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Titel: Einfluss der risikoadaptierten Nerverhaltung im Rahmen der radikalen Prostatektomie beim histologisch gesicherten kapselüberschreitenden Prostatakarzinom auf das onkologische und funktionelle Langzeitergebnis
Sonstige Titel: Effect of risk-adapted nerve sparing during radical prostatectomy in case of histologically confirmed extra capsular prostate cancer extension on the long-term oncologic and functional outcome
Sprache: Deutsch
Autor*in: Bub, Johannes
GND-Schlagwörter: Prostatakrebs; Prostatektomie; Retropubische Prostatektomie; Operationstechnik
Erscheinungsdatum: 2009
Tag der mündlichen Prüfung: 2010-03-19
Zusammenfassung: 
In der vorliegenden Arbeit wurde an 1.561 Patienten mit histologisch gesichertem extrakapsulärem Prostatakarzinom (Stadium pT3) die Auswirkung einer nicht- bzw. einseitig oder beidseits nerverhaltenden Operationstechnik im Rahmen der indizierten radikalen Prostatektomie auf die onkologischen und funktionellen Langzeitergebnisse untersucht. Bei einem mittleren Follow-up von 30 Monaten (Median 19 Monate) zeigte sich in der Kaplan-Meier-Analyse kein statistisch signifikanter Unterschied hinsichtlich des Auftretens eines biochemischen Rezidivs nach Prostatektomie in den unterschiedlich operierten Patientengruppen (p=0,002). In der zudem durchgeführten multivariablen Cox’schen Analyse konnte die Nerverhaltung als Risikofaktor für das Auftreten eines biochemischen Rezidivs im Vergleich zu etablierten Risikofaktoren wie PSA, Gleason-Score, positiver chirurgischer Absetzungsrand und Infiltration der Samenblasen ebenfalls ausgeschlossen werden. Die Gültigkeit dieser Auswertung ist selbstverständlich unmittelbar von der prä- bzw. intraoperativen Patientenselektion abhängig, da risikoadaptiert nach der jeweiligen Tumorsituation die Entscheidung über das zu wählende Operationsverfahren getroffen werden muss. Somit lässt sich schlussfolgern, dass im streng selektionierten Patientengut die nerverhaltende Prostatektomie entgegen der bisher gängigen Praxis in den Händen des erfahrenen Operateurs auch bei kapselüberschreitendem Prostatakarzinom sicher durchgeführt werden kann. Ein erhöhtes Risiko für das Auftreten eines biochemischen Rezidivs im Vergleich zu nicht-nerverhaltend operierten Patienten im Stadium T3 ist unter diesen Voraussetzungen nicht zu befürchten; diesen Patienten müssen die Vorteile einer nerverhaltenden Prostatektomie nicht vorenthalten werden.

In 1.561 patients with histologically confirmed extra capsular extension of prostate cancer the effect of uni- or bilateral nerve sparing during radical prostatectomy has been evaluated. With a mean followup of 30 month there could no significant difference in the number of biochemical recurrences between these groups be detected using Kaplan-Meier analysis. Further the relative risk for biochemical recurrence in the groups was analysed in a multivariable Cox's regression. Here the nerve sparing technique was no independent risk factor for biochemical recurrence of prostate cancer. In conclusion the nerve sparing during radical prostatectomy can be performed with no higher risk for biochemical recurrence if the indication is well considered.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/2978
URN: urn:nbn:de:gbv:18-45640
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Chun, Felix (PD Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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