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Titel: Auswirkung von antiangiogener und antiproliferativer Therapie am murinen Modell des ossär metastasierten Mammakarzinoms nach Primariusresektion
Sonstige Titel: The effect of antiangiogenic and antiproliferative therapy on breast cancer bone metastasis after resection of the primary tumor in a murine model
Sprache: Deutsch
Autor*in: Kurniawan, Niehls
Schlagwörter: Sunitinib; femur window
GND-Schlagwörter: Angiogenese; Brustkrebs; Metastase; Vascular endothelial Growth Factor; Tiermodell; Chemotherapie
Erscheinungsdatum: 2011
Tag der mündlichen Prüfung: 2011-05-10
Zusammenfassung: 
Das Mammakarzinom gehört zu den häufigsten Tumoren des Menschen. Die Therapiemöglichkeiten von Knochenmetastasen sind trotz der hohen Inzidenz und ihren gravierenden Komplikationen unzureichend erforscht. Am Modell des Femur Window konnte durch die Resektion des Mammakrazinom-Primärtumors ein wachstumsfördernder Effekt auf eine Knochenmetastase nachgewiesen werden. Ob dieses verstärkte Wachstum einen medikamentös beeinflussbaren Faktor darstellt sollte hier anhand von Sunitinib, einem Rezeptor-Tyrosinkinase-Inhibitor mit anti-proliferativer und anti-angiogener Wirkung, untersucht werden. Im Tierexperiment wurden nun ein orthotoper Mammakarzinom-Primarius und mit zeitlichem Versatz eine ossäre Metastase injiziert. Unter Sunitinib- bzw. Placebo-Monotherapie wurde der Primarius im Verlauf resiziert und die Auswirkung auf Tumorwachstum und Mikrozirkulation mittels des Femur Windows über 25 Tage untersucht. In dieser Studie konnte gezeigt werden, dass Sunitinib als Monotherapie lediglich die Permeabilität tumorassoziierter Gefäße erhöht. Die verstärkte Tumorprogession nach Primariusresektion konnte hier nicht verhindert werden. Allgemein fallen die nur unwesentlichen Veränderungen der funktionellen Parameter, wie Blutflussgeschwindigkeit, Blutfluss- und Gewebsperfusionsrate hinter den Erwartungen zurück. Mögliche Ursachen hierfür sind z.B. eine zu kleine Knochenmetastase, eine zu hohe Dosierung oder zu lange Applikation von Sunitinib mit adversem Effekt, ein sekundäres Therapieversagen i.S. alternativer Stimulationen oder eine Interaktion mit im Versuch verwendeten Medikamenten. Die erhöhte Permeabilität führte dennoch zu einer verbesserten Substratanreicherung im Zielgewebe. Dies könnte zu synergistischen Effekten mit zusätzlichen Tumortherapeutika führen. Erneute Studien unter Verwendung einer Kombinationstherapie sind anzuraten. Die erhobenen Daten sind weiterhin Grundlage zur Modifikation des Therapieschemas im Sinne von Dosierung und Applikationsdauer sowie zur Optimierung des Karzinom-Metastasen und Femur Window Modells.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/4106
URN: urn:nbn:de:gbv:18-52246
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Hansen-Algenstaedt, Nils (PD Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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