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Titel: Lebensqualität und Versorgung von Patienten mit Ulcera crurum im Großraum Hamburg
Sprache: Deutsch
Autor*in: Haartje, Oliver
GND-Schlagwörter: Unterschenkelgeschwür; Lebensqualität; Ärztliche Versorgung
Erscheinungsdatum: 2008
Tag der mündlichen Prüfung: 2009-06-29
Zusammenfassung: 
Zielsetzung der vorliegenden Arbeit war die Erfassung der krankheitsspezifischen Lebensqualität (LQ) von Patienten mit Ulcera crurum im Großraum Hamburg, sowie die Untersuchung der Einflussmöglichkeiten der Versorgung auf die LQ.
Für die Fragestellung wurden im Rahmen der „Studie zur Versorgung des Ulcus cruris in Hamburg“ 502 Patienten aus allen Hamburger Bezirken, sowie aus dem Umland befragt. Bei 381 Patienten wurde die krankheitsspezifische LQ im FLQA-wk erfasst. Aufgrund der Rekrutierung bei Wundversorgern verschiedenster Fachrichtungen aus dem ambulanten und aus dem stationären Bereich konnte ein breites Versorgungs- und Patientenspektrum erfasst werden.
Die Patienten mit Ulcera crurum wiesen aufgrund ihrer Erkrankung starke Einbußen der LQ auf, wobei das Alter der Patienten sich als wichtige negative Einflussgröße der LQ herausstellte. Andere soziodemographische Merkmale wie das Geschlecht oder der Wohnort der Patienten zeigten hingegen keinen statistisch signifikanten Zusammenhang mit der LQ.
Patienten mit Ulzerationen unterschiedlicher Genese unterschieden sich in ihrer LQ in einzelnen Dimensionen, jedoch nicht im Gesamtscore.
Darüber hinaus konnten verschiedene Einflussmöglichkeiten der Versorgung auf die LQ identifiziert werden. Das Ausmaß an Schmerzen steht im deutlichen Zusammenhang zur LQ. Über die Schmerztherapie, die laut den erfassten Daten noch verbesserbar erscheint, kann einer der bedeutendsten Leidensfaktoren vermindert werden.
Der hohe zeitliche Therapieaufwand, der für die Versorgung eines Ulcus cruris notwendig ist, stellt eine starke Belastung für die Patienten dar. Möglichkeiten zur Reduzierung des Zeitaufwandes, wie zum Beispiel moderne Wundtherapeutika, sollten in Betracht gezogen werden.
Die Zufriedenheit der Patienten mit ihrer Versorgung steht mit ihrer LQ im Zusammenhang. Das Eingehen auf die Bedürfnisse der Patienten steigert ihre Zufriedenheit und damit ihre LQ. Das Verständnis der subjektiven Belastungen und des Therapienutzens aus Patientensicht kann zur Verbesserung der Versorgung beitragen.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/2646
URN: urn:nbn:de:gbv:18-42044
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Augustin, Matthias (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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