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Titel: Semiquantitative histopathologische und immunhistochemische Merkmalsanalyse zur Differentialdiagnose primär hepatozellulärer und primär cholangioduktaler Cholestasen
Sonstige Titel: Semiquantitative histopathological analysis of distinguishing marks for the differential diagnosis of primal hepatocellular cholestasis and primal cholangioductal cholestasis
Sprache: Deutsch
Autor*in: Wohlleben, Jörg
Schlagwörter: PFIC; Byler-Krankheit; CD10; MDR3; CEACAM 1; CK7; PFIC; Byler disease; CD10; MDR3; CEACAM 1; CK7
GND-Schlagwörter: Cholestase; Gallengangsatresie; Wilson-Krankheit
Erscheinungsdatum: 2009
Tag der mündlichen Prüfung: 2010-02-25
Zusammenfassung: 
Anhand von 38 Leberpräparaten wurden allgemeine und immunhistochemische Merkmale der Cholestase und insbesondere die Aussagefähigkeit histopathologischer Kriterien zur Differenzierung primärer hepatozellulärer Cholestasen (PHZC) von primär cholangioduktalen Cholestasen (PCDC) bei Kindern untersucht. Hierfür wurde die Progressive Intrahepatische Cholestase (PFIC, 7 Fälle) als Beispiel einer PHZC, mit der Gallengangsatresie (14 Fälle) als Beispiel für eine PCDC verglichen. Die konventionellen histologischen Kriterien wurden um die immunhistochemischen Marker CD10, Mib-1, CK7 und CEACAM1 erweitert und semiquantitativ analysiert. Ein Nachweisversuch des MDR3-Proteins erfolgte exemplarisch an der PFIC3 bei unterschiedlichen Gewebefixierungen. Die konventionelle Histologie liefert bereits zielführende diagnostische Kriterien zur Unterscheidung einer PHZC von einer PCDC. Die Immunhistochemie erleichtert mit differentialdiagnostischen Informationen bezüglich Funktion, Schaden und Umdifferenzierungsprozessen die Abgrenzung der hepatozellulären von der cholangioduktalen Defektebene. Beispielsweise ist der Nachweis von CD10 in den Gallekanälchen und Gallegängen ein Indikator für die Unversehrtheit des Bürstensaumes galleleitender Strukturen und gelingt bei einer PHZC häufiger als bei den PCDC. Das CK7 ist ein empfindlicher Indikator für hepatozelluläre Schäden und bringt die cholangiozelluläre Umdifferenzierung der Hepatozyten zur Darstellung. Die hepatozelluläre CK7-Expression ist bei der PCDC läppchenperipher betont, während eine disseminierte Verteilung des CK7 als Indiz für eine PHZC gewertet werden kann. Das CEACAM1 scheint als Marker für eine gestörte polare Differenzierung cholestatischer Hepatozyten hilfreich zu sein. Durch die Kombination von konventionellen mit immunhistochemischen Histologieverfahren kann die histologische Unterscheidung der untersuchten Krankheitsbilder an kleinen Gewebsproben erleichtert werden. Die Grenzen der Immunhistochemie zeigen sich am Beispiel des MDR3, das nur für eine Untergruppe der PFIC-Erkrankungen bei Kryostat-Fixation diagnostisch anwendbar ist. Außerdem kann bei molekularbiologisch gesicherter PFIC3 eine immunhistochemisch sichtbare MDR3-Expression vorliegen, so dass eine positive Immunhistochemie eine PFIC3 nicht ausschließt. Eine enge Zusammenarbeit mit der Humangenetik und Klinik bleibt zur Diagnosestellung cholestatischer Lebererkrankungen bei Kindern essentiell.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/2946
URN: urn:nbn:de:gbv:18-45277
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Schäfer, Hansjörg (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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