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Titel: Die Chondrozyten-Periost - Kokultur: Periostlappenexplantate modulieren den chondrozytären Stoffwechsel in vitro
Sprache: Deutsch
Autor*in: Klebig, Florian
Schlagwörter: Chondrozyten; Kokultur; autologe Chondrozytentransplantation
GND-Schlagwörter: Periost; Knorpelzelle
Erscheinungsdatum: 2008
Tag der mündlichen Prüfung: 2008-10-01
Zusammenfassung: 
Die Bedeutung von Periostlappentransplantaten bei der Behandlung von Gelenkknorpeldefekten mit autologen Chondrozytensuspensionen ist umstritten. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, den Einfluss von Periostexplantaten auf das Wachstum und die Matrixsynthese von isolierten Chondrozyten in einem Perfusionskokultursystem in vitro zu untersuchen.
Bovine Chondrozyten und bovine Periostexplantate wurden in einem neu entwickelten Kokultursystem gemeinsam kultiviert. Der Einsatz von Perfusionskammern sorgte für gleichbleibende Kulturbedingungen im Hinblick auf die Nährstoffzufuhr und den Abtransport von Stoffwechselprodukten bei gleichzeitig konstantem pH-Wert.
In dem neu etablierten Perfusionskammermodell proliferierten Chondrozyten unter dem Einfluss von Periostlappen langsamer. Die histologischen und immunzytochemischen Untersuchungen konnten zeigen, dass Chondrozyten in vitro unter dem Einfluss von Periostlappenexplantaten schneller dedifferenzieren und eine deutlich geringere Deposition von extrazellulärem Kollagen Typ II zeigten.
Zu den wesentlichen Komponenten der extrazellulären Matrix von hyalinem Knorpel gehören die Proteoglykane und das Kollagen Typ II. Unter dem Einfluss von Periostlappenexplantaten konnten eine Reduktion der biosynthetischen Aktivität (Prolineinbau) und eine Verminderung der Einbauraten radioaktiv markierten Sulfats (Proteoglykane) nachgewiesen werden. Kokultivierte Chondrozyten zeigten bei der ELISA-Messung eine reduzierte Synthese von knorpelspezifischem Kollagen Typ II und wiesen eine verminderte Syntheserate für Glykosaminoglykane auf.
Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit zeigen einen katabolen Effekt der Periostexplantate auf isolierte Chondrozyten in vitro. Das Periost wirkt dedifferenzierend auf den Phänotyp der Chondrozyten und führt zu einer Reduktion von funktionell bedeutsamen Kollagen und Proteoglykanen. Die Ergebnisse der Arbeit stützen den gegenwärtigen klinischen Trend, bei der autologen Chondrozytentransplantation synthetische Membranen an Stelle der Periostlappenexplante zu verwenden.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/2304
URN: urn:nbn:de:gbv:18-38742
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Rüther, Wolfgang (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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