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Titel: STUDIE ÜBER DAS WACHSTUMSVERHALTEN VON INNENOHR-MELANOZYTEN VON C57/BL6-MÄUSEN UNTER NORMALEN UND PATHOLOGISCHEN (AUSWIRKUNG VON GENTAMICIN) ZELLKULTURBEDINGUNGEN
Sprache: Deutsch
Autor*in: Ullmann, Fabian
Schlagwörter: laminin
GND-Schlagwörter: Melanophor; Gentamicin; Labyrinth <Anatomie>; Cochlea; Labyrinthvorhof; Maus <Gattung>; Zellkultur
Erscheinungsdatum: 2009
Tag der mündlichen Prüfung: 2009-12-16
Zusammenfassung: 
Melanozyten finden sich nicht nur in der Haut, sondern kommen ebenfalls im Innenohr vor. Dort sind ihre Funktionen noch nicht eindeutig geklärt. Vermutet wird eine Beteiligung an der Aufrechterhaltung des endocochleären Potentials durch sekretorische und resorbtive Eigenschaften und eine protektive Funktion gegenüber Noxen, wie ototoxischen Medikamenten, durch eine Anreicherung der Noxen im Melanin. Ziel der Arbeit war es, Melanozyten aus dem Innenohr von Mäusen zu kultivieren und diese Kulturen zu standardisieren. Dies sollte eine stabile Grundlage für die weitergehende Untersuchung über die Wirkung des ototoxischen Medikaments Gentamicin auf Zellzahl und Melaningehalt dieser Zellen schaffen.
Material und Methode: Insgesamt wurden bei 40 C57/BL6-Wildtyp-Mäusen die Innenohre und daraus die Zellverbände entnommen und jeweils separate Zellkulturen für das Vestibulumgewebe und für das Cochleagewebe angelegt. Im An-schluss konnten die Zellkulturen mit zwei verschiedenen Gentamicin-Konzentrationen inkubiert werden. Nach 4 Tagen wurden die Zellzahlen für vitale und letale Zellen und die Melaninkonzentrationen der Kulturen bestimmt.
Es ist gelungen, cochleäre und vestibuläre Melanozyten der Maus zu kultivieren und zu passagieren. Zum Erfolg der Kultivierung trugen die Beschichtung der Kulturschalen mit Laminin und Anpassungen des Kulturmediums bei. Die Kultivierung der Melanozyten war ebenfalls abhängig von der Anwesenheit von Fibroblasten. Die Melanozyten konnten anhand immunhistochemischer Färbung identifiziert werden. Zellmorphologisch ließen sich mikroskopisch keine Unterschiede zwischen Melanozyten vestibulären und cochleären Ursprungs feststellen. Der Melaningehalt bei den cochleären Kulturen lag im Mittel höher als bei den vestibulären Kulturen. Niedrige Gentamicin-Konzentrationen schienen das Zellwachstum anzuregen, hohe Konzentrationen hemmten das Zellwachstum. Gentamicin schien nur wenig Einfluss auf den Melaningehalt zu haben.
Durch die erfolgreiche Kultivierung ist es in Zukunft möglich, die Funktionen der Melanozyten und des Melanins im Innenohr in-vitro weiter zu erforschen. Aufgrund der separaten Zellkultur von Cochlea- und Vestibulum-Melanozyten könnten z. B. sekretorische Unterschiede mit Hilfe der „patch-clamp-Methode“ dargestellt werden.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/2929
URN: urn:nbn:de:gbv:18-45057
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Sanchez-Hanke, Marcos (PD Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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