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Titel: Leukaemiemanifestation bei der normalen Maus und "Graft-versus-Host" Reaktion bei der immundefizienten Maus nach Transplantation von transgenen Stammzellen : morphologische Studie zum myeloischen System d. Maus, Beitr. z. vergleichenden Hämatologie
Sonstige Titel: Manifestation of leukemia a normal mouse and "graft-versus-host" reaction in a immundeficient mouse after transplantion of transgen stemcells
Sprache: Deutsch
Autor*in: Addo, Nana Oduraa
GND-Schlagwörter: Leukaemimanifestation in der Maus; myeloisches System Maus; GvHR bei der Maus; Transplantation transgener Stammzellen Maus
Erscheinungsdatum: 2007
Tag der mündlichen Prüfung: 2008-02-08
Zusammenfassung: 
Das Knochenmark der Maus ist im Vergleich zu dem des Menschen primär hyperproliferativ.Mit seinem Zellreichtum fehlt dem Knochenmark der Maus eine Reservekapazität für Zustände mit erhöhtem Blutzellbedarfs. Daraus ergibt sich eine besondere Rolle der Milz für die Blutbildung bei murinen Spezies, die sich auch auf die Manifestation von Leukämien auswirkt.Eine Expansion der roten Milzpulpa hervorgerufen durch leukämische Infiltrate und ein Schwinden der weißen Pulpa waren charakteristische Merkmale für die Leukämie in Mäusen.In fortgeschrittenen Fällen war die normale Architektur der Milz vollständig aufgehoben.Das Knochenmark zeigte jedoch in keinem der Fälle von Leukämie eine vergleichbare blastische Transformation. Die führenden Zeichen der Knochenmarksbeteiligung am leukämischen Prozess waren neben nur einer mäßigen Vermehrung von Blasten eine ausgeprägte Reduktion der Erythropoese und das Auftreten monozytoider Zellpopulationen.Für die Diagnostik präleukämischer Zustände waren Blutstatus und Milzbefunde entscheidend. Im Knochenmarksbefund ergaben sich jedoch keine signifikanten Unterschiede zwischen Präleukämie und manifesterLeukämie.
In Versuchsanordnung einer „Graft-versus-Host“-Reaktion
fungierten immuninkompetente NOD/SCID-Mäuse als Wirtstiere und als Transplantat dienten allogene Splenozyten, die von immunkompetenten Mäusen stammten. Als Besonderheit waren die transplantierten Milzzellen zuvor transgenetisch markiert worden. Die transduzierten Gene kodierten für das CD34-
Protein des Menschen (hu) mit seinen beiden Varianten „truncated“ tr und „fulllength“ fl. Nach Transplantation von transgenen Milzzellen zeigten die NOD/SCID Mäuse in den Milzen beider Gruppen jeweils in zwei Fällen deutliche Zunahmen des Milzgewichts bis hin zur Splenomegalie. Die weiße Pulpa blieb jedoch weitgehend hypoplastisch und in der expandierten roten war neben einer extramedullären Hämatopoese zumeist eine Hyperämie festzustellen. In einem Fall war die weiße Pulpa stellenweise zellulär leergeräumt bei erhaltenem Gerüstwerk der Retikulumzellen.In beiden Gruppe lagen die Lebergewichte über dem Wert des Kontroll- tiers. Die Leberschnitte zeigten periportale Rundzellinfiltrate und intrasinusoidal kleine Nester einer Hämatopoese vor allem aus Erythroblasten und wenigen Megakaryozyten bestehend. Cholestatische Veränderungen waren nicht nachweisbar. CD3+-Lymphozyten waren im Sinussystem und in den periportalen Infiltraten angereichert.Die transduzierten Genvarianten hu tCD34 und hu flCD34 zeigten im Mausorganismus nach immunzytochemischer Darstellung ihrer Genprodukte keine signifikanten Unterschiede in der Ex- pression. Die transmembranen Genprodukte zeigten in den Megakaryozyten die bei weitem intensivsten immunzyto- chemischen Anfärbungen.
Insgesamt waren in der Leber also die Zeichen einer „Graft-versus-Host“ -Reaktion
mit derjenigen einer transplantierten Hämatopoese kombiniert.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/2026
URN: urn:nbn:de:gbv:18-35949
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Düllmann, Jochen (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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