Volltextdatei(en) vorhanden
Titel: Molekulargenetische Grundlage einer Variante des von Willebrand-Syndroms Typ 2
Sprache: Deutsch
Autor*in: Marggraf, Olivier
GND-Schlagwörter: Willebrand-Jürgens-Syndrom
Erscheinungsdatum: 2010
Tag der mündlichen Prüfung: 2010-06-24
Zusammenfassung: 
Durch diese Arbeit konnte gezeigt werden, welche Beziehungen zwischen VWF-Genotyp und der zunehmend beobachteten, verwaschenen Struktur der VWF-Multimere bei Patienten mit VWS Typ 2 bestehen.
Dies geschah durch ein Mutationsscreening des VWF-Gens von 22 Patienten, bei welchen ein VWS Typ 2 A oder 2 M mit verwaschener Multimerstruktur vorlag. Nach der Extraktion von DNA aus Leukozyten in Patientenblut wurde mittels PCR, PAGE und anschließender Sequenzierung nach Mutationen gesucht.
Als kausale Mutationen fanden sich vor allem Cysteinmutationen, welche bei 15 von 22 Patienten vorkamen. Teilweise lagen bereits Publikationen vor, welche den Zusammenhang zwischen einigen in dieser Studie gefundenen Mutationen und verwaschenen VWF-Multimeren bestätigten.
Cysteinmutationen führen durch Veränderungen von Disulfidbrückenbindungen zu einer oder mehreren verschiedenen Konfigurationen des VWF, dies führt zu einem abweichenden Laufverhalten in der Gelelektrophorese. In Kombination mit wt-VWF und den in vivo entstehenden Proteolysefragmenten entsteht, begingt durch die begenzte Trennschärfe des Gels, ein verwaschenes Aussehen der VWF-Multimere.
Zwei im Codon 760 in der D2-Region lokalisierte Mutationen führen zur Persistenz des Propeptids und über diesen Mechanismus zu einem verwaschenen Multimermuster.
In Ausnahmefällen scheinen auch andere Mutationen ein verwaschenes Multimermuster zu bedingen.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/3719
URN: urn:nbn:de:gbv:18-47183
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Schneppenheim, Reinhard (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

Dateien zu dieser Ressource:
Datei Beschreibung GrößeFormat  
Marggraf.pdf2.22 MBAdobe PDFÖffnen/Anzeigen
Zur Langanzeige

Diese Publikation steht in elektronischer Form im Internet bereit und kann gelesen werden. Über den freien Zugang hinaus wurden durch die Urheberin / den Urheber keine weiteren Rechte eingeräumt. Nutzungshandlungen (wie zum Beispiel der Download, das Bearbeiten, das Weiterverbreiten) sind daher nur im Rahmen der gesetzlichen Erlaubnisse des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) erlaubt. Dies gilt für die Publikation sowie für ihre einzelnen Bestandteile, soweit nichts Anderes ausgewiesen ist.

Info

Seitenansichten

39
Letzte Woche
Letzten Monat
geprüft am 13.04.2021

Download(s)

11
Letzte Woche
Letzten Monat
geprüft am 13.04.2021
Werkzeuge

Google ScholarTM

Prüfe