Volltextdatei(en) vorhanden
Titel: The blinds' brain -a study in plasticity
Sonstige Titel: Das Gehirn der Blinden - Eine Studie über Plastizität
Sprache: Englisch
Autor*in: Klinge, Corinna
Schlagwörter: Emotionsverarbeitung; Konnektivität; blindness; emotion; amygdala; fMRI; plasticity
GND-Schlagwörter: Blindenpsychologie; Neurowissenschaften; Funktionelle NMR-Tomographie; Neuronale Plastizitt; Expertise; Gefhl; Akustik
Erscheinungsdatum: 2011
Tag der mündlichen Prüfung: 2011-06-28
Zusammenfassung: 
In everyday life, blind individuals are at a disadvantage as the majority of aspects in our society are presented visually. In order to be able to find themselves around despite this grave disability, blind people show extraordinary capabilities in other sensory domains. These superior abilities have been tested by scientists, and were shown to often go in hand with additional activations of the visual cortex, which turned out to be functionally relevant for the blinds’ augmented performance. Research done so far focussed on sensory tasks and some more complex cognitive tasks. However, emotional processing had never been studied in the blind.
In the present work I therefore set out to investigate auditory emotional processing in connatally (born) blind humans. Apart from a behavioural advantage in an emotion- and a phoneme-discrimination task, I found blind individuals to show increased amygdala activations when compared to sighted matched controls, at least for angry and fearful stimuli. In a follow up study, I aimed at distinguishing two different explanations for this pattern of results. I therefore studied professional actors that were matched with blind participants, assuming they had gained a great auditory expertise during their training. In this later study, I found support for the notion that the superior behavioural performance and the augmented amygdala activation in the blind are driven by different mechanisms. While behavioural performance seems to be modulated by training in that very sensory domain, it is blindness per se, i.e. the deprived sensory state that drives plastic changes within the amygdala.
On top of these findings I was able to differentiate between different pathways via which the additional activation of the visual cortex in the blind in response to auditory stimuli could come about. Data showed clear support for increased strength of cortico-cortical connections (between primary auditory and visual cortices) in the blind while thalamo-cortical pathways (auditory thalamus - visual cortex) did not differ in strength between the two groups.

Blinde sind im alltäglichen Leben benachteiligt, weil vieles in unserer Umwelt visuell gestaltet ist. Um diesen Mangel auszugleichen, zeigen Blinde überlegene Fähigkeiten in anderen Sinnesmodalitäten. Forscher haben zeigen können, dass diese Fähigkeiten mit einer zusätzlichen Aktivierung des visuellen Cortex einhergeht, die von funktioneller Relevanz für die superioren Fähigkeiten ist. In meiner DOktorarbeit habe ich mich mit akustischer Emotionserkennung bei Blinden beschäftigt. Ich habe zeigen können, dass Blinde auch hierdrin Sehenden überlegen sind und darüber hinaus noch eine erhöhte Amygdala-Aktivierung zeigen. Im Vergleich mit einer Kontrollgruppe von Schauspielern konnte ich darüber hinaus zeigen, dass 2 verschiedene Mechanismen diesen Ergebnissen zugrunde liegen. Zum einen ist Training die Ursache für die schnelleren Reaktionszeiten bei den Blinden, aber es ist die Blindheit (der deprivierte Zustand) an sich, der zu der gefundene Amygdala-Aktivierung führt. In einer weiteren Studie konnte ich den Vermittlungsweg, über den die zusätzliche Aktivierung des visuellen Cortex bei Blinden zustandekommt. kortiko-kortikale Vernbindungen sind hier bei Blinden stärker als bei Sehenden, während thalamo-kortikale Verbindungen keine Rolle spielen
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/4085
URN: urn:nbn:de:gbv:18-51908
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Büchel, Chrisitian (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

Dateien zu dieser Ressource:
Datei Beschreibung GrößeFormat  
Dissertation.pdf23.68 MBAdobe PDFÖffnen/Anzeigen
Zur Langanzeige

Diese Publikation steht in elektronischer Form im Internet bereit und kann gelesen werden. Über den freien Zugang hinaus wurden durch die Urheberin / den Urheber keine weiteren Rechte eingeräumt. Nutzungshandlungen (wie zum Beispiel der Download, das Bearbeiten, das Weiterverbreiten) sind daher nur im Rahmen der gesetzlichen Erlaubnisse des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) erlaubt. Dies gilt für die Publikation sowie für ihre einzelnen Bestandteile, soweit nichts Anderes ausgewiesen ist.

Info

Seitenansichten

103
Letzte Woche
Letzten Monat
geprüft am 16.04.2021

Download(s)

8
Letzte Woche
Letzten Monat
geprüft am 16.04.2021
Werkzeuge

Google ScholarTM

Prüfe