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Titel: Hirnatrophie und Neuropsychologie als prognostische Parameter bei Optikusneuritiden
Sonstige Titel: Brain atrophy and Neuropsychology as prognostic parameters in optic neuritis
Sprache: Deutsch
Autor*in: Hennig, Ann-Christine
Schlagwörter: brain atrophy; neuropsychology; multiple sclerosis; optic neuritis
GND-Schlagwörter: Hirnatrophie; Multiple Sklerose; Sehnervenentzündung; Neuropsychologie
Erscheinungsdatum: 2007
Tag der mündlichen Prüfung: 2007-12-14
Zusammenfassung: 
Hirnatrophie und Neuropsychologie werden als frühe prognostische Parameter bei möglicher und gesicherter Multipler Sklerose (MS) diskutiert. Um die Aussagekraft von Hirnatrophie und Neuropsychologie nach der möglichen Erstmanifestation einer MS in Form einer OKN zu überprüfen, wird in der vorliegenden Arbeit ein Kollektiv von 22 Patienten mit Optikusneuritis (OKN) über einen Zeitraum von 12 Monaten mittels dreier MRT-Untersuchungen im Abstand von 6 Monaten und einer neuropsychologischen Testung drei Monate nach OKN beobachtet. Deskriptiv ist eine kontinuierliche und höhergradige Reduktion von BPF, WMF und GMF in der MS-Gruppe, bzw. in der Gruppe mit Läsionen festzustellen, als in der OKN-Gruppe, bzw. in der Gruppe ohne Läsionen. Es zeigt sich keine statistische
Signifikanz beim Vergleich der Hirnatrophierate bzw. der Hirnvolumina von OKN- und MS-Gruppe. Beim Vergleich der Hirnvolumina der Gruppe mit Läsionen und der Gruppe ohne Läsionen zeigt sich ein signifikanter Unterschied im Bereich der WMF im 2. und 3. MRT. Auch im Bereich der GMF
ist im 1. MRT ein signifikanter Unterschied nachweisbar. Es zeigt sich allerdings keine signifikante Korrelation von Hirnatrophie und Läsionszahl nach 12 Monaten. Auch korreliert die Hirnatrophie nicht signifikant mit der
Neuropsychologie. Zudem sind in keiner Gruppe in der neuropsychologischen Testung im Vergleich zu Gesunden auffällig geringere Leistungen nachvollziehbar. Ein Zusammenhang zwischen höhergradiger Atrophie und geringerer neuropsychologischer Leistung kann aufgrund eines Trends in
einzelnen Testuntergruppen nur vermutet werden. Zusammenfassend ist in der vorliegenden Arbeit dargestellt, dass weder Hirnatrophiemessung noch neuropsychologische Testung innerhalb der ersten 12 Monate nach OKN bessere prognostische Parameter als die Läsionszahl darstellen. Aussagekräftiger erscheint in diesem Beobachtungszeitraum die Läsionszahl zum Zeitpunkt der OKN. Möglicherweise ist der Beobachtungszeitraum zu kurz, bzw. die neuropsychologische Testung zu frühzeitig, als dass sich signifikante Unterschiede zwischen den einzelnen Gruppen einstellen könnten. Eine Fortführung der Studie erscheint daher sinnvoll.

Brain atrophy and neuropsychology are discussed as early prognostic parameters in possible and definite multiple sclerosis (MS). To evaluate the prognostic power of brain atrophy and neuropsychology in the moment of optic neuritis (ON) (possibly first manifestation of MS), 22 patients with ON participated in this study. Patients had to undergo 3 cranial MRI scans in the first 12 months after onset of ON (baseline at diagnosis of ON and after 6 and 12 months), and a neuropsychological testing 3 months after symptom onset. The MS group and the group with lesions descriptively showed continous decrease of volume measures while the ON group and the group without lesions did not. There are no significant differences in brain atrophy rate or brain volume between MS- and OKN-group. There are significant differences in brain volume between the group with lesions and the group without lesions in wmf (2nd and 3rd MRI), also in gmf (1st MRI). There is no significant correlation between brain atrophy and lesion load after 12 months. Brain atrophy does not correlate significantly with neuropsychology. Neuropsychological tests were normal in comparison to healthy controls. Tendencies in some test-subgroups only hint a possible correlation between brain atrophy and neuropsychological impairment.
Within the first 12 months after onset of ON the development of brain volume measurement and neuropsychological testing is neither be able to accelerate MS diagnosis nor to detect reliable prognostic parameters. Lesion load in 1st MRI seems to be the most reliable parameter regarding MS manifestation in such early stages.
Future studies should observe the detected tendencies of brain atrophy and cognitive impairment to show significant differences between MS and ON group, which may be during longer follow-up periods.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/1963
URN: urn:nbn:de:gbv:18-35315
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Heesen, Christoph (PD Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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