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Titel: Das italienische Suffix -izzar(re) und der linguistische Kausativitätsbegriff
Sonstige Titel: The Italian Suffix -izza(re) and the Linguistic Notion of Causativity
Sprache: Deutsch
Autor*in: Weiss, Karin
Schlagwörter: Zustandswechsel; COS; Kausativität; Verbbildung; DM; COS; DM; Derivation of Verbs; Causativity
GND-Schlagwörter: Wortbildung; Suffix; Morphologie; Italienisch; Affigierung; Distributed Morphology
Erscheinungsdatum: 2010
Tag der mündlichen Prüfung: 2009-10-02
Zusammenfassung: 
Diese Arbeit analysiert italienische Verben, die durch das Derivationssuffix -izza(re) abgeleitet wurden. Dieses Suffix wird zumeist als Kausativsuffix klassifiziert, da die derivierten Verben häufig ein Ereignis denotieren, das bei einer der beteiligten Entitäten einen Zustandswechsel (Change of State, COS) bewirkt. Ziel dieser Untersuchung ist es, mittels eingehender Datenanalyse zu zeigen, dass das Erscheinungsbild der -izzare-Verben weitaus vielfältiger ist, und anschließend zu klären, woraus die Abweichungen vom angenommenen (kausativen) Standardfall resultieren (Einfluss des Suffixes, der wortinternen Mitkonstituente sowie des sprachlichen und außersprachlichen Kontextes), um so den womöglich systematischen Beitrag des Suffixes bestimmen zu können.
Als Ausgangsbasis erfolgen zunächst eine Präzisierung des Kausativitätsbegriffes sowie die Bestimmung der syntaktischen und semantischen Merkmale, durch die speziell kausative Verben gekennzeichnet sind. Die anschließende Datenanalyse verdeutlicht, dass nicht – wie bislang üblich – von einem grundsätzlich einheitlichen Zustandswechsel ausgegangen werden kann. Es wird daher vorgeschlagen, zwischen der Standardvariante COS und drei weiteren, unterschiedlich ausgeprägten Resultatszuständen zu differenzieren (COL, COF, COSPsy). Diese Unterscheidungen erlauben nicht nur Rückschlüsse auf das Konzept linguistischer Kausativität, sondern liefern ein zentrales Kriterium für die Klassifizierung der untersuchten -izzare-Verben, die eine Zuordnung zu sieben verschiedenen Typen umfasst.
Als theoretischer Rahmen diente die Distributed Morphology, wonach -izzare als eine Instanz von Klein v gilt. Die vorliegende Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass den sieben ermittelten -izzare-Typen eine Verknüpfung mit drei unterschiedlichen Klein-v-Varianten zugrunde liegt. Es werden für das Suffix entsprechende Einträge als Vokabulareinheit präzisiert. Diese erlauben unter Berücksichtigung sprachinterner und -externer Faktoren gute Vorhersagemöglichkeiten.
Aufgrund der theorieinternen Relevanz wird im Zusammenhang mit der Untersuchung der wortinternen Konstituenten der Wurzel-Begriff besonders berücksichtigt.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/3667
URN: urn:nbn:de:gbv:18-46207
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Meyer, Wolfgang J. (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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