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Titel: Habituation auf Schmerzreize involviert das rostrale anteriore Cingulum - eine fMRT-Studie
Sonstige Titel: Habituation to painful stimuli involves the rostrale anterior cingulate cortex
Sprache: Deutsch
Autor*in: Herken, Wiebke
Schlagwörter: Habituation; Schmerzhemmung; Thermode; rACC; Antinozizeption; habituation; fMRI; antinociception; thermode; pain
GND-Schlagwörter: Schmerz; Cingulum cerebri; Gewöhnung; NMR-Tomographie
Erscheinungsdatum: 2007
Tag der mündlichen Prüfung: 2008-02-13
Zusammenfassung: 
Die Wahrnehmung von Schmerz ist das Resultat eines Zusammenspiels von nozizeptiven und antinozizeptiven Mechanismen. Ein besseres Verständnis der zugrunde liegenden Mechanismen stellt eine wichtige Chance im Hinblick auf die Verbesserung der zielgerichteten Behandlung von akuten und chronischen Schmerzzuständen dar.
Im Rahmen dieser Studie haben wir untersucht, wie sich repetitive Schmerzstimulation über einen Zeitraum von 8 Tagen auf die kortikale Verarbeitung nozizeptiver Informationen bei gesunden Probanden auswirkt und ob sich die Schmerzwahrnehmung im Sinne einer Habituation oder Sensitisierung über den Versuchszeitraum verändert.
Für die Studie wurden 20 gesunde Probanden wurden täglich an 8 aufeinander folgenden Tagen mit einem 20minütigen Schmerz-Paradigma stimuliert. An den Tagen 1, 8 und 22 wurden zudem funktionelle und strukturelle MRT-Bilder angefertigt.
Die wiederholte Schmerzstimulation über den genannten Zeitraum führte zu wesentlich geringeren Schmerzratings bei identischen Schmerzreizen entsprechend des Schmerz-Paradigmas. Die verminderte Wahrnehmung des Schmerzes über die Zeit spiegelt sich funktionell in verminderten BOLD-Antworten auf Schmerzreize in klassischen Schmerzarealen wie Thalamus, Insel, SII und Putamen wider. Im Gegensatz zu diesen Ergebnissen haben wir festgestellt, dass die schmerzstimulationsbezogenen Antworten im rACC signifikant angestiegen sind in unserem Untersuchungszeitraum. Basierend auf der entscheidenden Rolle des rACC bezüglich der endogenen Schmerzkontrolle deutet dieses Antwortmuster darauf hin, dass Habituation auf Schmerzreize zumindest teilweise auf zentraler Ebene durch Mechanismen der endogenen Schmerzhemmung vermittelt wird.

The perception of pain results from an interaction between nociceptive and antinociceptive mechanisms. A better understanding of the neural circuitry underlying these physiological interactions provides an important opportunity to develop better treatment strategies for and ultimately even prevent pain. Here, we investigated how repeated painful stimulation over several days is processed, perceived and finally modulated in the healthy human brain. 20 healthy subjects were stimulated daily with a 20 minute pain paradigm for 8 consecutive days, using functional and structural MRI performed on days 1, 8 and 22. Repeated painful stimulation over several days resulted in substantially decreased pain ratings to identical painful stimuli. The decreased perception of pain over time is reflected in decreased BOLD responses to nociceptive stimuli in classical pain areas, including thalamus, insula, SII and the putamen. In contrast to this finding, we found that pain related responses in the rACC, specifically the subgenual anterior cingulate cortex (sgACC), significantly increased over time. Given this areas predominant role in endogenous pain control, this response pattern suggests that habituation to pain is at least in part mediated by increased antinociceptive activity.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/2045
URN: urn:nbn:de:gbv:18-36143
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: May, Arne (PD Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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