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Titel: Methodenvergleich zwischen Chromogen- und Fluoreszenz-in situ-Hybridisierung bei der Bestimmung der HER2-Genamplifikation beim invasiven Mammakarzinom. FISH vs. CISH
Sprache: Deutsch
Autor*in: Thon, Susanne
Schlagwörter: CISH; Her2-Rezeptor
GND-Schlagwörter: Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung; In-situ-Hybridisierung; Trastuzumab; Genamplifikation; Brustkrebs
Erscheinungsdatum: 2008
Tag der mündlichen Prüfung: 2009-05-11
Zusammenfassung: 
Die Kenntnis des HER2-Status von Mammakarzinomzellen ist für die Entscheidung, bei
Mammakarzinompatientinnen eine Antikörpertherapie mit Trastuzumab (Herceptin®)
durchzuführen, von entscheidender Bedeutung. Zur Bestimmung des HER2-Status kommen
derzeit zwei Methoden in der Routinediagnostik zur Anwendung: Die Immunhistochemie zum
Nachweis einer Rezeptorüberexpression auf Proteinebene und die Fluoreszenz-in situ-
Hybridisierung zum Nachweis einer Genamplifikation. Beide Methoden weisen jedoch Nachteile
auf. So ist die immunhistochemische Bestimmung des HER2-Status eine relativ einfach
durchzuführende und in der Routinediagnostik gut etablierte Methode, unterliegt in der Praxis
jedoch starken methodischen Schwankungen. Demgegenüber zeigt die FISH-Auswertung zwar
eine höhere Sensitivität und Spezifität sowie eine höhere Reproduzierbarkeit, jedoch ist sie im
Vergleich mit der Immunhistochemie ein weitaus zeit- und kostenaufwendigeres Verfahren. .
Aufgrund der Nachteile der beiden Methoden wurde unlängst die CISH-Technik als Alternative
in der HER2-Diagnostik eingeführt. Diese Methode kombiniert die in situ-Hybridisierung mit
den Vorzügen eines Lichtmikroskops und bietet daher signifikante Vorteile gegenüber den beiden
oben genannten etablierten Methoden.
In der vorliegenden Arbeit wurde der Stellenwert der CISH gegenüber den etablierten Methoden-
FISH und IHC untersucht. Dafür wurde der HER2-Status von 100 Mammakarzinom-Patientinnen
prospektiv jeweils mittels FISH und CISH analysiert und mit der Expression des HER2-
Rezeptors in der Immunhistochemie verglichen.
Die Ergebnisse der FISH- und CISH-Methodik zeigten mit 96% der Fälle eine außerordentlich
hohe Korrelation mit einem p-Wert von <0,001. Alle mittels FISH-Diagnostik als HER2-positiv
bewerteten Patientinnen wurden in der CISH ebenfalls richtig klassifiziert. Dies entspricht einer Spezifität und einem positiv prädiktiven Wert der CISH-Ergebnisse im Vergleich zu den
Ergebnissen der FISH-Methodik von 100%, bzw. 95,3%.
Auch zwischen der IHC und CISH zeigte sich eine überwiegende Übereinstimmung der
Ergebnisse in 97% der Fälle.
Zusammenfassend kann aufgrund der erhobenen Ergebnisse, die die Gleichwertigkeit der CISH-
Technik gegenüber dem Goldstandart FISH demonstrieren, der Einsatz der CISH-Technik im
Testalgorithmus mit der IHC empfohlen werden.
Allerdings konnte der in einigen Studien beschriebene Zusammenhang zwischen
Hormonrezeptorstatus, Tumorstadium, histopathologischen Tumortyp und Grading mit einem
positiven HER2-Status in dieser Arbeit nicht bestätigt werden. Daher sollten nach wie vor alle
Brustkrebs-Patientinnen unabhängig von klinisch-morphologischen Faktoren auf den HER2-
Status überprüft werden.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/2655
URN: urn:nbn:de:gbv:18-42130
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Pantel, Klaus (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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