funnel Test makes it possible to verify a given web site‘s accessibility level in just a couple of minutes. In the experimental part of the thesis, the Funnel Test is implemented in software: The Expert System for Rating Accessibility (ESRA) gives expert-level accessibility advice to everybody who has got a browser and internet access. Last but not least, the Accessibility Pyramid is introduced, showing how all former interdisciplinary aspects join to form the new holistic view of web accessibility.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/1795
URN: urn:nbn:de:gbv:18-33626
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Oberquelle, Horst (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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