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Titel: Dysfunktion der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrindenachse bei Multipler Sklerose - Eine Korrelation endokrin-neuropsychologischer Parameter
Sonstige Titel: Dysfunction of the Hypothalamo-Pituitary-Adrenal Axis in Multiple Sclerosis- A correlation of endocrin-neuropsycological parameters
Sprache: Deutsch
Autor*in: von der Mark, Ulrike
Schlagwörter: Multiple Sclerosis; Neuropsychology; Dysfunction; Cortisol; Hypothalamo-Pituitary-Adrenal Axis
GND-Schlagwörter: Multiple Sklerose; Neuropsychologie; Dysfunktion; Kortisol; Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrindenachse; DEX-CRH-Test; Hyperresponder
Erscheinungsdatum: 2008
Tag der mündlichen Prüfung: 2009-06-04
Zusammenfassung: 
Verschiedene Tier- und Humanstudien stützen die Hypothese, dass Störungen der HHNA bei der Entstehung und Progression der MS eine Rolle spielen. Vorstudien fanden Hinweise für einen Zusammenhang zwischen einer Störung der HHNA, der Krankheitsprogression und kognitiven Störungen. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, Zusammenhänge zwischen neuroendokriner Kontrolle der HHNA und kognitiven Beeinträchtigungen bei der MS weiter zu untersuchen. Dazu wurden 50 MS Patienten mittels SDMT Screeningtest in eine kognitiv beeinträchtigte (n=25) und eine kognitiv unbeeinträchtigte Gruppe (n=25) eingeteilt und deren HHNA durch den Dex-CRH-Test untersucht. In den Ergebnissen des Dex-CRH-Tests konnten keine signifikanten Gruppenunterschiede festgestellt werden. Allerdings, wenn auch nicht signifikant, zeigte die kognitiv schlechtere Gruppe höhere ACTH- und Kortisol-Basalwerte und erreichte niedrigere maximale Werte nach CRH Applikation. Das könnte als Hinweis auf eine bereits zuvor bestehende Aktivierung der HHNA gedeutet werden, bei im weiteren Verlauf erniedrigter HHN-Achsenantwort. Bemerkenswerterweise stellten wir bei 30% der MS Patienten Ergebnisse mit inadäquater Kortisolsuppression fest, so dass wir in dieser Studie die Existenz eine Störung der HHNA bei einem Teil der MS Patienten bestätigen können. Wir fanden sowohl Fälle mit einer hyperreaktiven HHNA-Antwort (Hyperreponder, n=2), als auch Fälle mit erniedrigter Antwort auf CRH-Applikation (Hyporesponder, n=11). Bei der Betrachtung der Korrelation zwischen den Ergebnissen im Dex-CRH-Test und den Ergebnissen einer umfassenden neuropsychologischen Testbatterie (TAP, VLMT, SDMT, RWT, PASAT, WST, ADS, 9 HPT) konnten keine signifikanten Zusammenhänge festgestellt werden. Im Gegensatz zu früheren Studien konnten in dieser Studie auch keine signifikanten Korrelationen zwischen einer HHNA-Dysfunktion und klinischen Parametern (Grad der körperlichen Behinderung, der Krankheitsdauer) nachgewiesen werden. Im Vergleich der neuropsychologischen Testergebnisse der Gruppe mit inadäquater Kortisolantwort mit den Ergebnissen der "normalen Gruppe" konnten zwar keine signifikanten Unterschiede nachgewiesen werden, jedoch zeigte sich deskriptiv, dass die dysregulierte Gruppe in allen Testergebnissen schlechter abschnitt. Diese Tatsache könnte für einen Zusammenhang zwischen einer gestörten HHNA- Regulation und Veränderung von kognitiven Funktionen sprechen.

Different animal and human studies have postulated that a disturbance of the hypothalamo-pituitary (HPA) axis plays a role for the development and progression of multiple sclerosis. Previous studies found a correlation between a dysfunction of the HPA, disease progression and cognitive impairment. In the current study we aimed to investigate further the relation between the neuroendocrinological control of the HPA and cognitive impairment in multiple sclerosis. Therefore we compared cognitively impaired (n=25) and unimpaired (n=25) patients with different neuropsychological tests and the combined Dexamethasone-CRH test. Neuropsychological abnormalities as defined by 1 SD below the mean of an age adjusted control group were found in about 50% of the whole patient group. Regarding the results of the Dexamethasone-CRH test no significant differences between both groups could be detected. Interestingly we found that 30% of the patients showed an inadequate supression of cortisol, so in this study we can confirm the existence of a disturbed HPA axis in multiple sclerosis. We found 11 patients with cortisol levels at the detection limit (< 11 pg/ml) even after stimulation with ACTH, and 2 patients with a hyperreactive response of the HPA.
Regarding the correlation between the results of the Dexamethasone-CRH test and the neurological findings no significant correlations could be found. However, even if not significant, patients with a dysregulated HPA showed descriptively worse results in all of the neuropsychological tests. This fact could lead to the conclusion that a correlation between a disturbance of the HPA and cognitive impairment could exist.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/2671
URN: urn:nbn:de:gbv:18-42346
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Heesen, Christoph (PD Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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