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Titel: Die Viscoelastizität der menschlichen Stimmlippe
Sonstige Titel: The viscoelastisity of the human vocal fold
Sprache: Deutsch
Autor*in: Hemmerich, Sandra
Erscheinungsdatum: 2008
Tag der mündlichen Prüfung: 2009-04-15
Zusammenfassung: 
Ziel der vorliegenden Studie war die Messung der Elastizität und Viskosität der gesunden, menschlichen Stimmlippe. Von September bis Dezember 2005 wurden 39 menschliche Stimmlippen aus exzidierten Kehlköpfen untersucht. Die Altersspannbreite reichte von 20 bis 93 Jahre. Vermessen wurden 22 männliche und 17 weibliche Stimmlippen.
Mit Hilfe des von Eric Goodyer entwickelten Geräts, dem Linear Skin Rheometer (LSR), wurde jede Stimmlippe, nach einer Hemisektion des jeweiligen Kehlkopfes, vermessen. Dafür verwendeten wir zwei unterschiedliche Messmethoden, die mit dem LSR auszuführen waren.
Zum einen ist das LSR in der Lage, die Stimmlippe tangential, millimeterweise hin und her zu bewegen, was der Randkantenverschiebung bei der Phonation entspricht. Diese Methode ist auch intraoperativ gut einsetzbar.
Zum anderen verwendeten wir das LSR als Indentometer um die Stimmlippe nach lateral einzustauchen. Mit dem Schermodul (Indikator für tangentiale Elastizität), Elastizitätsmodul und Poisson-Koeffizient (Indikator für Stauchung) konnten wir auf die Elastizität und Viskosität rück schließen.
Mit der ersten Methode (LSR) erreichten wir Werte von 250-1660 Pascal für Männer und von 290-2440 Pascal bei Frauen. Die zweite Methode (Indentometer) zeigte Werte von 550-2740 Pascal bei Männern und von 510-1990 Pascal bei Frauen. Beide Untersuchungen lieferten die gleiche Spannbreite an Ergebnissen und unterstützen sich gegenseitig. Sie sind gleichermaßen für die Evaluation der Elastizität der menschlichen Stimmlippe geeignet. Die von uns gemessenen Werte liegen zwischen den in der Literatur beschriebenen Werten für die viskoelastische Eigenschaft der menschlichen Stimmlippe.
Die ersten Ergebnisse wurden bereits in European Archives of Oto-Rhino-Laryngology and Head Neck im Januar 2007 veröffentlicht [22].
Eine weiterführende Studie mit einem größeren Untersuchungsumfang soll in Zukunft dazu beitragen, die erhobenen Werte zu spezifisieren, die Reproduktion der Messergebnisse zu beweisen und die Standardabweichung der Ergebnisse beider Methoden zu minimieren.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/2698
URN: urn:nbn:de:gbv:18-42614
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Hess, Markus (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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