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Titel: Evaluation einer TEACCH-basierten psychologischen Intervention bei leichter bis mittlerer Demenz: Eine kontrollierte Studie
Sonstige Titel: Evaluation of a TEACCH-based psychological intervention for mild to moderate dementia: a controlled trial
Sprache: Deutsch
Autor*in: Fischer-Terworth, Christian
Schlagwörter: TEACCH; psychological; intervention; dementia
GND-Schlagwörter: Demenz; Intervention; Kontrollierte klinische Studie
Erscheinungsdatum: 2010
Tag der mündlichen Prüfung: 2010-02-17
Zusammenfassung: 
Theoretischer Hintergrund und Fragestellung: Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die Entwicklung und Evaluation eines aus mehreren Komponenten bestehenden psychologischen Interventionsprogramms für Patienten mit leichter und mittlerer Demenz. Hauptkomponenten des Programms TEACCH-basierte Musikpsychologische Interventionen (TMI) sind (1) Auf den Demenzbereich übertragene TEACCH-basierte antezedente Interventionen (TEACCH = Treatment and Education of Autistic and related Communication handicapped Children) (2) Musikpsychologische Therapie und (3) Kognitive Interventionen. Es sollte innerhalb einer kontrollierten Studie überprüft werden, ob sich das Interventionsprogramm günstig auf neuro-psychiatrische Symptome, den Bereich sozial-emotionaler Kommunikation und Aktivität so-wie auf kognitive Funktionen von Demenzpatienten auswirkt.
Methode: 49 Patienten waren in die innerhalb eines Zwei-Gruppen-Designs (Prä-Post) durchgeführte Studie involviert, es wurde eine Parallelisierung hinsichtlich demographischer und diagnostischer Merkmale vorgenommen. Die Patienten der Experimentalgruppe (n= 26) nahmen über einen Zeitraum von sechs Monaten einmal wöchentlich am TMI-Programm teil, die Patienten der Kontrollgruppe (n= 23) erhielten dem Krankheitsbild angepasste unspezifi-sche, ergotherapeutisch orientierte Interventionen. Als quantitative Auswertungsverfahren wurden Mittelwertsvergleiche durch T-Tests, effektstärkenstatistische Berechnungen sowie eine zweifaktorielle Varianzanalyse mit Messwiederholung auf dem Faktor Zeitverlauf einge-setzt (ά = 0.05). Zur Überprüfung der Akzeptanz des Programms durch Fachkräfte und Pati-enten wurden qualitativ ausgewertete, halbstrukturierte Interviews durchgeführt.
Ergebnisse: Das Interventionsprogramm wurde von Fachkräften und Patienten positiv bewer-tet. Nach dem Untersuchungszeitraum zeigten sich in der Experimentalgruppe deutliche, teils signifikante Verbesserungen der gesamten neuropsychiatrischen Symptomatik relativ zur Kontrollgruppe, insbesondere in den Bereichen Angstsymptomatik, Agitation, Aggressivität, Apathie und Irritabilität. Weiterhin waren größtenteils signifikante positive Effekte in den Bereichen soziale Kommunikation, Ausdruck von Emotionen und Aktivität feststellbar. Das kognitive Funktionsniveau verschlechterte sich in beiden Gruppen erwartungsgemäß, wobei sich in einzelnen Bereichen Vorteile für die Experimentalgruppe im Vergleich zur Kontroll-gruppe manifestierten.
Fazit: Das TMI-Programm eignet sich zur Reduktion neuropsychiatrischer Symptome und somit zur Steigerung des psychischen Wohlbefindens bei Patienten mit leichter bis mittlerer Demenz, weiterhin kann es eine Verbesserung kommunikativer Kompetenz und des Aus-drucks von Emotionen bewirken sowie zum Aufbau positiver Aktivitäten beitragen.

Background: A multicomponent psychological intervention designed for the treatment of patients with mild to moderate dementia was evaluated in a controlled trial. The main compo-nents of the programme Psychological interventions based on TEACCH and Music Therapy (PTM) are (1) Antecedent TEACCH-based interventions being adapted for dementia (TEACCH = Treatment and Education of Autistic and related Communication handicapped Children) (2) Music-based psychological therapy and (3) different cognitive stimulation ap-proaches. The aim of the study was to evaluate the invention‘s effects on neuropsychiatric symptoms, social communication, emotional expression, the participation in activities and cognitive functioning.
Methods: 49 patients were involved into a pre-post design including a treatment group and a control group, the groups being matched according to gender, age and diagnostical features. The treatment group (n = 26) received the PTM programme for six months, the controls
(n= 23) participated in non-specific occupational therapy adjusted to the needs of demented patients. Statistical analyses (α = 0.05) included t-tests, the calculation of effect sizes and two-way analyses of variance (ANOVA). Semi-structured interviews were used to measure stuff members’ and patients’ acceptance of the intervention.
Results: The intervention was overall rated well by stuff members and patients. After six months the treatment group showed clear, partly significant reductions of overall neuropsy-chiatric symptomatology relative to controls, especially regarding levels of agitation, aggres-sion, apathy, irritability and anxiety. Also significant improvements could be shown in the area of social communication, emotional expression and activity levels. Not surprisingly, overall cognitive functioning declined in both groups with small advantages being observable in the treatment condition.
Conclusion: The PTM programme has the property to decrease neuropsychiatric symptoms and to increase psychological well-being of patients with mild to moderate dementia. Fur-thermore, PTM can ameliorate social communication, the ability to express emotions and in-crease the level of participation in activities.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/3639
URN: urn:nbn:de:gbv:18-45618
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Probst, Paul (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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