Volltextdatei(en) vorhanden
Titel: Molekulare Charakterisierung Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus-Isolate
Sonstige Titel: Molecular Characterization of Methicillin-resistant Staphylococcus aureus Isolates
Sprache: Deutsch
Autor*in: Wolters, Manuel
Schlagwörter: Typisierung; MLST; spa; PFGE
GND-Schlagwörter: MRSA; Krankenhaushygiene; Epidemiologie
Erscheinungsdatum: 2009
Tag der mündlichen Prüfung: 2009-07-13
Zusammenfassung: 
Die in den letzten Jahren drastisch zunehmende Prävalenz Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus-Isolate stellt ein großes infektionsepidemiologisches Problem dar. Infektionen durch diese häufig multiresistenten Erreger sind schwierig zu therapieren und gehen mit einer im Vergleich zu Infektionen mit Methicillin-sensiblen Stämmen erhöhten Mortalität einher. Deshalb kommt einer schnellen und zuverlässigen Identifizierung von Übertragungswegen durch geeignete Typisierungsmethoden eine große Bedeutung zu.
In der hier vorliegenden Arbeit wurde die Wertigkeit der spa-Typisierung sowohl für die Aufklärung epidemiologischer Zusammenhänge in der Routinediagnostik als auch für phylogenetische Analysen untersucht.
Durch Typisierungen von Folgeisolaten dreier über Zeiträume von mehreren Jahren mit MRSA besiedelten Patienten konnte eine ausgeprägte Stabilität des spa-Gens gezeigt werden.
Anhand von Untersuchungen der vier am UKE am häufigsten vorkommenden MRSA-Klone wurde deutlich, dass die spa-Typisierung analog zur Pulsfeldgelelektrophorese eine Unterscheidung dieser vier Klone ermöglicht. Darüber hinaus wurde einer der mittels Pulsfeldgelelektrophorese definierten Klone (Hamburger Klon) durch die spa-Typisierung als Subklon des Barnimer Epidemiestamms identifiziert. Innerhalb der vier großen Klone wurden mit beiden Methoden vergleichbare Anzahlen an Subklonen gefunden, was für ein ähnlich großes Diskriminierungspotential beider Methoden spricht. In Untersuchungen von im UKE sporadisch vorkommenden Stämmen konnte durch Vergleiche der Typisierungsergebnisse von spa-Typisierung, Pulsfeldgelelektrophorese und MLST gezeigt werden, dass unter Verwendung der spa-Typisierung Rückschlüsse auf klonale Beziehungen zwischen MRSA-Isolaten gezogen werden können. Hierbei wurde auch deutlich, dass eine Typisierungsmethode, die auf der Sequenzierung eines einzelnen genetischen Markers beruht, besonders bei phylogenetischen Untersuchungen dem Risiko von Fehlklassifikationen aufgrund von Rekombinationsereignissen unterliegt. Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen, dass die spa-Typisierung in Bezug auf Stabilität und Diskriminierungspotential der Pulsfeldgelelektrophorese mindestens ebenbürtig ist. Zusammengenommen mit den Vorteilen der spa-Typisierung im Hinblick auf Zeitaufwand, Durchführbarkeit, Kostenaufwand und Ergebnistransfer zwischen verschiedenen Laboren stellt sich die spa-Typisierung als überlegene Methode für die Bakterientypisierung in der Infektionsüberwachung dar.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/2653
URN: urn:nbn:de:gbv:18-42106
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Kaulfers, Paul-Michael (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

Dateien zu dieser Ressource:
Datei Beschreibung GrößeFormat  
Dissertation.pdf1.41 MBAdobe PDFÖffnen/Anzeigen
Zur Langanzeige

Diese Publikation steht in elektronischer Form im Internet bereit und kann gelesen werden. Über den freien Zugang hinaus wurden durch die Urheberin / den Urheber keine weiteren Rechte eingeräumt. Nutzungshandlungen (wie zum Beispiel der Download, das Bearbeiten, das Weiterverbreiten) sind daher nur im Rahmen der gesetzlichen Erlaubnisse des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) erlaubt. Dies gilt für die Publikation sowie für ihre einzelnen Bestandteile, soweit nichts Anderes ausgewiesen ist.

Info

Seitenansichten

19
Letzte Woche
Letzten Monat
geprüft am 14.04.2021

Download(s)

9
Letzte Woche
Letzten Monat
geprüft am 14.04.2021
Werkzeuge

Google ScholarTM

Prüfe