Volltextdatei(en) vorhanden
Titel: Der kleine Lungenrundherd : eine diagnostische Herausforderung
Sprache: Deutsch
Autor*in: Dürkes, Philipp
GND-Schlagwörter: Rundherd; Thoraxchirurgie; Radiologische Diagnostik; Lungenkrebs; Spiral-CT; Histologie; Rauchen; Asbest; Risikofaktor
Erscheinungsdatum: 2007
Tag der mündlichen Prüfung: 2008-01-29
Zusammenfassung: 
Zusammenfassung

Dank der kontinuierlichen Verbesserung der radiologischen Diagnoseverfahren und
-techniken, besonders des CT’s, das heute Schichtdicken im Millimeterbereich zulässt, stellt der pulmonale Rundherd unklarer Dignität einen häufigen Befund dar, mit weitreichenden Konsequenzen für die nachfolgende Diagnostik und eventuelle Therapie.
Sollte jeder Rundherd, gegebenenfalls auch thoraxchirurgisch, abgeklärt werden, oder ist bei geringem Risikoprofil eine abwartende Haltung mit engmaschigen radiologischen Verlaufskontrollen empfehlenswert?
Zur Klärung dieser Frage haben wir die Fälle von 263 Patienten untersucht, die in den Jahren 2000-2002 wegen eines solitären Lungenrundherdes in der Thoraxchirurgischen Abteilung des AK Harburg operiert wurden. Zu den Risikofaktoren, an einem pulmonalen Carcinom zu erkranken, gehören im Wesentlichen: Alter des Patienten, Nikotinabusus, in Abhängigkeit von Dauer und Intensität, und Asbestbelastung. Die Geschlechtszugehörigkeit stellt keinen eigenen Risikofaktor dar.
Aus röntgenologischer Sicht werden die großen Rundherde mit unscharfer Randkontur und progredientem Wachstum als malignomverdächtig eingestuft.
Nach Auswertung unseres Patientengutes muß auch der Rundherd unter 21mm Durchmesser unabhängig vom Alter, ohne entsprechendes Risikoprofil und ohne radiologische Malignitätskriterien ggf. auch durch thoraxchirurgischen Eingriff histologisch geklärt werden, da im Falle eine Krebsleidens bei früher Diagnosestellung gute Heilungschancen bestehen.
In der Zukunft wird das PET eine immer größere Rolle spielen, da es vor allem bei der Diagnose maligner Rundherde der computertomographischen Diagnostik überlegen ist [Yi CA et al 2006]. Je nach Studie sind aber 20-24% der durch das PET als gutartig eingestuften Herde falsch negativ [Christensen JA et al 2006], [Bryant AS et al 2006], [O JH et al 2007].
Rundherde kleiner 1cm sind zu 95% gutartig [Diederich S et al 2006]. Gerade diese sind durch das PET schlecht beurteilbar, da die Auflösung moderner Geräte nur 5-6mm beträgt [Kernstine et al 2005].
Als Empfehlung für die Diagnostik des Rundherdes im Subcentimeterbereich ist eine Kombination beider bildgebenden Verfahren zu erwarten [Line BR et al], wobei jeder im PET malignomverdächtige Befund histologisch abgeklärt werden muß [Kernstine et al 2005]. Bei den vermeintlich gutartigen Veränderungen sind regelmäßige Verlaufskontrollen zu fordern [Diederich S et al 2006].
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/2024
URN: urn:nbn:de:gbv:18-35926
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Kastendieck, H. (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

Dateien zu dieser Ressource:
Datei Beschreibung GrößeFormat  
Doktorarbeit.pdf308.54 kBAdobe PDFÖffnen/Anzeigen
Titelblattrueckseite.pdf3.66 kBAdobe PDFÖffnen/Anzeigen
Titelblattvorderseite.pdf4.01 kBAdobe PDFÖffnen/Anzeigen
Zur Langanzeige

Diese Publikation steht in elektronischer Form im Internet bereit und kann gelesen werden. Über den freien Zugang hinaus wurden durch die Urheberin / den Urheber keine weiteren Rechte eingeräumt. Nutzungshandlungen (wie zum Beispiel der Download, das Bearbeiten, das Weiterverbreiten) sind daher nur im Rahmen der gesetzlichen Erlaubnisse des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) erlaubt. Dies gilt für die Publikation sowie für ihre einzelnen Bestandteile, soweit nichts Anderes ausgewiesen ist.

Info

Seitenansichten

273
Letzte Woche
Letzten Monat
geprüft am 21.04.2021

Download(s)

92
Letzte Woche
Letzten Monat
geprüft am 21.04.2021
Werkzeuge

Google ScholarTM

Prüfe